Löw: "Maßstab sind Messi und Ronaldo"

Von Ben Barthmann
Dienstag, 06.06.2017 | 08:59 Uhr
Joachim Löw über Sandro Wagner
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Joachim Löw testet beim Confed Cup unter anderem Sandro Wagner. Der Stürmer der TSG 1899 Hoffenheim muss sich nach selbstbewussten Aussagen mit Lionel Messi und Cristiano Ronaldo messen.

"Ich bin in meinen Augen seit einiger Zeit mit Abstand der beste deutsche Stürmer", erklärte Wagner der Bild und schickte damit ein Zeichen an Bundestrainer Löw. Dieser antwortete nun über das gleiche Medium: "Sandro Wagner ist einer unserer besten Stürmer in der Bundesliga."

Der Bundestrainer berief Wagner in den Confed-Cup-Kader: "Er hat eine ganz besondere Art zu spielen, die uns hoffentlich sehr guttut. Der Maßstab ist immer die absolute Weltklasse, also Messi und Ronaldo. Mit denen müssen sich unsere Spieler messen."

Younes wie Marin

Neben Wagner freut sich auch Amin Younes nach einem starken Jahr mit Ajax Amsterdam auf eine Chance im DFB-Team. "Er erinnert mich in seiner Spielweise an Marko Marin. Die niederländische, risikofreudige Spielweise in Amsterdam kommt ihm sehr entgegen", gab Löw im Vorfeld des Turniers in Russland an.

Er ist sich sicher: "Amin ist schon einiges zuzutrauen. Seine Art und Weise zu spielen, ist etwas Besonderes. Viele Spieler, die diese Qualitäten im 1:1 haben, besitzen wir nicht." Löw fügt an: "Wir treten mit einem Perspektiv-Kader an, mit jungen Spielern, die Lust haben, unbeschwert sind."

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Jugend forscht ist ein wenig das Motto der deutschen Elf in Russland. "Nach dem WM-Sieg 2014 müssen wir jetzt eine ganz neue Konkurrenz-Situation erzeugen, wir müssen Veränderungen schaffen", so Löw, der auf Extra-Motivation für "Weltmeister, Champions-League-Sieger und Meisterspieler der Bayern setzt."

"Muss neuer Titel-Hunger entstehen"

Der Plan ist somit relativ deutlch: "Es muss ein neuer Titel-Hunger entstehen, wir müssen Reizpunkte setzen. Die etablierten Spieler müssen auch über den Confed Cup Druck verspüren - sie müssen merken, dass vehement Spieler nachrücken können."

Ein deutliches Zeichen also an die Helden aus Brasilien. "Wir können doch nicht wieder einfach mit den 20 Weltmeistern von Brasilien zur WM 2018 nach Russland fahren! Für unser Ziel, den Titel erneut zu gewinnen, tut uns frisches Blut gut."

Politisch auftreten will man in Russland derweil nicht. Die Aufgabe des DFB-Teams sei es, ein "positives Bild" abzugeben" und das "Land würdig" zu vertreten. Man wolle "Brücken bauen zu den Menschen in Russland", Zielgruppe sind vor allem Kinder und Jugendliche.

Sandro Wagner im Steckbrief

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