Wagner, der Spätzünder

SID
Montag, 05.06.2017 | 13:19 Uhr
Sandro Wagner erzielte in der abgelaufenen Bundesliga-Saison elf Tore in 31 Partien
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Sandro Wagner von 1899 Hoffenheim ist mit 29 Jahren erstmals für die deutsche Nationalmannschaft nominiert. Er ist vor seinem Debüt der älteste Spieler in einem blutjungen Kader.

Am 29. Juni 2009 war Sandro Wagner der Star in einer Mannschaft künftiger Weltklasseleute. In Malmö schoss er die deutsche U21 mit zwei Toren zum EM-Titel. Seine zehn Mitspieler aus der Startaufstellung sind ausnahmslos Nationalspieler geworden, sie kommen alle gemeinsam auf 476 Länderspiele. Sechs von ihnen wurden Weltmeister - nur bei Sandro Wagner steht die Null. Noch.

Doch ausgerechnet jetzt, da es sich in Kopenhagen gegen Dänemark am Dienstag ändern wird, ist niemand von damals dabei. Manuel Neuer, Mats Hummels, Mesut Özil, Sami Khedira, Jerome Boateng - geschont oder verletzt. Sandro Wagner ist's egal: "Ich freue mich riesig. Seit ich Fußball spiele, ist es ein absoluter Traum für mich." Entsprechend gut gelaunt stieg er am Düsseldorfer Flughafen am Montagmorgen in den Flieger.

Es ist kein Geheimnis, dass Sandro Wagner, ein Lautsprecher unter medial durchgestylten Fußballern, sich seit Jahren schon für den "mit Abstand besten deutschen Stürmer" hält. Bereits ebenso lange ist Joachim Löw anderer Meinung - jedoch: "Er bringt eine andere Note ins Spiel", sagt der Bundestrainer. Und, ein Grund für sein Umdenken: "Er ist offen, ehrlich und direkt."

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In der Tat. Manchmal schmerzhaft offen. Zum Beispiel, wenn er über Frauenfußball lästert ("Frauen und Fußball - das passt nicht") oder, was deutlich harmloser war, Fußballer als - gemessen am Druck - teilweise unterbezahlt bezeichnet. "Der charmanteste Großkotz des deutschen Fußballs", schrieb die Tageszeitung Die Welt danach.

Damit verglichen, präsentierte sich Sandro Wagner zuletzt geradezu handzahm. "Der Confed Cup ist ja nicht so beliebt bei den meisten", sagte er DFB-gerecht, "aber ich bin ja froh, dass es ihn gibt. Eine super Sache für mich, ich bin sehr, glücklich und dankbar."

Confed Cup: Wagners Chance

Das muss er auch sein: Denn ohne den Confed Cup würde er diese Chance mit 29 kaum bekommen. Ganze drei Weltmeister hat Löw für das Turnier in Russland (17. Juni bis 2. Juli) nominiert - und im Sturm auf Mario Gomez verzichtet. Auch für den Test in Dänemark und das wenig brisante WM-Qualifikationsspiel in Nürnberg gegen San Marino am Samstag. Löws Experiment öffnet ihm die Tür.

Sandro Wagner ist ein aggressiver, körperlicher Spieler, der den Trashtalk pflegt. Anfang April stand nach einem Sturz der obere Teil seines Zeigefinger in groteskem Winkel vom Rest ab. Wagner? Ließ sich den Finger einrenken und machte weiter. Auf elf Saisontore brachte er es für 1899 Hoffenheim - er ist drei Monate älter als sein Trainer Julian Nagelsmann.

Selbstverständlich mangelt es Sandro Wagner jedoch auch heutzutage nicht an Selbstbewusstsein. "Wenn ihr mich sucht", sagte er den Journalisten und Mitspielern nach dem Saisonende, "ich bin bei Joachim Löw!"

Endlich. Sieben Jahre, elf Monate und sieben Tage nach dem 21. Juni 2009.

Sandro Wagner im Steckbrief

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