Samstag, 08.10.2016

Joshua Kimmich spürt keinen größeren Druck durch gute Leistungen

"Ansprüche und Erwartungen verändert"

Joshua Kimmich fühlt sich nach seinen starken Leistungen in der Nationalmannschaft und beim FC Bayern München nicht stärker unter Druck als vorher. Allerdings gab der 21-Jährige im Interview mit dfb.de vor dem WM-Qualifikationsspiel des DFB-Teams gegen Tschechien (Sa., ab 20.45 Uhr im LIVETICKER) zu, dass sich Ansprüche und Erwartungen verändert haben.

Zwar sagte Kimmich: "Der Druck ist nicht größer geworden, denn ich mache mir wahrscheinlich den größten Druck, aber die Aufmerksamkeit hat zugenommen."

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Diese gesteigerte Aufmerksamkeit sei die Folge eines erfolgreichen Jahres: "Ich bin letztes Jahr als Zweitligaspieler zum FC Bayern gekommen, nicht viele haben mich gekannt. Jetzt ist es etwas anderes, ich hab in der letzten Saison einige Spiele gemacht und bin als Nationalspieler von der EM zurückgekommen. Dadurch haben sich auch die Ansprüche und Erwartungen verändert. Dabei bin ich immer noch über jede Minute glücklich, die ich spielen darf."

Torgefahr entwickelt

Zuletzt machte der Mittelfeldspieler durch eine nicht gekannte Torgefährlichkeit von sich reden. Eine Eigenschaft, die durch Kimmichs neue Rolle beim FC Bayern zum Tragen kommt: "Unter Carlo Ancelotti habe ich bislang einen offensiveren Auftrag. Ich spiele nicht mehr in der Verteidigung oder die defensive Sechs, sondern die Acht daneben. Ich versuche, die Wege in den Strafraum öfter zu suchen und zu gehen. Das hat bislang einfach gut funktioniert."

Flexibilität als Pluspunkt

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Seine bislang steile Karriere bezeichnete Kimmich unter anderem als Ergebnis seiner Flexibilität: "Ohne diese Flexibilität hätte mich Pep Guardiola in der letzten Saison wahrscheinlich nicht als Innen- oder Außenverteidiger getestet und dann hätte ich sicherlich auch nicht so viele Einsatzzeiten bekommen und wäre auch nicht Nationalspieler geworden. Es ist für mich sowohl im Verein als auch in der Nationalmannschaft ein Vorteil, dass ich mehrere Positionen spielen kann und so der Trainer mehr Optionen hat, mich einzusetzen."

Darüber hinaus sieht der ehemalige Leipziger jedoch auch seinen unbändigen Ehrgeiz als positives Attribut: "Mich hat es schon als Kind gestört, wenn ich verloren habe. Heute ist es immer noch so. Selbst nach einem verloren Trainingsspiel brauche ich erst einmal ein paar Minuten, manchmal auch Stunden, um das zu verarbeiten. Wenn ich irgendetwas mache, dann mache ich das zu Hundertprozent. Das ist nicht immer ein Vorteil, man darf die Lockerheit nicht verlieren. Mein Ehrgeiz hat mir bislang aber mehr geholfen als geschadet."

Joshua Kimmich im Steckbrief

SPOX

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