DFB-Team: Mesut Özils Rolle in Löws Spielsystem

Definition? Zehner!

Dienstag, 11.10.2016 | 13:44 Uhr
Mesut Özil bestritt bereits 82 Länderspiele für Deutschland
Advertisement
Bundesliga
SaJetzt
Alle Samstags-Highlights: HSV-FCB, BVB, VfB & RBL
Primera División
Live
Villarreal -
Las Palmas
Eredivisie
Live
PSV – Heracles
Serie A
Live
Chievo Verona -
Hellas Verona
Championship
Ipswich -
Norwich
CSL
Guangzhou Evergrande -
Guizhou
Eredivisie
Feyenoord -
Ajax
Premier League
Everton -
Arsenal
Ligue 1
Nizza -
Strassburg
Serie A
Atalanta -
Bologna
Serie A
Benevento -
Florenz
Serie A
AC Mailand -
Genua
Serie A
SPAL -
Sassuolo
Serie A
FC Turin -
AS Rom
Premier League
ZSKA Moskau -
Zenit
Primera División
Celta Vigo -
Atletico Madrid
Ligue 1
Troyes -
Lyon
Premier League
Tottenham -
Liverpool
First Division A
Anderlecht -
Genk
Serie A
Udinese -
Juventus
Premier League
Dynamo Kiew -
Schachtjor Donezk
Primera División
Leganes -
Bilbao
Super Liga
Roter Stern Belgrad -
Lucani
Primera División
Real Madrid -
Eibar
Serie A
Lazio -
Cagliari
Serie A
Sao Paulo -
Flamengo
Ligue 1
Marseille -
PSG
Allsvenskan
Malmö -
AIK
Primera División
Real Sociedad -
Espanyol
Primera División
La Coruna -
Girona
Copa del Rey
Saragossa -
Valencia
Serie A
Inter Mailand -
Sampdoria
League Cup
Arsenal -
Norwich
League Cup
Leicester -
Leeds
League Cup
Swansea -
Man United
League Cup
Man City -
Wolverhampton
Copa del Rey
Murcia -
Barcelona
Copa Libertadores
River Plate -
Lanus
Serie A
Atalanta -
Hellas Verona
First Division A
Genk -
Brügge
Serie A
Bologna -
Lazio
Serie A
Cagliari -
Benevento
Serie A
Chievo -
Milan
Serie A
Florenz -
FC Turin
Serie A
Genua -
Neapel
Serie A
Juventus -
SPAL
Serie A
AS Rom -
Crotone
Serie A
Sassuolo -
Udinese
Premiership
Aberdeen -
Celtic
League Cup
Chelsea -
Everton
League Cup
Tottenham -
West Ham
Coupe de la Ligue
Strasbourg -
Saint-Etienne
Copa del Rey
Elche -
Atletico Madrid
Copa Libertadores
Barcelona SC -
Gremio
Copa Sudamericana
Fluminense -
Flamengo
Copa del Rey
Fuenlabrada -
Real Madrid
Ligue 1
PSG -
Nizza
Championship
Leeds -
Sheffield Utd
A-League
Adelaide Udt – Melbourne City
Primera División
Alaves -
Valencia
Premier League
Man United -
Tottenham
Premiership
Hearts -
Rangers
1. HNL
Dinamo Zagreb -
Rijeka
Premier League
Liverpool -
Huddersfield
Championship
Cardiff -
Millwall
Primera División
Sevilla -
Leganes
Ligue 1
Bordeaux -
Monaco
Serie A
Milan -
Juventus
Premier League
Bournemouth -
Chelsea
Primera División
Atletico Madrid -
Villarreal
Championship
Hull -
Nottingham
Ligue 1
Caen -
Troyes
Ligue 1
Dijon -
Nantes
Ligue 1
Guingamp -
Amiens
Ligue 1
Montpellier -
Rennes
Ligue 1
Strasbourg -
Angers
Premier League
Arsenal -
Swansea (DELAYED)
Primera División
Bilbao -
Barcelona
Serie A
AS Rom -
Bologna
Primeira Liga
Boavista -
Porto
Premier League
Watford -
Stoke (Delayed)
Premier League
West Bromwich – Man City (DELAYED)
Premier League
Crystal Palace -
West Ham (Delayed)
Super Liga
Cacak -
Partizan
CSL
Hebei -
Guangzhou Evergrande
J1 League
Kofu -
Kobe
Primera División
Getafe -
Real Sociedad
Eredivisie
Vitesse -
PSV
Serie A
Benevento -
Lazio
Championship
Birmingham -
Aston Villa
Premier League
Zenit -
Lok Moskau
First Division A
Brügge -
Sint-Truiden
Premier League
Brighton -
Southampton
Ligue 1
Lyon -
Metz
Serie A
Crotone- Florenz
Serie A
Neapel -
Sassuolo
Serie A
Sampdoria -
Chievo Verona
Serie A
SPAL -
Genua
Serie A
Udinese -
Atalanta
Primera División
Girona -
Real Madrid
Ligue 1
Toulouse -
St. Etienne
Premier League
Leicester -
Everton
Primera División
Eibar -
Levante
Serie A
Ponte Preta -
Corinthians
Primera División
Malaga -
Celta Vigo
Serie A
FC Turin -
Cagliari
Ligue 1
Lille -
Marseille
Superliga
Boca Juniors -
Belgrano
Serie A
Hellas Verona – Inter Mailand
Premier League
Burnley -
Newcastle
Primera División
Espanyol -
Real Betis
Primera División
Las Palmas -
La Coruna
Copa Libertadores
Lanus -
River Plate
Championship
Preston -
Aston Villa
Copa Libertadores
Grêmio -
Barcelona
Copa Sudamericana
Flamengo -
Fluminense
A-League
Melbourne City -
Sydney
Ligue 1
Rennes -
Bordeaux Begles
Primera División
Real Betis -
Getafe
Primera División
Valencia -
Leganes
Championship
Bristol -
Cardiff
Premiership
St Johnstone -
Celtic
Championship
Aston Villa -
Sheffield Wednesday
Primera División
Deportivo -
Atletico Madrid
Ligue 1
Angers -
PSG
Serie A
Bologna -
Crotone
Primera División
Alaves -
Espanyol
Championship
Brentford -
Leeds
Ligue 1
Metz -
Lille
Ligue 1
Monaco -
Guingamp
Ligue 1
Montpellier -
Amiens
Ligue 1
Nantes -Toulouse
Ligue 1
Troyes -
Straßburg
Primera División
Barcelona -
Sevilla
Serie A
Genoa -
Sampdoria
Primeira Liga
Porto -
Belenenses

Das Spiel der deutschen Nationalmannschaft wurde zuletzt immer flügellastiger, Mesut Özils dagegen immer weniger. Der Spielmacher des FC Arsenal muss Abstriche machen. Die begünstigen aber zwangsläufig wieder seine zentralen Stärken.

Mesut Özil tickt ein bisschen anders als der gemeine Nationalspieler. In seinem Verständnis einer Fußballkarriere ist noch etwas Kindliches enthalten. Fußball versteht Özil nicht primär als Geschäft, vielmehr ist es für ihn tatsächlich der gelebte Traum.

Özil hat ein großes Bisschen von dem behalten, was jedem kleinen Kicker auf fantastische Art vorschwebt. Ihm bedeuten symbolische Dinge wie die Rückennummer womöglich mehr als die Zahl auf dem Gehaltszettel. "Legenden wie Zinedine Zidane, Diego Maradona oder Pele haben diese Zahl auf dem Rücken getragen, ich bin wirklich glücklich darüber", sagte Özil zuletzt zur Gegebenheit, dass er seit Lukas Podolskis Rücktritt aus der Nationalmannschaft nun auch im DFB-Team die Zehn auf dem Trikot trägt.

Erlebe die WM-Qualifikation Live und auf Abruf auf DAZN. Hol Dir jetzt Deinen Gratismonat

Für ihn ist diese Nummerierung mehr als nur eine Zahl, die sich vermarkten lässt. Özil ist der Meinung, dass sie auch noch viel über seine Rolle in der Mannschaft aussagt. So wie ein Sechser früher klassischerweise noch die Sechs trug, der Mittelstürmer die Neun. So will Özil als Zehner nicht nur Spielmacher heißen, sondern das auch fühlen.

"Alle erwarten von mir das Besondere"

Jetzt ist das aber so eine Sache mit Mesut Özil und der Nationalmannschaft. Vielleicht zuerst die Fakten: Mit 27 Jahren kommt Özil bereits auf 82 Länderspiele für Deutschland. Durch die Partie gegen Tschechien am Samstag überholte er damit Karlheinz Förster, Wolfgang Overath sowie Bernd Schneider.

Damit ist er der erfahrenste Spieler im aktuellen Kader, gefolgt von Thomas Müller mit 80 Einsätzen. Auf stolze 51 Torbeteiligungen (21 Treffer, 30 Vorlagen) hat er es gebracht - Kritik müsste sich da erübrigen.

Aber nein. "Alle erwarten von mir das Besondere, das war schon immer so", sagte Özil zuletzt immer wieder: "Sobald ich kein Tor vorbereitet oder eines selbst geschossen habe, sind viele Menschen enttäuscht." In dieser Hinsicht gehe in der Öffentlichkeit "zu sehr verloren, wie viel ich gelaufen bin, wie viele Pässe ich geschlagen habe".

Andere Rolle als im Ausland

Es scheint tatsächlich oftmals so, als habe sich Özil international ein ganz anderes Standing bei Fans und Experten erarbeitet als das hierzulande der Fall ist. Bei Real und Arsenal war und ist die Position hinter der Spitze perfekt auf ihn zugeschnitten. Özil bewegt sich zwischen den Ketten und hat das Spiel meist vor sich. Häufig hat er die Möglichkeit, das Spiel schnell zu machen, seine Vorderleute steil zu schicken oder selbst in Lücken zu stoßen, um zum Abschluss zu kommen.

Ein solches Selbstverständnis seiner Aufgabe wurde ihm in der Nationalmannschaft aber lange Zeit nicht nahegelegt. In seinen ersten Jahren beim DFB setzte Löw Özil hauptsächlich auf dem Flügel ein. Selbst auf dem Weg zum WM-Triumph 2014 in Brasilien kam Özil kein einziges Mal als Spielgestalter zum Einsatz.

Doch der Lauf zur Grundlinie mit der Flanke als Auftrags-Vollendung, das ist nicht das Spiel des Technikers. Özil will viele Kontakte, Kurzpassspiel, kreative Momente.

Altes Laster: Der Drang nach außen

Es dauerte lange, bis er seine Rolle unter Joachim Löw fand. Der Bundestrainer erkannte, dass Özil auf dem Flügel verschenkt war und von dort nicht den Input liefern konnte, wie er es in der Mitte des Spielfeldes tut. Löw reagierte: In seinen 20 Länderspielen nach der WM musste Özil nur noch drei Mal auf dem Flügel ran - zumindest theoretisch.

Denn Özil tat sich noch während der EM schwer damit, seine Spielmacher-Rolle als Position im Zentrum wahrzunehmen. Immer wieder wich er im deutschen Spiel auf die Flügel aus. Er holte sich den Ball fast an der Außenlinie ab, um ins Spiel eingebunden zu sein - auch, weil Deutschland auf den Außenpositionen nicht genug Druck entwickelte. Özil wollte seine Mitspieler unterstützen und dabei das Spiel an sich reißen.

Doch seine zentralen Stärken konnte er von dort nicht dauerhaft einbringen. Er schlug vermehrt Flanken aus den Halbräumen oder dribbelte sich auf dem Flügel fest. Im Zentrum, dem eigentlich gefährlichen Raum, fehlte er.

Selbst bei der Europameisterschaft in Frankreich interpretierte er seine Position eher in den Halbräumen, Tendenz in Richtung Spielfeldbegrenzung. Die Heatmap vom Viertelfinale gegen Italien zeigt beispielhaft, dass es Özil links und rechts sehr weit nach außen zog - und dass er nur wenige Aktionen in der Spielfeldmitte hatte.

Heatmap: Mesut Özils Aktionsräume gegen Italien bei der EM

Neue Ausrichtung im DFB-Team - auch für Özil

"Damals", erklärte Löw und meint damit eigentlich die vergangenen beiden Jahre, "war unsere Spielweise anders angelegt. Wir hatten nicht die hohen Außenverteidiger. Das ergab eine ganz andere Spieleröffnung." Tatsächlich hat sich durch das hohe Aufrücken von Joshua Kimmich und Jonas Hector deutlich etwas verändert. Das deutsche Spiel ist viel flügellastiger geworden - Diagonalbälle hin oder her.

Dadurch, dass die offensiven Flanken bei eigenem Ballbesitz permanent besetzt sind und das Spiel so entzerrt wird, muss Özil gar nicht mehr so extrem nach außen schieben. Ballaktionen hat er wieder vermehrt in der Zentrale, im Schnitt sogar mehr als zuvor: Während Özil bei der EM auf 69 Pässe pro Spiel kam, waren es in den beiden WM-Quali-Spielen durchschnittlich schon 81. Löws neue System-Ausrichtung macht sich auch für Einzelne bemerkbar.

Alle Spiele und Termine: Der DFB-Fahrplan bis zur WM 2018 in Russland

Das bestätigt auch wieder der Blick auf die Heatmaps. Gegen Tschechien war beispielsweise deutlich erkennbar, dass Özil den rechten Flügel komplett Kimmich überließ. Seine eigenen Aktionen hatte er im Zentrum, hauptsächlich zwischen den beiden Strafraumkanten.

Heatmap: Mesut Özils Aktionsräume gegen Tschechien in der WM-Quali

Rückennummer ist die beste Definition

Özil gefiel am Samstag in seiner Rolle. Er wirkte zwischen den Reihen sehr dynamisch, spielte klare und gefährliche Pässe und das vor allem vertikaler als er es im DFB-Team lange von den Flügeln aus tat. Das 1:0 bereitete er vor, auch beim 3:0 ermöglichte er Hector durch einen genialen Ball erst dessen Torvorlage.

Die Zehn auf dem Rücken mag zwar nur ein Symbol sein, doch sie definiert Özils Position in der Nationalmannschaft besser denn je. Er selbst will es genau so.

"Es freut mich, dass es im Moment sehr gut läuft", sagte Özil anschließend und war auch nicht unglücklich darüber, dass er selbst nicht getroffen hatte: "Ich gebe ja lieber Assists, als selbst zu schießen." Womöglich kann er zukünftig beides noch häufiger tun.

Alles zum DFB-Team

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung