Löw erwartet Leistungssteigerung bei Podolski

Kein "Treue-Bonus" für alle Zeit

SID
Sonntag, 22.03.2015 | 09:41 Uhr
Joachim Löw setzt immer wieder große Stücke auf Lukas Podolski
© getty
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Bundestrainer Joachim Löw vertraut trotz Formschwäche weiter auf Weltmeister Lukas Podolski, erwartet aber in Zukunft eine Leistungssteigerung. Zudem äußerte er sich zum aktuellen Dopingskandal.

"Lukas war in den letzten zehn Jahren immer mit ganzem Herzen bei der Nationalmannschaft und hat unheimlich viel für Deutschland geleistet. Das ist für mich schon ein großer Wert", sagte der 55-Jährige am Samstagabend im ZDF-Sportstudio: "Wenn er im Moment ein wenig Probleme hat, hat er von mir alle Unterstützung. In der neuen Saison zählt aber nur die Leistung. Ein Treue-Bonus für alle Zeit gibt es nicht."

Die deutsche Nationalmannschaft empfängt am Mittwoch in Kaiserslautern Asienmeister Australien (20.30 Uhr im LIVE-TICKER) zum Länderspiel, ehe Löws Team in der EM-Qualifikation bei Außenseiter Georgien am 29. März (18.00 Uhr im LIVE-TICKER) spielt.

Wie es für Löw, der seinen Vertrag beim DFB in der letzten Woche bis 2018 verlängert hatte, nach seiner Karriere als Bundestrainer weitergeht, ließ er weiter nicht durchblicken.

"Es macht für mich keinen Sinn, sportlich so weit vorauszudenken. Aber ich kann mir schon vorstellen, irgendwann nochmal eine Vereinsmannschaft zu trainieren", sagte er, grundsätzlich fände er den spanischen Fußball "wahnsinnig interessant, weil der so ein bisschen meiner Philosophie entspricht."

Anabolika nutze im Fußball

Auch zum Thema Doping und den umstrittenen Freiburger Mediziner Armin Klümper äußerte sich Löw: "Natürlich war ich das ein oder andere Mal da", sagte Löw. Er habe "mit 18, 19 Jahren aber nicht getraut, nachzufragen und zu sagen, ich möchte das im Labor prüfen lassen", welche Mittel er da bekomme: "Mein Vertrauen in diesen Berufsstand Arzt war immens groß."

Zudem habe er definitiv keinen systematischen Aufbau mit irgendwelchen Mitteln betrieben: "Ich habe ärztliche Hilfe in Anspruch genommen, wenn ich verletzt war. Das macht für mich schon einen großen Unterschied", äußerte der 55-Jährige.

Die von vielen schutzhafte Behauptung, Doping im Fußball nütze nichts, bestritt der Bundestrainer jedenfalls: "Das verstehe ich nicht. Heute weiß man, dass vor allem Anabolika im Fußball schon etwas bringen könnte. Für den Einzelnen bringt das wahrscheinlich schon was. Von daher muss das mit allen Mitteln bekämpft werden."

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