Freitag, 20.03.2015

FIFA-Sitzung in Zürich

Die große Sepp-Blatter-Show

Schöne heile FIFA-Welt: Trotz aller Krisen des Fußball-Weltverbands - in der Machtzentrale auf dem Zürichberg existieren keine Probleme. Tote in Katar? Krieg in der Ukraine? Herausforderer bei der Wahl im Sommer? Präsident Joseph S. Blatter wischte am Freitagmittag alle Zweifel beiseite. Es war wieder einmal eine große Blatter-Show.

Jospeh Blatter scheint sich seiner Wiederwahl zum FIFA-Präsidenten sicher
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Jospeh Blatter scheint sich seiner Wiederwahl zum FIFA-Präsidenten sicher

"Ich führe keine Wahlkampagne, ich mache meinen Job als Präsident", sagte der 79-jährige Schweizer, als er nach seinen Vorstellungen für die Präsidenten-Wahl am 29. Mai in Zürich gefragt wurde.

Die drei Gegenkandidaten Prinz Ali bin Al Hussein (39), Luis Figo (42) und Michael van Praag (67) hatten zuvor eifrig die Werbetrommel gerührt. "Mein Manifest ist die Arbeit, die ich in den letzten Jahren für die FIFA geleistet habe", sagte Blatter. Und die ist, meint der FIFA-Boss, der seit 40 Jahren für den Weltfußball arbeitet, exzellent.

Mit der Verlegung der Katar-WM 2022 in die Wintermonate, das Finale steigt am vierten Advent (18. Dezember), hatte sich das FIFA-Exekutivkomitee am Donnerstagabend der drängendsten Frage entledigt. Die nach der Lage in der Ostukraine und mögliche Konsequenzen für den WM-Gastgeber 2018 Russland wurde wie immer beantwortet.

"Fußball wird respektiert"

"Die WM wird in Russland stattfinden. Das ist sicher. Ein Boykott einer WM oder irgendeiner Sportveranstaltung führte noch nie zu einer Lösung", sagte der Schweizer und zeigte sich "sehr glücklich", dass die "jüngsten Nachrichten aus Deutschland" sofort von der Führung des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) in Person des Präsidenten Thomas Bach und seitens des DFB-Bosses Wolfgang Niersbach beantwortet worden seien: "Nein zu einem Boykott."

Die höchsten Siege unter Löw
Unter Joachim Löw entwickelte die Nationalmannschaft eine offensiven Spielstil, der im Sommer 2014 mit WM-Titel gekrönt wurde. SPOX zeigt die fulminantesten Siege in der Ära Löw
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Unter Joachim Löw entwickelte die Nationalmannschaft eine offensiven Spielstil, der im Sommer 2014 mit WM-Titel gekrönt wurde. SPOX zeigt die fulminantesten Siege in der Ära Löw
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Platz 12: u.a. Deutschland - Argentinien 4:0, 3. Juli 2010
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Platz 12: u.a. Deutschland - Argentinien 4:0, 3. Juli 2010
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Platz 7: Deutschland - Österreich 6:1, 2. September 2011
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Platz 7: Deutschland - Österreich 6:1, 2. September 2011
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Platz 7: Deutschland - Armenien 6:1, 6. Juni 2014
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Platz 7: Deutschland - Armenien 6:1, 6. Juni 2014
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Platz 7: Irland - Deutschland 1:6, 12. Oktober 2012
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Platz 7: Irland - Deutschland 1:6, 12. Oktober 2012
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Platz 7: Deutschland - Aserbaidschan 6:1, 7. September 2010
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Platz 7: Deutschland - Aserbaidschan 6:1, 7. September 2010
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Platz 7: VAE - Deutschland 2:7, 2. Juni 200
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Platz 7: VAE - Deutschland 2:7, 2. Juni 200
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Platz 4: Liechtenstein - Deutschland 0:6, 6. September 2008
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Platz 4: Liechtenstein - Deutschland 0:6, 6. September 2008
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Platz 4: Deutschland - San Marino 6:0, 2. Juni 2007
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Platz 4: Deutschland - San Marino 6:0, 2. Juni 2007
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Platz 4: Brasilien - Deutschland 1:7, 8. Juli 2014
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Platz 4: Brasilien - Deutschland 1:7, 8. Juli 2014
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Platz 3: Gibraltar - Deutschland 0:7, 13.06.2015
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Platz 3: Gibraltar - Deutschland 0:7, 13.06.2015
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Platz 2: San Marino - Deutschland 0:8, 11. November 2012
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Platz 2: San Marino - Deutschland 0:8, 11. November 2012
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Platz 1: San Marino - Deutschland 0:13, 6. September 2006
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Platz 1: San Marino - Deutschland 0:13, 6. September 2006
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Nein - das sagt Blatter auch zu allen Konflikten. Er äußerte seine Zuversicht, dass die WM zu einer "Stabilisierung der Region führen wird, die sehr leidet". Fußball sei stärker als jede andere Bewegung. "In all diesen Ländern, in denen es kriegerische Auseinandersetzungen gibt, wird Fußball gespielt", verkündete er: "Fußball wird respektiert und weckt Hoffnung." Fußball kann alles!

Blatter: "Wir kommen weiter"

In Katar sei dies schon zu spüren. "Wir haben beruhigende, positive Informationen erhalten. Katar spielt mit offenen Karten, es gibt eine Politik der offenen Tür", sagte Blatter, der am vergangenen Wochenende den Emir des Wüstenemirats besucht hatte: "Der stellvertretende Bundeskanzler Sigmar Gabriel war gerade dort, und auch er hat sich in seinem offiziellen Bericht positiv geäußert. Aber kaum hat er das gesagt, wird das negativ gedeutet." Er sei sich sicher, es würden Fortschritte erzielt, sagte Blatter: "Wir kommen weiter."

Dennoch wird es künftig eine Überwachung geben. "Der Emir bat um eine Vertretung der FIFA, um diese Arbeiten zu begleiten. Diese Person könnte dann immer auf die Baustellen gehen, um diese zu überwachen und zu kontrollieren. Wir dürfen uns dazu in Katar frei bewegen", sagte Blatter.

Baustellen in Kater beobachtet

Berichte über menschenunwürdige Zustände auf Baustellen im WM-Gastgeberland hatten in den vergangenen Jahren Empörung ausgelöst. Tausende Arbeiter sind Menschenrechtsorganisationen zufolge an den Folgen sklavereiähnlicher Bedingungen gestorben.

"Auf den Baustellen der bisherigen fünf Stadien haben wir Arbeitsbedingungen, die besser sind als auf irgendeiner anderen Baustelle in Katar", sagte FIFA-Generalsekretär Jérôme Valcke. Der Emir des Wüstenemirats habe Blatter gesagt, dass diese Baustellen "die Messlatte" sein sollen. "Wir verfolgen das sehr genau und achten darauf, dass der Standard eingehalten wird", sagte Valcke.


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