DFB-Kapitän Lahm widerspricht Bayern-Präsident

"Ich akzeptiere das Urteil von Uli Hoeneß nicht"

Von Henning Klefisch
Montag, 15.10.2012 | 10:59 Uhr
Scheut sich nicht davor, den großen Namen zu widersprechen: Philipp Lahm
© spox
Advertisement
Boxen
So27 Aug
Mayweather vs. McGregor - AUF DAZN!
Bundesliga
Fr23:00
Die Highlights des Eröffnungsspiels: FCB-B04
Primera División
Leganes -
Alaves
First Division A
Lüttich -
Zulte Waregem
Ligue 1
Metz -
Monaco
Championship
Burton Albion -
Birmingham
Primera División
Valencia -
Las Palmas
J1 League
Gamba -
Kashiwa
Championship
Sheffield Utd -
Barnsley
Premier League
Swansea -
Man United
CSL
Shanghai Shenua -
Guangzhou Evergrande
Premier League
Liverpool -
Crystal Palace
Ligue 1
Lyon -
Bordeaux
Serie A
Juventus -
Cagliari
Primera División
Celta Vigo -
Real Sociedad
Premier League
Stoke -
Arsenal
Championship
Sunderland -
Leeds
Ligue 1
Troyes -
Nantes
Primera División
Girona -
Atletico Madrid
Premier League
Leicester -
Brighton (Delayed)
Serie A
Hellas Verona -
Neapel
Primeira Liga
Benfica -
Belenenses
Primera División
Sevilla -
Espanyol
Premier League
Burnley -
West Bromwich (DELAYED)
Premier League
Bournemouth -
Watford (Delayed)
Premier League
West Ham -
FC Southampton
J1 League
Kobe -
Yokohama
Eredivisie
Excelsior -
Feyenoord
CSL
Guangzhou -
Shandong Luneng
Eredivisie
Ajax -
Groningen
Premier League
Huddersfield -
Newcastle
Ligue 1
Lille -
Caen
Ligue 1
Marseille -
Angers
Premier League
Tottenham -
Chelsea
Serie A
Atalanta -
AS Rom
Primera División
Bilbao -
Getafe
Primeira Liga
Porto -
Moreirense
Primera División
Barcelona -
Betis
Serie A
Bologna -
FC Turin
Serie A
Crotone -
AC Mailand
Serie A
Inter Mailand -
Florenz
Serie A
Lazio -
Ferrara
Serie A
Sampdoria -
Benevento
Serie A
Sassuolo -
Genua
Serie A
Udinese -
Chievo
Ligue 1
PSG -
Toulouse
Primera División
Deportivo -
Real Madrid
Serie A
Palmeiras -
Chapecoense
Primera División
Levante -
Villarreal
Premier League
Manchester City -
Everton
Primera División
Malaga -
Eibar
League Cup
Sheffield Utd -
Leicester
League Cup
Blackburn -
Burnley
League Cup
Cheltenham -
West Ham
Ligue 1
PSG -
Saint-Étienne
Championship
Bristol City -
Aston Villa
J1 League
Iwata -
Kobe
J1 League
Cerezo Osaka -
Kashima
Premier League
Bournemouth -
Manchester City
Championship
Burton -
Sheffield Wednesday
Ligue 1
Nantes -
Lyon
Serie A
Benevento -
Bologna
Serie A
Genua -
Juventus
Primera División
Alaves -
Barcelona
Premier League
Manchester United -
Leicester
Championship
Nottingham -
Leeds
Ligue 1
Amiens -
Nizza
Ligue 1
Bordeaux -
Troyes
Ligue 1
Caen -
Metz
Ligue 1
Dijon -
Montpellier
Ligue 1
Toulouse -
Rennes
Premier League
Huddersfield -
Southampton (Delayed)
Serie A
AS Rom -
Inter Mailand
Primeira Liga
Rio Ave -
Benfica
Eredivisie
Feyenoord -
Willem II
Premier League
Chelsea -
Everton
Ligue 1
Guingamp -
Strasbourg
Premiership
Ross County -
Rangers
Ligue 1
Angers -
Lille
Premier League
Liverpool -
Arsenal
Allsvenskan
Malmö -
Göteborg
First Division A
Gent -
Anderlecht
Serie A
Turin -
Sassuolo
Premier League
Zenit -
Rostow
Serie A
Chievo Verona -
Lazio
Serie A
Crotone -
Hellas Verona
Serie A
Florenz -
Genua
Serie A
AC Mailand- Cagliari
Serie A
Neapel -
Atalanta
Serie A
Spal -
Udinese
Ligue 1
Monaco -
Marseille
Primeira Liga
Braga -
Porto
Primera División
Real Madrid -
Valencia

Nachdem die Halbfinal-Niederlage gegen der deutschen Nationalmannschaft gegen Italien bei der EM 2012 für bundesweite Enttäuschung gesorgt hatte, hagelte es Kritik von allen Seiten. Der überzeugende 6:1-Sieg in Irland beruhigte die Gemüter - der perfekte Zeitpunkt für Kapitän Philipp Lahm, um die EM-Schelte einzuordnen.

Selten zuvor unter der Ägide von Bundestrainer Joachim Löw gab es so viele negative Stimmen wie nach dem Halbfinal-Aus bei der EM in Polen und der Ukraine gegen Italien. Über die teils heftige Kritik meint Lahm im Rückblick gegenüber dem "Kicker": "Vieles sehe ich dabei auch als Lob, weil von uns viel erwartet und uns auch der Titel zugetraut wurde. Wenn man dann im Halbfinale ausscheidet, ist die Enttäuschung groß. Kritik ist da ganz normal."

Dennoch teilt der Spielführer keinesfalls die Meinung, dass das DFB-Team überschätzt worden ist. Vielmehr sieht er den Status "Titelkandidat" als logischen Schritt: "Wir haben wieder um den Titel mitgespielt, und es hängt oft an Nuancen, ob man ins Finale einzieht. Ob wir dann Spanien geschlagen hätten, weiß man nicht. Spanien ist eine Jahrhundertmannschaft, wahrscheinlich die beste Nationalmannschaft, die es je gegeben hat. Dass wir zu den Mitfavoriten zählten, war ganz normal, nach der Entwicklung der Vorjahre."

Widerspruch gegen Hoeneß

Uli Hoeneß hat sich zuletzt mit harschen Worten über die Leistung des Teams geäußert: "Unsere Nationalmannschaft war die gesamte EM hindurch nicht gut." Zu dieser Aussage erklärt Lahm: "Dieses Urteil akzeptiere ich nicht. Wir haben bei der EM vier Spiele gewonnen und Griechenland im Viertelfinale geschlagen. Wir wissen alle, das es wichtig ist, Ergebnisse zu erzielen. Diese Aussage von Uli Hoeneß kann ich nicht akzeptieren."

Das Erfolgsrezept für die Zukunft liegt seiner Meinung nach in der Organisation der Mannschaft: "Wir brauchen wieder eine bessere Ordnung, damit haben wir in Irland schon angefangen. Daran arbeiten wir tagtäglich. Die Grundlagen sind eine gute defensive Ordnung und Kreativiät nach vorne." Im Halbfinale sei der Gegner "taktisch cleverer" gewesen.

"Stimmung war schon mal besser"

Zustimmung gab es stattdessen für die Kritik von Bastian Schweinsteiger, der einige Tage zuvor die schlechte Stimmung bei der EM angesprochen hatte: Bei Toren seien nicht alle Ersatzspieler aufgesprungen. Dazu Lahm: Bastian hat als erfahrener Spieler [...] das gute Recht, Dinge, die ihm auffallen, anzusprechen. Das gehört dazu."

Die Meinung seines Teamkollegen vom FC Bayern kann er nachvollziehen: "Die Stimmung war schon mal besser als bei der EURO. [...] Man muss alles der Mannschaft unterordnen. Es gehört sicher dazu, dass Spieler unzufrieden sind, [...] aber man muss sich selbst hintenanstellen in einem Turnier."

Philipp Lahm im Steckbrief

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung