Donnerstag, 18.11.2010

Rückblick auf das DFB-Jahr 2010

Made in Germany

Die deutsche Nationalmannschaft hat eines der aufregendsten Jahre ihrer Geschichte hingelegt, mit Höhen und Tiefen und der wichtigsten aller Erkenntnisse: Das gesamte Team ist mit der richtigen Philosophie auf dem richtigen Weg - aber eben auch noch nicht am Ziel. Eine Zusammenfassung.

Die deutsche Nationalmannschaft wurde bei der WM in diesem Jahr Dritter
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Die deutsche Nationalmannschaft wurde bei der WM in diesem Jahr Dritter

Die Spielanlage: Joachim Löws und sein Trainerteam haben dem schleichenden Wandel im Weltfußball Rechnung getragen und sich auf das derzeit am häufigsten praktizierte 4-2-3-1-System verständigt.

Früher wandte Löw die Formation nur in den wichtigen Spielen an (EM-Viertelfinale gegen Portugal, WM-Qualifikation gegen Russland), mittlerweile ist sie Standard. An der grundsätzlich offensiven Ausrichtung hat sich nichts verändert. Allerdings hat Löw besonders den überfallartigen Konterfußball kultiviert.

Mit dem entsprechenden Fundus an Spielern ist Deutschland in dieser Disziplin ein Maßstab für die Konkurrenz. Die Mannschaft hat allerdings immer noch Schwierigkeiten mit Gegnern, die extrem tief stehen und Deutschland komplett die Spielgestaltung überlassen.

Umstrukturierung und Teamgeist: Es gab schwere Rückschläge in dieser Saison, vor allen Dingen personeller Natur. Aber auch mit Bedacht gewählte Maßnahmen, die generelle Veränderungen mit sich brachten. Löw sortierte Torsten Frings aus. Vielleicht hat der Bundestrainer den dauernörgelnden Frings zu lange hingehalten, in der Sache war die Nichtnominierung für die WM aber richtig.

Der Ausfall von Michael Ballack führte erst zu kurzer Tristesse, erweckte dann aber letztlich auch mit jenen Zusammenhalt und das Jetzt-erst-recht-Gefühl, mit dem eine verschworene Gemeinschaft Großes erreichen kann.

Im Halbfinale gegen Spanien standen fünf Spieler, die zwei Jahre zuvor im EM-Finale gegen die Iberer noch nicht dabei waren. Der Übergang verlief dabei reibungslos und sanft und führte am Ende zu einer weiteren Steigerung der Qualität innerhalb der Mannschaft.

Die Kontinuität: Deutschland hat als einzige der großen Nationen auch nach einem kompletten WM-Zyklus von vier Jahren immer noch denselben Trainer in der Verantwortung. Der DFB verfolgt damit seit Jahren schon einen bestimmten Plan, muss seine Ausrichtung nicht ständig einem neuen starken Mann unterordnen.

"Fußball, Made in Germany" hat Joachim Löw das Jahr 2010 getauft. Ein Qualitätsmerkmal, das ohne den Vorlauf von vier Jahren in der Form nicht möglich gewesen wäre. An der personell gut besetzten, aber konzeptionell schwach geführten Konkurrenz sieht man die Unterschiede.

Löws neue Stärke: Im Februar roch es nach der großen Explosion und dem frühzeitigen Ende der Liaison - Ende des Jahres versprüht der Bundestrainer so viel Charisma und Stärke wie noch nie. DFB-Präsident Dr. Theo Zwanziger drängte Löw im Rahmen der angestrebten Vertragsverlängerungen des Bundestrainers (samt Trainerstab) und von Teammanager Oliver Bierhoff mit einem überzogenen Ultimatum in die Schmuddelecke.

Kurz vor der WM schien je nach Ausgang des Turniers alles möglich: Dass Löw entlassen wird, dass er von sich aus hinwirft oder dass er doch noch einmal um zwei weitere Jahre bis 2012 verlängert. Aber es war auch schon ersichtlich, dass Löw autark vom Verband seine Vision durchdrücken will und wird.

Jeder einzelne Sieg in Südafrika und die enorme Popularität von Mannschaft und Trainer daheim in Deutschland ließen Zwanziger überspitzt gesagt zu Kreuze kriechen. Am Ende konnte der Präsident gar nicht mehr anders, als um einen Verbleib Löws zu betteln und zumindest teilweise dessen Forderungen zu akzeptieren.

Löw geht als klarer Sieger aus dem Machtkampf hervor und ist Ende 2010 so unumstritten wie noch nie in seiner Funktion als Bundestrainer.

DFB-Team: Das war 2010
Rückblick aufs Länderspieljahr: Beginnen wollen wir aber nicht mit dem Höhepunkt, der WM, zu der Jerome Boateng und Co. gerade eintreffen
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Rückblick aufs Länderspieljahr: Beginnen wollen wir aber nicht mit dem Höhepunkt, der WM, zu der Jerome Boateng und Co. gerade eintreffen
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Nein, hübsch chronologisch soll's zugehen. Also mit dem ersten Länderspiel der Saison, bei dem Toni Kroos (l.) sein Debüt im A-Team gab
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Nein, hübsch chronologisch soll's zugehen. Also mit dem ersten Länderspiel der Saison, bei dem Toni Kroos (l.) sein Debüt im A-Team gab
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Am 3. März war das in München gegen Argentinien. Ein gewisser Thomas Müller hatte auch sein erstes Mal - und das tut bekanntlich...
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Am 3. März war das in München gegen Argentinien. Ein gewisser Thomas Müller hatte auch sein erstes Mal - und das tut bekanntlich...
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Die Gäste aus Argentinien gewannen mit 1:0 durch ein Tor von Gonzalo Higuain (M.). Prima Start, also ehrlich...
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Die Gäste aus Argentinien gewannen mit 1:0 durch ein Tor von Gonzalo Higuain (M.). Prima Start, also ehrlich...
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Am 13. Mai spielte Deutschland gegen Malta und gewann 3:0. Neben Reinartz (Nr. 18) und Großkreutz (22) debütierten auch Aogo und Hummels
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Am 13. Mai spielte Deutschland gegen Malta und gewann 3:0. Neben Reinartz (Nr. 18) und Großkreutz (22) debütierten auch Aogo und Hummels
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Nur zwei Tage später trat dann Kevin-Prince Boateng Michael Ballack im FA-Cup-Finale so übel, dass der Capitano für die WM ausfiel
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Nur zwei Tage später trat dann Kevin-Prince Boateng Michael Ballack im FA-Cup-Finale so übel, dass der Capitano für die WM ausfiel
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Kapitän wurde dann mit Philipp Lahm der kleinste Mann an Bord, der in seinem Amt aber Rückgrat zeigte
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Kapitän wurde dann mit Philipp Lahm der kleinste Mann an Bord, der in seinem Amt aber Rückgrat zeigte
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Dann ging's weiter nach Sizilien ins erste WM-Trainingslager, wo sich Piotr Trochowski auf Händen tragen ließ
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Dann ging's weiter nach Sizilien ins erste WM-Trainingslager, wo sich Piotr Trochowski auf Händen tragen ließ
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Sein zweites WM-Camp schlug der DFB in Südtirol auf: Per Mertesacker führt eine kleine Ausreißergruppe auf irgendeinen Berg
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Sein zweites WM-Camp schlug der DFB in Südtirol auf: Per Mertesacker führt eine kleine Ausreißergruppe auf irgendeinen Berg
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Dort schaute dann Reinhold Messner vorbei und glänzte mit einer A-Capella-Version seines 2006er Hits "Dieser Weg"
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Dort schaute dann Reinhold Messner vorbei und glänzte mit einer A-Capella-Version seines 2006er Hits "Dieser Weg"
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Zwischendurch ging's nach Budapest, wo Ungarn 3:0 besiegt wurde, Badstuber debütierte und Khedira (M.) die Ballack-Rolle neu erfand
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Zwischendurch ging's nach Budapest, wo Ungarn 3:0 besiegt wurde, Badstuber debütierte und Khedira (M.) die Ballack-Rolle neu erfand
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Zurück in Deutschland verabschiedete man sich mit einem 3:1 gegen Bosnien-Herzegowina am 3.6. in Frankfurt Richtung Südafrika
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Zurück in Deutschland verabschiedete man sich mit einem 3:1 gegen Bosnien-Herzegowina am 3.6. in Frankfurt Richtung Südafrika
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Ein hübsches Quartier hatte Oliver Bierhoff ausgesucht: Die Hotel-Anlage Velmore Grande in der Nähe von Pretoria
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Ein hübsches Quartier hatte Oliver Bierhoff ausgesucht: Die Hotel-Anlage Velmore Grande in der Nähe von Pretoria
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Das Gleiche noch mal - nur diesmal von oben
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Das Gleiche noch mal - nur diesmal von oben
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Die Nasszellen...
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Die Nasszellen...
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Aber zum Fußball und zum ersten Gruppenspiel. Australien wird in Durban 4:0 weggemacht. Thomas Müller hier mit dem dritten Tor
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Aber zum Fußball und zum ersten Gruppenspiel. Australien wird in Durban 4:0 weggemacht. Thomas Müller hier mit dem dritten Tor
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In Deutschland ist schon längst wieder die Hölle los. Als wäre 2006 erst gestern gewesen und die WM nicht 8000 Kilometer weit weg
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In Deutschland ist schon längst wieder die Hölle los. Als wäre 2006 erst gestern gewesen und die WM nicht 8000 Kilometer weit weg
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Vielleicht war's gar nicht schlecht, dass Spiel 2 den Euphorie-Dämpfer brachte. 0:1 gegen Serbien und Gelb-Rot für Miro Klose
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Vielleicht war's gar nicht schlecht, dass Spiel 2 den Euphorie-Dämpfer brachte. 0:1 gegen Serbien und Gelb-Rot für Miro Klose
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Die Freude über das spannende Gruppenendspiel und das Traumtor von Mesut Özil zum 1:0 gegen Ghana wären nicht so groß gewesen
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Die Freude über das spannende Gruppenendspiel und das Traumtor von Mesut Özil zum 1:0 gegen Ghana wären nicht so groß gewesen
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Am meisten freute sich Holger Badstuber, der auf seinem im Handgepäck nach Afrika geschmuggelten Ofen die Gegend unsicher machte
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Am meisten freute sich Holger Badstuber, der auf seinem im Handgepäck nach Afrika geschmuggelten Ofen die Gegend unsicher machte
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Achtelfinale gegen England in Bloemfontein: Manuel Neuer guckt Lampards Schuss nach, und der Schiri sagt "no good". Schwein gehabt...
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Achtelfinale gegen England in Bloemfontein: Manuel Neuer guckt Lampards Schuss nach, und der Schiri sagt "no good". Schwein gehabt...
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Und dann war da noch Müller, der der englischen Traber-Innung ein Gefühl von Geschwindigkeit vermittelte - zum besseren Verständnis gleich zweimal
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Und dann war da noch Müller, der der englischen Traber-Innung ein Gefühl von Geschwindigkeit vermittelte - zum besseren Verständnis gleich zweimal
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Deutschland gewann 4:1 gegen die Three Lions und ganz England versank in Pappbechern und Schokoriegeleinwickelpapier
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Deutschland gewann 4:1 gegen die Three Lions und ganz England versank in Pappbechern und Schokoriegeleinwickelpapier
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Im Viertelfinale ging's gegen Argentinien. Die Hellblau-Weißen um Leo Messi galten als Titelfavorit und waren davon sowas von überzeugt
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Im Viertelfinale ging's gegen Argentinien. Die Hellblau-Weißen um Leo Messi galten als Titelfavorit und waren davon sowas von überzeugt
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Doch angeführt von Bastian Schweinsteiger zeigte die DFB-Elf den Südamerikanern, wo der Hammer hängt. 4:0! Immer noch kaum zu glauben
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Doch angeführt von Bastian Schweinsteiger zeigte die DFB-Elf den Südamerikanern, wo der Hammer hängt. 4:0! Immer noch kaum zu glauben
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Für Diego Maradona war die Demontage der Anfang vom Ende. Jogi Löw und sein topmodischer Pulli zogen hingegen ins Halbfinale weiter
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Für Diego Maradona war die Demontage der Anfang vom Ende. Jogi Löw und sein topmodischer Pulli zogen hingegen ins Halbfinale weiter
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Auf dem Halbfinale in Durban gegen Spanien wollen wir nicht unnötig rumreiten. Hier köpft Puyol (der Fünfer) das 1:0. Und es war verdient
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Auf dem Halbfinale in Durban gegen Spanien wollen wir nicht unnötig rumreiten. Hier köpft Puyol (der Fünfer) das 1:0. Und es war verdient
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Wie 2006 fühlte man sich da. Nach begeisternden Spielen wieder im Halbfinale an einem abgezockteren Gegner gescheitert. Puuuuuh...
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Wie 2006 fühlte man sich da. Nach begeisternden Spielen wieder im Halbfinale an einem abgezockteren Gegner gescheitert. Puuuuuh...
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Dann halt Dritter! Sami Khedira köpft in einer sehr unterhaltsamen Partie gegen die tollen Uruguayer zum 3:2-Endstand ein
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Dann halt Dritter! Sami Khedira köpft in einer sehr unterhaltsamen Partie gegen die tollen Uruguayer zum 3:2-Endstand ein
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Der DFB-Tross feiert. Wie sich das junge Team in Südafrika präsentierte, war vorbildlich. Der Fußball über große Strecken mitreißend und von allererster Güte
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Der DFB-Tross feiert. Wie sich das junge Team in Südafrika präsentierte, war vorbildlich. Der Fußball über große Strecken mitreißend und von allererster Güte
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2006 feierten 2,7 Millionen Deutschland-Fans das Team auf den Straßen Berlins. Diesmal wünschte man sich "schönen Urlaub" am Frankfurter Flughafen
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2006 feierten 2,7 Millionen Deutschland-Fans das Team auf den Straßen Berlins. Diesmal wünschte man sich "schönen Urlaub" am Frankfurter Flughafen
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11.8.: Deutschland und Dänemark spielen 2:2. Für viele ist der Kick in Kopenhagen das sinnloseste Fußballspiel aller Zeiten
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11.8.: Deutschland und Dänemark spielen 2:2. Für viele ist der Kick in Kopenhagen das sinnloseste Fußballspiel aller Zeiten
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Sinnvoller ist es allemal, gut in die EM-Qualifikation zu starten. Miro Klose macht den 1:0-Sieg in Belgien am 3. September klar
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Sinnvoller ist es allemal, gut in die EM-Qualifikation zu starten. Miro Klose macht den 1:0-Sieg in Belgien am 3. September klar
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Die deutsche Nationalmannschaft ist wieder zuhause. Am 7.9. gibt's in Köln ein 6:1 gegen Aserbaidschan. Badstuber köpft zum 5:1 ein
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Die deutsche Nationalmannschaft ist wieder zuhause. Am 7.9. gibt's in Köln ein 6:1 gegen Aserbaidschan. Badstuber köpft zum 5:1 ein
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Dann der Kracher in Berlin: Am 8. Oktober empfängt Deutschland die Türkei zum Kracherspiel der Quali
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Dann der Kracher in Berlin: Am 8. Oktober empfängt Deutschland die Türkei zum Kracherspiel der Quali
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Ausgerechnet Özil, den die Türken so gern in ihrem Trikot sehen würden, besorgt mit dem 2:0 die Vorentscheidung. Endstand: 3:0
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Ausgerechnet Özil, den die Türken so gern in ihrem Trikot sehen würden, besorgt mit dem 2:0 die Vorentscheidung. Endstand: 3:0
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Anschließend gibt's Lob von der Chefin: für das Tor und dafür, dass er aus Respekt vor den Türken auf den Jubel danach verzichtet hat
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Anschließend gibt's Lob von der Chefin: für das Tor und dafür, dass er aus Respekt vor den Türken auf den Jubel danach verzichtet hat
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Vier Tage später gewinnt die DFB-Elf auch ihr viertes Quali-Spiel. Zu nachtschlafener Zeit gibt's in Kasachstan ein 3:0
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Vier Tage später gewinnt die DFB-Elf auch ihr viertes Quali-Spiel. Zu nachtschlafener Zeit gibt's in Kasachstan ein 3:0
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Beim letzten Länderspiel in Schweden brachte Löw gleich vier Debütanten. Dortmunds Mario Götze (18) ist der jüngste seit Uwe Seeler
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Beim letzten Länderspiel in Schweden brachte Löw gleich vier Debütanten. Dortmunds Mario Götze (18) ist der jüngste seit Uwe Seeler
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In der Startaufstellung gegen Schweden wimmelte es von Youngstern. 2011, 2012 und so weiter können kommen...
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In der Startaufstellung gegen Schweden wimmelte es von Youngstern. 2011, 2012 und so weiter können kommen...
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Die Causa Ballack: Am 15. Mai trat Kevin-Prince Boateng Michael Ballack auf den Knöchel. Die Fußball-Nation war geschockt, Zwanziger erhob gleich eine "unendliche Trauer" über die Republik. Ballack verpasste das Turnier, das sein Turnier werden sollte. Die Krönung nach zahllosen zweiten Plätzen.

Der Unersetzliche musste plötzlich ersetzt werden, schlimmste Szenarien wurden schon gesponnen. Doch Juniorpartner Bastian Schweinsteiger entpuppte sich sehr bald als neuer Chef, Verlegenheitslösung Sami Khedira - vorher drei Länderspiele schwer - als kongenialer Nebenmann. Ballacks Aus setzte neue Kräfte frei, die Mannschaft fing den Verlust ihres einstigen Anführers im Kollektiv auf.

Die starre Hierarchie, von Ballack und dessen ehemaligen Gefolgsleuten Frings oder Jens Lehmann von oben herab diktiert, wich einer flachen, gemeinschaftlichen Ebene, auf der sich der Neuling im Prinzip auf einer Stufe mit dem Anführer fühlen durfte.

Philipp Lahms schlecht getimter Vorstoß in Sachen Kapitänsfrage zwei Tage vor dem Halbfinale gegen Spanien erinnerte noch während des Turniers an den Umstand, der auch in naher Zukunft noch für viel Gesprächsstoff und sehr wahrscheinlich auch Irritationen sorgen wird: Was passiert mit dem verdienten Kapitän?

Löw will Ballack auf jeden Fall eine reelle Chance gewähren. "Ich habe immer gesagt, dass ich weiterhin mit Michael Ballack rechne. Bastian Schweinsteiger und Sami Khedira haben das bei der WM sehr gut gemacht. Aber ich traue Michael Ballack zu, dass er wieder zurückkommt. Ich weiß, dass er vehement auf sein Comeback drängt."

Die Problemfelder: Trotz aller positiven Entwicklungen gibt es aber auch noch einiges zu verbessern. Vor allem: Für den ganz großen Wurf hat es auch nach vier Jahren noch nicht gereicht. Deutschland ist längst zurück in der Spitzengruppe, aber noch nicht ganz oben.

Zweimal stand Spanien im Weg, das Löw auch immer wieder als sein großes Vorbild nennt. Deutschland ist auf dem Weg dahin, aber zuletzt noch nicht reif genug gewesen, um den Welt- und Europameister zu stürzen. Und am Ende wird auch die hingebungsvollste Arbeit nur an Erfolgen gemessen.

Innerhalb der Mannschaft hat Löw einige Baustellen (zumindest vorübergehend) geschlossen. Eine Nummer eins steht fest und auch wenn bis zur EM 2012 durchaus wieder darum geeifert werden darf, ist beim Konkurrenzkampf kein Zickenkrieg zu erwarten. Dafür sind die Beteiligten zu sehr auch Kollegen und nicht nur Kontrahenten.

Es fehlt aber immer noch ein zweiter Innenverteidiger von hochklassigem Format. Die Suche läuft seit über zwei Jahren, eine endgültige Lösung ist noch nicht gefunden. Zu Recht mahnt Löw auch den Umstand an, dass hinter der derzeitigen Garde an Angreifern im Jugendbereich kein Nachrücker zu sehen ist.

Und wie fast überall auf der Welt geht Deutschland ein gelernter linker Verteidiger mit Weltklasseformat ab. Hier wird viel getrickst, mal versuchen sich Innenverteidiger, mal Mittelfeldspieler.

Ein Ausblick: An Emotionalität war 2010 kaum zu toppen. Lediglich der WM-Titel hätte der unheimlichen Euphorie noch die Krone aufgesetzt. In der kommenden Saison sind keine Titel zu gewinnen, keine Fanmeilen zu füllen. 2011 wird ein Pflichtjahr.

Mit der optimalen Ausbeute von zwölf Punkten aus vier Spielen marschiert die Mannschaft konzentriert in Richtung EM-Qualifikation. Hier kann das Team im kommenden Jahr nur verlieren. Immerhin bergen die vereinbarten Testspiele (u.a. gegen Italien, Brasilien, wahrscheinlich auch Uruguay) die Chance, sich auf höchstem Niveau zu präsentieren.

Mit einer neuen Entschlossenheit, der veränderten Mentalität und dem entdeckten Improvisationstalent sind die Gegebenheiten perfekt. Dazu kommt die vehement nachrückende Jugend.

Spieler wie Mats Hummels oder Mario Götze haben erst ein paar Länderspielminuten auf dem Buckel, aber trotzdem berechtigte Hoffnungen auf einen Einsatz beim nächsten großen Turnier.

"Im Bereich der 18- bis 21-Jährigen sind wir anderen Nationen voraus", sagt Bastian Schweinsteiger, mit 26 Jahren im Prinzip selbst noch ein Jungspund. "Die Erfolge der U-Mannschaften sind ein Beleg dafür, dass unser Kader der mit der größten Perspektive ist."

Deutschland hat beste Perspektiven, um in naher Zukunft endlich wieder einen Titel zu holen. 2011 gilt es diesen Anspruch weiter zu verfolgen und die schon sehr talentierte Mannschaft auf dem eingeschlagenen Weg zu veredeln.

SWE-DFB-Analyse: Ein Youngster überzeugt

Stefan Rommel

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