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Ohne Aubameyang ins Achtelfinale

Mittwoch, 02.11.2016 | 22:37 Uhr
Mario Götze konnte sich nur selten für den BVB durchsetzen
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Borussia Dortmund hat sich als zweites deutsches Team fürs Achtelfinale der Champions League qualifiziert. Am 4. Spieltag schlug der BVB Sporting mit 1:0 (1:0).

Vor 65.859 Zuschauern im Signal-Iduna-Park erzielte Adrian Ramos die Führung per Kopfball (12.). Der Kolumbianer stürmte anstelle von Pierre-Emerick Aubameyang, der wegen "internen Gründen" nicht im Kader stand.

Der BVB hat damit vorzeitig das Achtelfinale erreicht. In Gruppe F liegen die Dortmunder mit zehn Punkten zwei Zähler vor Real Madrid und sieben vor Sporting. Die Portugiesen können die Borussia also nicht mehr einholen.

Sporting blieb im 21. Auswärtsspiel im Europapokal in Folge nicht ohne Gegentor - Negativrekord für ein portugiesisches Team im Europapokal. Das letzte zu Null gelang im September 2011 beim 2:0 in Zürich (EL-Gruppenphase).

Die Reaktionen:

Thomas Tuchel (Trainer BVB): "Es hat sich wahnsinnig schwer angefühlt für uns. Wir haben in keiner Phase eine Selbstverständlichkeit in unser Spiel bekommen. Defensiv haben wir sehr viele Fehler gemacht. Wir sind weiter nach vier Spieltagen. Ein paar Spieler haben Spielpraxis bekommen, da war es nur halbverantworlich die reinzuwerfen. Das Ergebnis rahmen wir uns ein."

Jorge Jesus (Trainer Sporting): "Unser Matchplan war sehr gut. Die Dreier- bzw. Fünferkette in der Defensive war die richtige Entscheidung. Wir hatten die richtige Raumaufteilung und das richtige Verhalten im Ballbesitz. Wir haben ein ganz starkes Spiel gegen eine ganz starke Mannschaft gemacht - nur die Tore haben leider gefehlt.

Stimmen zum Spieltag: "Ich hatte kein andere Wahl"

Der Spielfilm:

Vor dem Anpfiff: Vier Veränderungen beim BVB gegenüber dem 0:0 im Derby: Bartra, Guerreiro, Ramos und Castro spielen anstelle von Piszczcek und Passlack (beide Bank) sowie Aubameyang und Kagawa (beide nicht im Kader). Ramos feiert damit sein CL-Startelfdebüt.

Bei Sporting gibt es zwei Wechsel in der Startelf im Vergleich zum 0:0 bei Nacional am Freitag: Oliveira und der Ex-Frankfurter Castaignos beginnen für Markovic und Dost (beide Bank).

12., 1:0, Ramos: Pulisic holt einen langen Ball über die Abwehr im Strafraum geschickt runter und legt auf Götze ab. Der bedient Ginter auf rechts. Dessen direkte Flanke köpft Ramos per Bogenlampe aus acht Metern ins rechte Eck.

34.: Der BVB kombiniert sich auf engstem Raum durch. Ramos auf rechts im Strafraum zu Pulisic, der mit der Hacke auf Götze, Rückpass von der Grundlinie wieder auf Pulisic, der den Ball aus acht Metern an die Latte nagelt.

45.: Guerreiro zieht mit Ball am Fuß von links nach innen, spielt Doppelpass mit Dembele sowie Ramos und setzt den Ball aus elf Metern von halblinks ans Außennetz.

77.: Schelotto wird nicht angegriffen und spielt eine Flanke vom rechten Strafraumeck zur Mitte. Ruiz setzt sich mit Anlauf gegen Piszczek durch, sein Kopfball aus vier Metern geht aber knapp drüber.

Fazit: Eine solide erste Halbzeit reicht dem BVB gegen insgesamt zu harmlose Portugiesen.

Der Star des Spiels: Christian Pulisic. War das belebende Element in der Offensive mit seinem Tempoläufen. Leitete mit seiner starken Ballannahme das Führungstor ein und hatte bei seinem Lattenschuss Pech.

Der Flop des Spiels: Luc Castaignos. Konnte die Bälle im Sturmzentrum nicht wie von Sporting erhofft festmachen. Blieb ohne Torschuss und hatte seine auffälligste Szene mit einem unnötigen Tritt gegen Weigl, für den er Gelb sah. Musste zur Halbzeit Platz machen für Dost.

Der Schiedsrichter: Danny Makkelie (Niederlande). Führte sich mit einem schwerwiegenden Fehler ein, als er Coates Foul an Pulisic im Strafraum nicht mit Elfmeter ahndete. Auch danach mit der einen oder anderen merkwürdigen Zweikampfbewertung. Richtig dagegen, bei Bartras Zweikampf mit Castaignos nicht auf Strafstoß zu entscheiden.

Das fiel auf:

  • Wie im Hinspiel eine offene Partie, in der keine Mannschaft dauerhaft die Kontrolle übernehmen konnte. Der Großteil des Geschehens spielte so zwischen den beiden Strafräumen ab, weil beide Teams defensiv kompakt arbeiteten und offensiv Probleme im schnellen Passspiel hatten.
  • Dortmund wählte vermehrt den langen Ball hinter die letzten Reihe und vertraute dabei auf die Schnelligkeit von Pulisic. Der Plan ging mehrmals auf und so entstand auch das 1:0. Insgesamt war die rechte Seite lange Zeit deutlich aktiver, weil Guerreiro nach seiner Pause erst Sicherheit suchte und Dembele nicht so spritzig wirkte wie noch zu Beginn der Saison.
  • Sporting anders als im Hinspiel dieses Mal mit einern Fünferkette in der Defensive und einer 5-4-1-Grundordnung, die offensiv zu einem 3-1-5-1 wurde. Defensiv konnten die Portugiesen so immer wieder einen Mann aus der Kette lösen, um Götze und Castro im Halbraum aufzunehmen, offensiv versuchten sie durch (Einzel)aktionen von Martins, Ruiz oder Cesar in den Strafraum zu kommen, was nur selten gelang.
  • Nach derm Seitenwechsel riss Sporting die Partie an sich. Dortmund wirkte etwas müde und gab die Bälle zu schnell her, was Druck auf die eigene Defensive aufbaute. Tuchel reagierte mit einer Systemumstellung auf 3-6-1, indem er Guerreiro ins Mittelfeld an die Seite von Weigl schob. Mit der Hereinnahme von Rode und Piszczek ging Tuchel einen weiteren Schritt, um defensive Stabilität herzustellen. Der BVB agierte fortan mit Fünferkette, Guerreiro ging wieder nach links hinten. Nach vorne ging beim BVB aber weiterhin wenig, aber ein stabile Defensive sicherte den Sieg.

Borussia Dortmund - Sporting: Die Statistik zum Spiel

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