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Vardy hält Leicester gegen Sevilla am Leben

Mittwoch, 22.02.2017 | 22:35 Uhr
Sarabia, der Schütze zum 1:0, bedankt sich bei Vorlagengeber Escudero
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Im Champions-League-Achtelfinale hat der FC Sevilla das Hinspiel gegen Leicester City mit 2:1 (1:0) gewonnen. Die Spanier erarbeiteten sich somit eine akzeptable Ausgangsposition für das Rückspiel in drei Wochen.

Vor 42.500 Zuschauern im Estadio Ramon Sanchez Pizjuan brachte Pablo Sarabia den FC Sevilla in der 25. Minute in Führung. Bereits zuvor hatte Joaquin Correa einen Elfmeter für die Hausherren kläglich vergeben (14.), in der 62. Minute machte er seinen Fehler wieder gut und erzielte das 2:0. Jamie Vardy verkürzte elf Minuten später.

Sevilla-Trainer Jorge Sampaoli musste die Partie auf Grund einer Zwei-Spiele-Sperre wegen eines Tribünenverweises bei der Partie gegen Juventus Turin am 5. Spieltag von der Tribüne aus verfolgen. Auf der Trainerbank wurde er von seinem Co-Trainer Juan Manuel Lillo vertreten.

Es war das erste Europapokal-Duell zwischen beiden Vereinen. Sevilla erzielte dabei im 20. Europapokal-Heimspiel in Folge mindestens einen Treffer.

Der Spielfilm:

Vor dem Anpfiff: Sevilla-Trainer Sampaoli nimmt nach dem 2:0-Sieg gegen Eibar drei Änderungen vor. Mariano, Correa und Vitolo ersetzen Vazquez, Ben Yedder (beide Bank) und Mercado (Gelb-Sperre).

Bei Leicester bleibt im Vergleich zum FA-Cup-Aus in Millwall (0:1) lediglich Musa in der Startelf. Der Stürmer ist gleichzeitig der einzige Spieler, der beim vergangenen Premier-League-Spiel (0:2 in Swansea) nicht in der ersten Elf stand. Er beginnt statt Gray (Bank). Huth steht in der Startelf, Zieler sitzt nur auf der Bank.

3.: Sarabia zieht von der rechten Seite in die Mitte und probiert sich von der Strafraumecke mit einem Schlenzer. Der Ball geht knapp drüber.

14.: Correa geht rechts im Strafraum ins Dribbling und wird dabei von Morgan umgegrätscht. Völlig zurecht zeigt Schiedsrichter Turpin auf den Punkt. Der gefoulte Correa schießt selbst und scheitert mit seinem schwachen und zu zentralen Flachschuss an Schmeichel.

22.: Escudero nimmt ein Zuspiel von rechts an der Strafraumgrenze direkt und visiert die linke, untere Ecke an. Schmeichel pariert sicher.

25., 1:0, Sarabia: Escudero hat Platz auf der linken Seite und flankt den Ball perfekt in die Mitte. Rechts im Strafraum springt Sarabia höher als Fuchs und köpft links unten ein.

37.: Correa zieht aus etwa 20 Metern Entfernung ab, scheitert mit seinem Flachschuss aber am gut reagierenden Schmeichel.

56.: Sarabia komm rechts im Strafraum an den Ball und visiert die rechte, untere Ecke an. Der Ball geht knapp am Tor vorbei.

62., 2:0, Correa: Jovetic behauptet einen langen Ball von Sarabia im gegnerischen Strafraum hervorragend und legt die Kugel dann nach links zum mitgeeilten Correa. Er drischt den Ball problemlos unter die Latte.

73., 2:1, Vardy: Drinkwater bringt den Ball von links flach in die Mitte, wo der eingelaufene Vardy nur einschießen muss.

88.: Sarabia bringt einen Eckball von links in die Mitte. Dort steigt Rami hoch und köpft den Ball an die Oberkante der Latte.

Fazit: In einer völlig einseitigen Partie war Sevilla der absolut verdiente Sieger, der Treffer durch Vardy für Leicester mehr als schmeichelhaft. Die harmlosen Foxes hatten es bis dahin Tormann Schmeichel zu verdanken, dass der Rückstand nicht deutlicher ausfiel.

Der Star des Spiels: Pablo Sarabia. Mit seinem Treffer zum 1:0 gab der Rechtsaußen Sevilla früh im Spiel Sicherheit. Im Anschluss fiel Sarabia mit sicherem und kreativem Passspiel auf. Das 2:0 leitete er mit einem langen Ball aus der eigenen Hälfte ein.

Der Flop des Spiels: Christian Fuchs. Der Linksverteidiger von Leicester verschätzte sich beim 0:1 und ließ Sarabia unbedrängt einköpfen. Auch ansonsten hatte er seinen Gegenspieler selten im Griff. Gefährliche Offensivaktionen gingen vom Österreicher kaum aus.

Der Schiedsrichter: Clement Turpin (Frankreich). Der Unparteiische hatte mit der fair geführten Partie kaum Probleme. Beim Foul von Morgan an Sarabia auf Elfmeter zu entscheiden, war die korrekte Entscheidung.

Das fiel auf:

  • Sevilla dominierte die Partie von Beginn an und belagerte den Leicester-Strafraum teilweise in Handball-Manier. Die ständig rotierenden Offensivspieler Pablo Sarabia, Joaquin Correa, Stevan Jovetic und Vitolo kombinierten teilweise äußerst ansehnlich und kreierten so etliche gute Torchancen.
  • Hinter diesem Quartett agierten Freigeist Samir Nasri sowie Steven N'Zonzi, der stets als erster von den Innenverteidigern angespielt wurde und das Aufbauspiel aus der eigenen Hälfte organisierte.
  • Die beiden Außenverteidiger von Sevilla waren äußerst konträr eingestellt. Während Mariano stets die Position am rechten Flügel hielt, rückte Sergio Escudero auf links immer wieder ins Zentrum ein.
  • Leicester agierte sowohl defensiv als auch offensiv in einem klassischen 4-4-2. Etwas überraschend begann dabei Riyad Mahrez und nicht Ahmed Musa, der auf rechts spielte, als zweiter Stürmer neben Jamie Vardy. Zur Pause tauschten dann Mahrez und Musa die Positionen. Etwas schwungvoller wurde das Spiel von Leicester erst durch die Einwechslung von Demarai Gray.
  • Zu sehen war von Leicesters Offensivspielern insgesamt kaum etwas, da der taktische Plan von Trainer Claudio Ranieri überhaupt nicht griff. Das Ziel, über schnelle Konter zum Erfolg zu kommen, scheiterte bereits daran, dass Leicesters Mittelfeldspieler den Ball selten behaupten konnten. Die Stürmer wurden deshalb so gut wie nie in Szene gesetzt. Aus der einzig wirklich gelungenen Offensivaktion resultierte der Treffer zum 1:2.
  • Kasper Schmeichel machte im Tor von Leicester ein hervorragendes Spiel und entschärfte etliche gute Torchancen von Sevilla.

FC Sevilla - Leicester City: Die Statistik zum Spiel

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