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Es fehlt ein großes Stück

Mittwoch, 23.10.2013 | 10:48 Uhr
Zu grün hinter den Ohren: Der FC Schalke war den Blues beim 0:3 deutlich unterlegen
© getty
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Ohne echten Stürmer trat der FC Schalke gegen die Blues an. Doch Kellers Plan mit Kevin-Prince Boateng in vorderster Front ging nicht auf. Der königsblaue Kader reicht für allerhöchste Ansprüche leider nicht aus.

Jens Keller wollte Kevin-Prince Boateng unbedingt dabei haben. Im Mittelfeld, so argumentierte der Schalker Coach, war der Sommertransfer-Blockbuster nicht zu gebrauchen nach zweiwöchiger Verletzungspause, weil es dort zu laufintensiv zugehe. Deshalb wurde Boateng von Keller in den Sturm geschickt. Lieber ein nicht ganz fitter Boateng als ein uneingeschränkt leistungsfähiger Adam Szalai.

Was beim 1:0 in Basel ordentlich funktionierte, sollte auch gegen den FC Chelsea klappen. Gegen Leuchtturm Branislav Ivanovic oder the wall himself John Terry. Nach Boatengs Auswechslung in der 70. Minute ist festzuhalten: Kellers Plan ging nicht auf. In vorderster Front war Boateng unbrauchbar, weil er - wenn überhaupt - nur hoch angespielt wurde und dabei gegen die erwähnten Chelsea-Ungeheuer keine Chance hatte.

Boateng ist nicht Szalai

Dennoch fiel Boateng hin und wieder positiv auf. Immer dann, wenn er sich fallen ließ, Bälle teilweise auf Höhe der Mittellinie schleppte und selbst Schalker Angriffe als Ausgangspunkt initiierte.

"Ich habe lange nicht mit der Mannschaft trainiert und natürlich noch Luft nach oben. Ich hatte nicht die Puste für 90 Minuten. Ich fühle mich auch ganz vorne wohl, weil ich dann immer zurückkommen und mich anbieten kann", sagte Boateng.

Für diesen Fall fehlte Schalke aber ein Abnehmer im Angriff wie Szalai. Für das Spiel der Knappen wäre es besser gewesen, Boateng hätte sich im Mittelfeld austoben dürfen, zumal Julian Draxler, in der Regel für die unerwarteten, kreativen Dinge bei den Knappen zuständig, nicht seinen besten Tag erwischte und Max Meyer und Christian Clemens erfahren mussten, dass Ramires und Frank Lampard ein anderes Niveau haben als viele defensive Mittelfeldspieler in der Bundesliga.

Genau hier liegt das Schalker Dilemma. Ausfälle wie Jefferson Farfan und Klaas-Jan Huntelaar sind vom Rest des Kaders nicht zu kompensieren, erst recht nicht auf internationalem Terrain.

Chelsea ist nicht Hoffenheim

"Ich kann den Jungs keinen Vorwurf machen, sie haben alles gegeben", sagte Keller nach Spielschluss. Mangelnden Einsatz konnte man den Schalkern auch keineswegs absprechen; in der Champions League wäre dies aber auch noch weitaus verwerflicher als in einem Bundesligaspiel in Hoffenheim.

Schalke verfügt schlichtweg nicht über genügend Personal, um gegen wenig furchteinflößende, aber ausgebuffte Blues die Sterne vom Himmel zu holen. Chelsea beschränkte sich nach dem frühen Führungstor bis zum Halbzeitpfiff aufs Zerstören und Verteidigen und machte das nicht mal gut.

Trotzdem kam Schalke nie gefährlich in die Nähe von Petr Cech und hatte außer einem Fernschuss von Boateng und einem Kopfball von Neustädter nach einer Ecke keinen Torabschluss zu verzeichnen. Und nach der Pause kam offensiv gar nichts mehr.

Durch die erste Niederlage im dritten Spiel der Gruppenphase ist noch nicht viel passiert. Schalke hat bei Halbzeit zwei Punkte Vorsprung auf den FC Basel, Steaua Bukarest spielt ohnehin keine Rolle im Kampf um einen Platz im Achtelfinale.

Es reicht einfach nicht

Doch Schalke muss erkennen, dass zu den besten Teams in Europa nach wie vor ein großes Stück fehlt, wenn zwei, drei wichtige Spieler ausfallen.

Zu den besten Teams in Europa gehören dagegen Bayern München und Borussia Dortmund, die auch national mit Schalke konkurrieren. Statt wenigstens mit dem BVB auf Augenhöhe zu sein, wie es die Chefs Horst Heldt und Clemens Tönnies vor der Saison angekündigt hatten, hinkt Schalke weiter hinterher.

Acht Zähler beträgt der Rückstand auf den Revierrivalen in der Bundesliga und wenn das Derby kommenden Samstag nicht gewonnen wird, droht Schalke im Mittelfeld zu verharren. Ein dritter Sieg in Folge gegen Dortmund wäre moralisch unersetzbar und könnte eine bislang so durchwachsene Saison katapultieren.

Boateng wird gegen seinen Ex-Klub natürlich wieder dabei sein. Mit ziemlicher Sicherheit nicht im Sturm.

Schalke 04 - FC Chelsea: Daten zum Spiel

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