Die neue Arbeiterklasse

Dienstag, 21.04.2015 | 12:03 Uhr
Der neue Coach der katalanen Luis Enrique (M.) hat Barcelonas Spielstil umgekrempelt
© getty
Advertisement
League Cup
So25.02.
Bohnen-Alarm! Rocket Beans kommentieren das Finale
Six Nations
Sa24.02.
Nur was für richtig harte Kerle: Six Nations auf DAZN
J1 League
Tosu -
Kobe
Ligue 1
Straßburg -
Montpellier
Championship
Hull -
Sheffield Utd
Primera División
La Coruna -
Espanyol
Primera División
Celta Vigo -
Eibar
Premier League
Leicester -
Stoke
Premier League
Liverpool -
West Ham
Championship
Preston -
Ipswich
Primera División
Real Madrid -
Alaves
Ligue 1
Toulouse -
Monaco
Serie A
Bologna -
CFC Genua
Premier League
Watford -
Everton
Primera División
Leganes -
Las Palmas
Championship
Fulham -
Wolverhampton
Ligue 1
Dijon -
Caen
Ligue 1
Guingamp -
Metz
Ligue 1
Lille -
Angers
Ligue 1
Nantes -
Amiens
Ligue 1
Rennes -
Troyes
Premier League
West Bromwich -
Huddersfield (DELAYED)
Primera División
FC Barcelona -
Girona
Serie A
Inter Mailand -
Benevento
Primeira Liga
Pacos Ferreira -
Benfica
Premier League
Bournemouth -
Newcastle (DELAYED)
Premier League
Brighton -
Swansea (DELAYED)
Premier League
Burnley -
Southampton (DELAYED)
J2 League
Fukuoka -
Gifu
A-League
FC Sydney -
Sydney Wanderers
Primera División
Villarreal -
Getafe
Eredivisie
Ajax -
Den Haag
Serie A
Crotone -
SPAL
Premier League
Crystal Palace -
Tottenham
Eredivisie
Feyenoord -
PSV
Premiership
Aberdeen -
Celtic
Super Liga
Partizan -
Zemun
Ligue 1
Bordeaux -
Nizza
Serie A
Florenz -
Chievo Verona
Serie A
Sassuolo -
Lazio
Serie A
Hellas Verona -
FC Turin
Serie A
Sampdoria -
Udinese
Premier League
Man United -
Chelsea
Primera División
Bilbao -
Malaga
1. HNL
Rijeka -
Dinamo Zagreb
Ligue 1
Lyon -
St. Etienne
League Cup
Arsenal -
Man City
League Cup
Arsenal -
Man City (Rocket Beans)
First Division A
Lüttich -
Brügge
Serie A
Juventus -
Atalanta
Superliga
Kopenhagen -
Odense
Primera División
Valencia -
Real Sociedad
Primera División
FC Sevilla -
Atletico Madrid
Serie A
AS Rom -
AC Mailand
Ligue 1
PSG -
Marseille
Primeira Liga
Portimonense -
FC Porto
Superliga
Union SF -
Colon
Serie A
Cagliari -
Neapel
Primera División
Levante -
Real Betis
Cup
Akhisar -
Galatasaray
Cup
Akhisar -
Galatasaray (Türkischer Kommentar)
Primera División
Espanyol -
Real Madrid
Coupe de France
Les Herbiers -
Lens
Primera División
Girona -
Celta Vigo
Copa Libertadores
Montevideo -
Gremio
Super Liga
Radnicki Nis -
Partizan
Coppa Italia
Juventus -
Atalanta
Coupe de France
Chambly -
Straßburg
Primera División
Getafe -
La Coruna
Primera División
Bilbao -
Valencia
Primera División
Malaga -
FC Sevilla
Coppa Italia
Lazio -
AC Mailand
Coupe de France
PSG -
Marseille
Primera División
Atletico Madrid -
Leganes
Primera División
Eibar -
Villarreal
Indian Super League
Bengaluru -
Kerala
Cup
Besiktas -
Fenerbahce
Cup
Besiktas -
Fenerbahce (Türkischer Kommentar)
Primera División
Real Betis -
Real Sociedad
Superliga
Midtylland -
Bröndby
Premier League
Arsenal -
Man City
Primera División
Las Palmas -
FC Barcelona
Coupe de France
Caen -
Lyon
Primera División
Alaves -
Levante
A-League
Melbourne City -
Melbourne Victory
CSL
Guangzhou Evergrande -
Guangzhou R&F
Ligue 1
Nizza -
Lille
Ligue 1
Monaco -
Bordeaux
Championship
Dundee United -
St. Mirren
Championship
Middlesbrough -
Leeds
Primeira Liga
FC Porto -
Sporting
A-League
Newcastle -
FC Sydney
J1 League
Kobe -
Shimizu
Primera División
Villarreal -
Girona
Premier League
Burnley -
Everton
Serie A
SPAL -
Bologna
Championship
Nottingham -
Birmingham
Primera División
FC Sevilla -
Bilbao
Ligue 1
Troyes -
PSG
Serie A
Lazio -
Juventus
Eredivisie
PSV -
Utrecht
Premier League
Liverpool -
Newcastle
Primera División
Leganes -
Malaga
Primera División
La Coruna -
Eibar
Championship
Wolverhampton -
Reading
First Division A
FC Brügge -
Kortrijk
Ligue 1
Amiens -
Rennes
Ligue 1
Angers -
Guingamp
Ligue 1
Metz -
Toulouse
Ligue 1
St. Etienne -
Dijon
Premier League
Tottenham -
Huddersfield (DELAYED)
Primera División
Real Madrid -
Getafe
Serie A
Neapel -
AS Rom
Premier League
Leicester -
Bournemouth (DELAYED)
Premier League
Southampton -
Stoke (Delayed)
Premier League
Watford -
West Bromwich (Delayed)
Premier League
Swansea -
West Ham (DELAYED)
Primera División
Levante -
Espanyol
Serie A
CFC Genua -
Cagliari
League One
Blackburn -
Wigan
Super Liga
Partizan Belgrad -
Rad
Premier League
Lok Moskau -
Spartak Moskau
Eredivisie
Vitesse -
Ajax
Premier League
Brighton -
Arsenal
1. HNL
Dinamo Zagreb -
Slaven Belupo
Ligue 1
Caen -
Straßburg
Serie A
FC Turin -
Crotone
Serie A
Udinese -
Florenz
Serie A
Benevento -
Hellas Verona
Serie A
Atalanta -
Sampdoria
Serie A
Chievo Verona -
Sassuolo
Primera División
FC Barcelona -
Atletico Madrid
Primera División
Valencia -
Real Betis
Serie A
AC Mailand -
Inter Mailand
Ligue 1
Marseille -
Nantes
Premier League
Crystal Palace -
Man United
Primera División
Celta Vigo -
Las Palmas

Kein Mannschaftsteil des FC Barcelona musste sich seit der Amtsübernahme von Luis Enrique einem so gravierenden Wandel unterziehen wie das Mittelfeld. Die dominanteste Passmaschine der Welt wurde zur Durchgangsstation. Ein Neuzugang hat sich zum Hauptdarsteller aufgeschwungen - zwei Klub-Legenden leiden jedoch unter der neuen Ausrichtung.

Der vielleicht wichtigste Tag in der bisherigen Saison der Katalanen war der 25. Oktober 2014. Der Tag, an dem man sich im Clasico mit 1:3 dem verhassten Rivalen aus Madrid geschlagen geben musste. Kurz bevor man sogar die Tabellenführung an die Königlichen abtrat.

Denn am 25. Oktober betrat Luis Suarez das erste Mal ein Fußballfeld im rotblauen Trikot. Der 81-Millionen-Mann durfte nach seiner viermonatigen Sperre aufgrund der Biss-Attacke bei der Weltmeisterschaft endlich ran. Das neue Kernstück des katalanischen Angriffs war angekommen. Auch offiziell.

Die Champions League geht in die heiße Phase - Jetzt bei Tipico wetten!

Nicht wenige sagen, dass die Spielzeit bis zu diesem Tag, dass Enriques zahlreiche Experimente nicht mehr als ein Vorspiel waren. Richtig los ging die Saison erst mit der Geburtsstunde von El Tridente - dem magischen Dreieck im Angriff, bestehend aus Suarez, Lionel Messi und Neymar.

Das Herzstück verliert an Glanz

Viel hatte Enrique bis dahin ausprobiert: Messi als Zehner hinter einer Doppelspitze war so eine Maßnahme. Er warf mit Sandro und Munir El Haddadi zwei junge Spieler in die Mannschaft, gegen PSG ließ der Coach sogar mit einer Dreierkette in der Defensive agieren. Doch mit Suarez' Ankunft machte der 44-Jährige einen radikalen Schnitt.

Das Derbi madrileno: Mehr als Hala und Aupa

Ein klassisches 4-3-3 sollte es sein, mit dem irren Sturmtrio als Prunkstück. Ein System, das die Zauberer an vorderster Front bestmöglich in Szene setzen soll - das aber das einst ob seiner Dominanz und Ballsicherheit verehrte wie gefürchtete Mittelfeld oftmals zur Übergangsstation degradiert.

Vor ein paar Jahren noch das Herzstück des besten FC Barcelona aller Zeiten, haben Andres Iniesta und Co. im Vergleich zu ihren stürmenden Kollegen durchaus an Glanz verloren.

Ballbesitz ungleich Spielkontrolle

So verlagerte sich der Fokus stark auf ein vertikales Spiel aus einer tieferen Grundordnung heraus. Anstatt den Gegner einzuschnüren, ihn zu kontrollieren und zu zermürben, soll er mit Tempo überrumpelt werden. Natürlich hat Barcelona in den meisten Spielen mehr Ballbesitz als der Gegner - doch ist Ballbesitz nicht mehr gleich Spiel- oder Tempokontrolle.

Mit dem breit aufgefächerten Dreier-Angriff und den teils sehr offensiven Außenverteidigern ist das Mittelfeld ein Stück nach hinten und in eine konventionellere Rolle gerutscht. Es soll absichern und Chancen einleiten - sie aber primär nicht selbst herausspielen und kreieren. So frei, wie noch unter Guardiola, dürfen sich die Mittelfeldspieler nicht mehr bewegen.

Nicht nur für die einstigen Schüler von La Masia war diese grundlegende Veränderung des Spielstils, der fast schon ein Angriff auf die Tugenden Johan Cruyffs ist, ein Prozess, der holprig voran ging. Und es hat sich nach der Findungsphase, die die Katalanen in der breiten Öffentlichkeit vom ausgedienten Riesen zu einem der heißesten Anwärter auf die Champions-League-Krone machte, eine Hierarchie im Barca-Mittelfeld herauskristallisiert, die manche so wohl nicht erwartet hätten.

Rakitic der Gewinner im neuen System

Der bei seiner Ankunft etwas kritisch beäugte Ivan Rakitic ist mit 28 Einsätzen in der Liga mittlerweile der Mann, der in der Zentrale am häufigsten auf dem Platz stand. Nach Unsicherheiten in der Rollenfindung in der ersten Zeit nach der Systemumstellung ist der ehemalige Schalker dank seiner Dynamik nicht mehr wegzudenken aus dem Spiel der Katalanen.

Rakitic spult ein unfassbares Pensum herunter und ist omnipräsent. "Rakitic verkörpert alles, was ich brauche", sagte der Trainer schon bei dessen Verpflichtung. Zwar spielt der Kroate vergleichsweise wenige Pässe, doch sind allein sein Gespür für die Personalrochaden mit Vorder- und Nebenmännern und die Räume, die er zuläuft und stopft für Enriques System Gold wert.

Auch, weil er dadurch Sergio Busquets, der anfangs genau mit diesen großen Räumen seine Probleme hatte, zur Seite steht. Der Spanier stand nach Anpassungsproblemen bei nur einem Spiel weniger auf dem Rasen und dürfte in den entscheidenden Spielen der Saison - wie dem Viertelfinal-Rückspiel der Königsklasse gegen Paris Saint-Germain (20.45 im LIVE-TICKER) - mit Rakitic gesetzt sein.

Zwei Legenden rennen hinterher

Starten dürfte dann auch Andres Iniesta, bei dem sich das Unbehagen mit der neuen Rolle jedoch nicht nur in der aktuellen Formschwäche niederschlägt. Die tiefere Spielweise bringt ungewohnte Pflichten für den 30-Jährigen mit sich, die ihn in Kreativität und seinen Kernkompetenzen beschneiden.

Intensiveres Spiel gegen den Ball, die Absicherung der Flügel bei Vorstößen der Außenverteidiger: Statt dem genialen Pass in die Lücke - momentan steht der Spanier bei drei Assists, in den letzten vier Jahren waren es immer mindestens zehn - stehen für Iniesta weniger Pässe und mehr Fouls auf dem Programm.

Doch während Iniesta dem katalanischen Angriffsspiel noch so viele Impulse geben kann, dass Enrique in den großen Spielen nicht an ihm vorbei kommt, ist Kapitän Xavi in genau diesen Partien meist zum Zuschauen verdammt. In der Königsklasse stand der Altmeister gegen PSG genau 38 Minuten auf dem Platz, gegen Manchester City musste der 35-Jährige zweimal 90 Minuten zusehen. Auch in der Copa war Xavi der spielberuhigende Joker für die letzten Minuten. Nicht mehr.

Viele Alternativen gibt es dann nicht mehr. Rafinha Alcantara, der jüngere Bruder von Bayerns Thiago, hatte seine Glanzmomente im Mittelfeld. Doch unter dem Strich stehen auch beim Brasilianer, der mit viel Vorschusslorbeeren von seiner Leihe aus Vigo zurückkam, zu viele unnötige Fouls und vor allem ein schlechtes Positionsspiel, dass ihn beim "neuen" FC Barcelona nicht zur Option für die wichtigen Spiele macht.

Richten sollen es in diesen ohnehin die drei an vorderster Front - wie bereits im Hinspiel.

Der FC Barcelona im Überblick

Werbung
Dunkest - The American Fantasy Basketball by SPOX.com
Werbung
Werbung
Werbung