Die Kür vor der Tür

Dienstag, 24.02.2015 | 13:01 Uhr
Massimiliano Allegri hat mit Juventus Turin erst ein Serie-A-Spiel verloren
© getty
Advertisement
Eredivisie
Live
Alkmaar -
Ajax
First Division A
Live
Brügge -
Anderlecht
Ligue 1
Live
Nantes -
Angers
Serie A
Live
Bologna -
Juventus
Serie A
Live
Crotone -
Chievo Verona
Serie A
Live
Florenz -
CFC Genua
Serie A
Live
Sampdoria -
Sassuolo
Premier League
Live
West Bromwich -
Man United
Primera División
Celta Vigo -
Villarreal
Ligue 1
Nizza -
Bordeaux
Premier League
Bournemouth -
Liverpool
Serie A
Benevento -
SPAL
Primera División
Las Palmas -
Espanyol
Primeira Liga
Sporting -
Portimonense
Primera División
FC Barcelona -
La Coruna
Serie A
Atalanta -
Lazio
Ligue 1
Lyon -
Marseille
Premier League
Everton -
Swansea
Primera División
Malaga -
Real Betis
Primeira Liga
FC Porto -
Maritimo
League Cup
Arsenal -
West Ham
League Cup
Leicester -
Man City
Coppa Italia
Neapel -
Udinese
Primera División
Levante -
Leganes
Coppa Italia
AS Rom -
FC Turin
Primera División
Getafe -
Las Palmas
First Division A
Mechelen -
Brügge
Coppa Italia
Juventus -
CFC Genua
League Cup
Chelsea -
Bournemouth
Ligue 1
Amiens -
Nantes
Ligue 1
Angers -
Dijon
Ligue 1
Bordeaux -
Montpellier
Ligue 1
Guingamp -
St. Etienne
Ligue 1
Lille -
Nizza
Ligue 1
Marseille -
Troyes
Ligue 1
Metz -
Straßburg
Ligue 1
Monaco -
Rennes
Ligue 1
PSG -
Caen
Ligue 1
Toulouse -
Lyon
League Cup
Bristol City -
Man United
Primera División
Real Sociedad -
FC Sevilla
Indian Super League
Bengaluru -
Jamshedpur
Primera División
Eibar -
Girona
Primera División
Alaves -
Malaga
Indian Super League
Chennai -
Kerala
Serie A
Chievo Verona -
Bologna
Primera División
Real Betis -
Bilbao
Premier League
Arsenal -
Liverpool
Serie A
Cagliari -
Florenz
Primera División
Espanyol -
Atletico Madrid
A-League
Melbourne City -
Melbourne Victory
Serie A
Lazio -
Crotone
Primera División
Real Madrid -
FC Barcelona
Premier League
Everton -
Chelsea
Premiership
Kilmarnock -
Rangers
Serie A
CFC Genua -
Benevento
Serie A
Neapel -
Sampdoria
Serie A
Sassuolo -
Inter Mailand
Serie A
SPAL -
FC Turin
Serie A
Udinese -
Hellas Verona
Premier League
Man City -
Bournemouth
Championship
Sheffield Wed -
Middlesbrough
Primera División
Valencia -
Villarreal
Serie A
AC Mailand -
Atalanta
Premier League
Burnley -
Tottenham
Primera División
La Coruna -
Celta Vigo
Championship
Aston Villa -
Sheffield Utd
Eredivisie
PSV -
Vitesse
Premier League
Leicester -
Man United
Serie A
Juventus -
AS Rom
Premier League
Brighton -
Watford (DELAYED)
Premier League
West Ham -
Newcastle (DELAYED)
Premier League
Swansea -
Crystal Palace (DELAYED)
Premier League
Stoke -
West Bromwich (DELAYED)
Premier League
Southampton -
Huddersfield (DELAYED)
Eredivisie
Ajax -
Willem II
Premier League
Tottenham -
Southampton
Premier League
Boxing Day -
Die Konferenz
Championship
Birmingham -
Norwich
Championship
Burton Albion -
Leeds
Premier League
Liverpool -
Swansea
Premier League
Man United -
Burnley (DELAYED)
First Division A
Anderlecht -
Gent
Championship
Brentford -
Aston Villa
Premier League
West Bromwich -
Everton (DELAYED)
Premier League
Huddersfield -
Stoke (DELAYED)
Premier League
Watford -
Leicester (DELAYED)
Premier League
Chelsea -
Brighton (DELAYED)
Premier League
Bournemouth -
West Ham (DELAYED)
Premier League
Newcastle -
Man City
Premiership
Hearts – Hibernian
Indian Super League
Jamshedpur -
Chennai
Indian Super League
Mumbai -
Delhi
Serie A
Crotone -
Neapel
Championship
Cardiff -
Preston
Serie A
Florenz – AC Mailand
Premiership
Celtic -
Rangers
Serie A
Atalanta -
Cagliari
Serie A
Benevento -
Chievo Verona
Serie A
Bologna -
Udinese
Serie A
AS Rom -
Sassuolo
Serie A
Sampdoria -
SPAL
Serie A
FC Turin -
CFC Genua
Premier League
Liverpool -
Leicester
Championship
Barnsley -
Reading
Serie A
Inter Mailand – Lazio Rom
Premier League
Man Utd -
Southampton
Championship
Bristol City -
Wolverhampton
Serie A
Hellas Verona -
Juventus

Massimiliano Allegri wurde als neuer Trainer von Juventus Turin mit reichlich Skepsis empfangen. Doch der 47-Jährige bewies ein geschicktes Händchen im Umgang mit der Mannschaft der Alten Dame. Gegen Borussia Dortmund (20.45 Uhr im LIVE-TICKER) steht die vorläufige Kür seiner Arbeit am Piemont vor der Tür.

Massimiliano Allegri tigerte gut gelaunt und grinsend um den kleinen Parcours, den seine Athletiktrainer für die Juventus-Profis aufgestellt hatten. Es waren chirurgisch genau bemessene 15 Minuten, die die Presse am Montagnachmittag beim Abschlusstraining der Bianconeri zuschauen durfte. Allegris lockere Stimmung war augenscheinlich.

Vor rund einem halben Jahr hätte ein solcher Auftritt wohl wochenlange Diskussionen in den hitzigen italienischen Medien nach sich gezogen. Allegri stand von Anfang an unter strenger Beobachtung. Genauso urplötzlich, wie sich Juventus von Erfolgscoach Antonio Conte trennte, wurde Allegri bereits am Folgetag zum neuen Übungsleiter der Alten Dame gemacht.

Es wäre untertrieben, würde man sagen, der ehemalige Trainer des AC Mailand ist mit einer reichlichen Portion Skepsis empfangen worden. Es war deutlich mehr. Ein Rossonero bei der Juve, der im San Siro einst dem in Turin vergötterten Andrea Pirlo die Lust am Fußball nahm? Die Fans des italienischen Rekordmeisters gingen auf die Barrikaden. Allegri hatte fortan ohne Umschweife zu liefern.

Allegri begann ohne Korrekturen

Und das tat er auch, zur Überraschung seiner Kritiker sogar ohne dem Team sofort seine Vorstellungen vom Fußball überzustülpen. Allegri wählte eine schlaue Herangehensweise an diese Herkulesaufgabe, die ihm sein Vorgänger Conte hinterlassen hatte. Der heutige Nationaltrainer Italiens übergab seine Mannschaft nach einem Meisterschaftstriple, unter Conte reifte in Turin eine Truppe mit enormer taktischer Reife und Siegermentalität heran.

Allegri ging hin und änderte erst einmal kaum etwas. Er ließ Juventus mit der gewohnten Dreierkette im Abwehrbereich auflaufen, die Außenverteidiger machten wie üblich unheimlich viele Meter. Er übte mit der Mannschaft keinen neuen Fußball ein, sondern ließ sie so auflaufen, wie sie das gewohnt war.

Die Champions League geht in die heiße Phase - Jetzt bei Tipico wetten!

Die eingespielten Kicker dankten es ihm und ließen von den bloßen Ergebnissen her kaum einen Unterschied zwischen altem und neuem Trainer erkennen. Allegri gewann acht der ersten zehn Saisonspiele - wie es auch Conte im Vorjahr gelang. Mit fünf Zählern Vorsprung ging Juventus als Herbstmeister ins neue Jahr, doch da hatte Allegri bereits erste Korrekturen in seinem Sinne vorgenommen.

Dreierkette ist ad acta gelegt

Behutsam baute er die Mannschaft nach seinen Vorstellungen um und legte in erster Linie die Dreierabwehrkette ad acta. In der letzten Defensivreihe lässt er jetzt klassisch mit vier Mann verteidigen. Es ist noch einmal schwerer geworden, gegen die Juve ein Tor zu erzielen. Den Gegnern gelang das bislang nur 13 Mal in 24 Ligapartien.

Allegri hat mit der Zeit nach und nach adaptiert und getüftelt, auch jetzt noch greift er hin und wieder auf eine Formation mit Dreierkette zurück. Doch "sein" System ist mittlerweile das 4-3-1-2. Undenkbar, welch Aufschrei es nach sich gezogen hätte, wenn man diese neue Zahlenkombination einem Juventus-Anhänger nach Allegris Amtsübernahme als das baldige System verkauft hätte.

Der große Vorteil in Allegris System, das im Mittelfeld wie eine verkappte Raute daherkommt, ist die Tatsache, dass anders als unter Conte die "großen Vier" alle gemeinsam auf dem Platz stehen können: Pirlo, Paul Pogba, Claudio Marchisio und Arturo Vidal.

Allegri: "Ich habe mich hineingeschlichen"

Pirlo gibt den strategischen Dirigenten vor der Abwehr. Flankiert wird er von den offensiv-variablen Marchisio und Pogba, eine Linie weiter vorne spielt Ex-Leverkusener Vidal eine Art Zehner. Unter Conte war für diese vier Herren kein Platz, meist saß einer davon nur auf der Bank.

Die weiterhin große Dominanz in der Serie A, die geräuschlose Umstellung auf ein neues System - ungeahnt schnell hat Allegri die allgegenwärtige Skepsis der Turiner widerlegt. Auch in dieser Saison wird der Scudetto an die Bianconeri gehen, im Jahr eins nach Conte eine für sich allein bereits blitzsaubere Leistung. "Ich glaube das Geheimnis ist, dass ich mich mit der Zeit hineingeschlichen habe, indem ich versuchte, so schnell wie möglich alles von der Atmosphäre bei Juventus aufzusaugen, mich an den Juventus-Weg anzupassen und jedem gegenüber offen zu sein", sagt Allegri.

Doch Juventus strebt nach mehr, der drittreichste Fußballklub der Welt will vor allem auch wieder internationalen Erfolg. Mit Conte schieden die Turiner im Vorjahr noch kläglich in der Gruppenphase der Champions League aus. Als der Coach daraufhin hochkarätige Verstärkung für sein Team forderte, der Verein aber Transfers der Größenordnung Alexis Sanchez oder Juan Cuadrado nicht bewerkstelligen konnte, überwarf sich Conte überraschend mit dem Klub und beendete eine Ära.

Allegris vorläufige Kür steht bevor

Das Achtelfinale der Königsklasse gegen Borussia Dortmund bedeutet für Allegri somit die vorläufige Kür seiner Zeit im Piemont. Er bewies bislang ein geschicktes Händchen im Umgang mit der Mannschaft. Das hatten ihm anfangs die wenigsten zugetraut. Gedanken an einen Einzug ins Viertelfinale der Champions League waren damals erst recht nicht präsent.

Mittlerweile aber steht Allegris Juve gegen den BVB vor zwei richtungsweisenden Partien. Eine Achtelfinalteilnahme reicht nicht aus, um die Scharte des Vorjahres auszuwetzen. Und sie würde Spieler der Qualität eines Pogba auf Dauer ebenfalls nicht davon überzeugen, noch mehrere Jahre in Turin zu bleiben. "Die Mannschaft ist stark und hat sich konstant weiterentwickelt. Jetzt ist es Zeit, das auch in Europa zu zeigen", ließ Verteidiger Giorgio Chiellini verlauten.

Allegri weiß um den europäischen Auftrag, den ihm sein Verein mit auf den Weg gegeben hat. Er fühlt sich gewappnet. Die Brust ist nach diesen bisherigen sieben Monaten breit, die gute Laune am Trainingsgelände im Vorortstädtchen Vinovo nicht gespielt. "Wir sind bereit und in großartiger Form. Ich bin wegen der Champions League nicht beunruhigt, wir sind vielmehr voller Selbstvertrauen. Wir werden ein Eurojuve sehen."

Massimiliano Allegri im Steckbrief

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung