Midlife Crisis

Montag, 23.02.2015 | 20:41 Uhr
Henrikh Mkhitaryan schoss in dieser Saison bislang nur ein Tor für den BVB
© getty
Advertisement
NFL Draft
Fr27.04.
Wo landet der deutsche Wide Receiver?
J1 League
Kashima -
Kobe
Super Liga
Roter Stern -
Cukaricki
Ligue 1
Caen -
Toulouse
DBU Pokalen
Bröndby -
Midtjylland
Copa Libertadores
Cruzeiro -
Univ de Chile
A-League
Newcastle Jets -
Melbourne City
First Division A
Genk -
Brügge
Championship
Fulham -
Sunderland
Ligue 1
Montpellier -
St. Etienne
Primera División
Levante -
FC Sevilla
J1 League
Kobe -
Kawasaki
A-League
FC Sydney -
Melbourne Victory
Primera División
Espanyol -
Las Palmas
Premier League
Liverpool -
Stoke
CSL
Guangzhou Evergrande -
Jiangsu
Championship
Aston Villa -
Derby County
Premier League
Huddersfield -
Everton
Primera División
Real Sociedad -
Bilbao
1. HNL
Dinamo Zagreb -
Rijeka
Ligue 1
Lyon -
Nantes
Serie A
AS Rom -
Chievo Verona
Championship
Middlesbrough -
Millwall
Premier League
Swansea -
Chelsea
Primera División
Real Madrid -
Leganes
Primeira Liga
Benfica -
Tondela
Ligue 1
Bordeaux -
Dijon
Ligue 1
Lille -
Metz
Ligue 1
Monaco -
Amiens
Ligue 1
Strassburg -
Nizza
Ligue 1
Troyes -
Caen
Premier League
Crystal Palace -
Leicester (Delayed)
Primera División
Villarreal -
Celta Vigo
Serie A
Inter Mailand -
Juventus
Premier League
Southampton -
Bournemouth (DELAYED)
Premier League
Newcastle -
West Bromwich (Delayed)
Premier League
Burnley -
Brighton (Delayed)
Primera División
Getafe -
Girona
Serie A
Crotone -
Sassuolo
Premiership
Celtic -
Rangers
Eredivisie
Feyenoord -
Sparta
Ligue 1
Rennes -
Toulouse
Serie A
Sampdoria -
Cagliari
Serie A
Atalanta -
CFC Genua
Serie A
Bologna -
AC Mailand
Serie A
Hellas Verona -
SPAL
Serie A
Benevento -
Udinese
Premier League
West Ham -
Man City
Super Liga
Napredak -
Roter Stern
Primera División
Alaves -
Atletico Madrid
Ligue 1
Angers -
Marseille
Premier League
Man United -
Arsenal
Superliga
Bröndby -
Nordsjälland
Serie A
Florenz -
Neapel
Primera División
Valencia -
Eibar
Primeira Liga
Maritimo -
FC Porto
Primera División
La Coruna -
FC Barcelona
Serie A
FC Turin -
Lazio
Ligue 1
PSG -
Guingamp
Premier League
FK Krasnodar -
Lok Moskau
Premier League
Tottenham -
Watford
Primera División
Real Betis -
Malaga
Copa Libertadores
Nacional -
Santos
J1 League
Kobe -
FC Tokyo
1. HNL
Slaven Belupo -
Dinamo Zagreb
Ligue 1
Amiens -
PSG
Premier League
Brighton -
Man United
Primera División
FC Sevilla -
Real Sociedad
Primera División
Girona -
Eibar
Premier League
Stoke -
Crystal Palace
CSL
Guangzhou R&F -
Shanghai Shenhua
Premier League
Lok Moskau -
Zenit
Premier League
West Bromwich -
Tottenham
Primera División
Bilbao -
Real Betis
Serie A
AC Mailand -
Hellas Verona
Premier League
Everton -
Southampton
Primera División
Celta Vigo -
La Coruna
Premier League
Leicester -
West Ham (DELAYED)
Primera División
Villarreal -
Valencia
Serie A
Juventus -
Bologna
Primeira Liga
Sporting -
Benfica
Premier League
Bournemouth -
Swansea (Delayed)
Premier League
Watford -
Newcastle (Delayed)
J1 League
Hiroshima -
Kobe
Primera División
Málaga -
Alavés
Serie A
Udinese -
Inter Mailand
Premier League
Man City -
Huddersfield
Ligue 1
St. Etienne -
Bordeaux
Serie A
Lazio -
Atalanta
Serie A
SPAL -
Benevento
Serie A
Chievo Verona -
Crotone
Serie A
CFC Genua -
Florenz
Serie A
Neapel -
FC Turin
Ligue 1
Lyon -
Troyes
Ligue 1
Caen -
Monaco
Ligue 1
Dijon -
Guingamp
Ligue 1
Metz -
Angers
Ligue 1
Nantes -
Montpellier
Ligue 1
Rennes -
Straßburg
Premier League
Chelsea -
Liverpool
Premier League
Arsenal -
Burnley (Delayed)
Primera División
FC Barcelona -
Real Madrid
Primeira Liga
FC Porto -
Feirense

Henrikh Mkhitaryan macht beim BVB (Di. 20.45 Uhr gegen Juventus im LIVE-TICKER) eine rätselhafte Entwicklung durch. Die Leistungen des teuersten Einkaufs der Vereinsgeschichte von Borussia Dortmund haben sich auf überschaubarem Niveau eingependelt. Wird der Armenier den Kampf mit dem eigenen Ich gewinnen?

Auch wenn Jürgen Klopp zu Recht darauf hinweist, bei Borussia Dortmund gäbe es weiterhin viel zu tun, so stimmt jedenfalls die Richtung wieder: nach drei Bundesligasiegen in Folge steht man nicht mehr auf einem Abstiegsplatz.

Bei allen fünf Dortmunder Rückrundenspielen hörte Henrikh Mkhitaryan den Anpfiff immer auf der Bank. Nach einem zum Ende der Hinrunde erlittenen Muskelbündelriss stieg der Armenier erst Ende Januar wieder ins Mannschaftstraining ein. Klopp wechselte Mkhitaryan jedes Mal ein, drei Mal davon war er auch die erste Option des Coachs.

Dass ein spielfiter Mkhitaryan draußen sitzt, gab es in den eineinhalb Jahren, die Dortmunds teuerster Einkauf aller Zeiten (27,5 Millionen Euro Ablöse) nun schon in Westfalen spielt, nur selten. Das ist derzeit auch der Tatsache geschuldet, dass sich mehr Alternativen bieten und sich mittlerweile eine erste Elf herauskristallisierte, die in ihrer Zusammenstellung stark verbessert gegenüber der Vorrunde auftritt. Die Köpfe der Spieler werden freier, ein Mehr an Dynamik und eine Prise der "alten" Selbstverständlichkeit stecken wieder im Spiel der Borussen.

Mkhitaryans rätselhafte Entwicklung

Bislang stand Mkhitaryan nach Verletzungen immer relativ schnell wieder in der Startformation. Das ist jetzt nicht der Fall, der Stammplatz ist erst einmal futsch. Stellt man dem 26-Jährigen auf dieser Basis ein Zwischenfazit aus, stößt man vor allem auf eine rätselhafte Entwicklung, die Mkhitaryan in seiner Zeit in Deutschland durchmacht.

Seine Leistungskurve kam in den letzten Monaten analog zur jeweiligen Ursache seiner Blessuren an einem Tiefpunkt an. Im Sommer 2013, als er frisch zum BVB stieß, verletzte er sich in Luzern nach einem erzielten Treffer - Syndesmosebandanriss. Der Bänderriss in der Fußwurzel, den er sich im vergangenen September beim Spiel in Mainz zuzog, resultierte aus einem geblockten Schussversuch, der letztlich unglücklich an der Latte hängen blieb.

Diese Partie beim FSV, als die Borussia einen Sieg zur Tabellenführung benötigte, markiert in der Rückschau den Beginn der seit vielen Jahren größten Dortmunder Krise. Sie ist zugleich Mkhitaryans Fall in eine fußballerische Midlife Crisis. Als er sich nach ausschließlich schwachen Darbietungen im Dezember in Berlin seine letzte Verletzung zuzog, passierte dies bei einem enorm verunglückten Distanzschuss.

Fast nur Licht oder Schatten

Mkhitaryans Auftritte in der aktuellen Spielzeit lassen nur schwer erahnen, wie lange es noch dauern wird, bis er in Dortmund vollständig ankommt. Bei keinem anderen Spieler im BVB-Kader kann so häufig der Konjunktiv bemüht werden: Mkhitaryan könnte so viel besser spielen, er wäre eigentlich der ideale Spieler für Klopp, es müsste doch jetzt endlich bald der Knoten platzen.

Die Champions League geht in die heiße Phase - Jetzt bei Tipico wetten!

Da aber all dies nicht nachhaltig eintrat und er Ende des Vorjahres zusehends unter dem Druck der sportlichen Lage verkrampfte, bleibt Mkhitaryans wirkliches Können in einem diffusen Licht zurück. Während er besonders in der Rückrunde der Vorsaison mehrere starke Partien aus dem Halbraum des linken Mittelfelds kommend abriss, hat nun die Häufigkeit seiner verschieden gearteten Fehler seinen Ruf längst ins Negative gezogen.

Mkhitaryan scheint keinen Graubereich in seinem Spiel zu kennen, er bietet fast nur Licht oder Schatten. Dieses Phänomen kam zuletzt aber nur noch eindimensional daher, denn Licht war schon lange nicht mehr. Mkhitaryan ging mit seinen Kollegen in der Hinrunde unter. Doch einer, der so viel Geld gekostet hat und gut verdient, steht selbst in einer Phase des Kollektivversagens eher am Pranger als andere.

Probleme mit dem Druck

Die unerwartete Entwicklung in Dortmund erfasste auch Mkhitaryan mit voller Wucht - und sie hemmt ihn. Mkhitaryan spielte in dieser Saison unglaublich viele Fehlpässe, verrannte sich kopflos in gegnerischen Formationen, traf falsche Entscheidungen oder schoss kläglich aufs Tor. Es ist die Unerklärlichkeit solcher häufig wiederholten Aktionen, die beim Beobachter beinahe Mitleid erwecken und die Skepsis an seiner Person größer werden ließ.

Diese Entwicklung ist Gift für den intelligenten wie hoch sensiblen armenischen Nationalspieler. Bei Mkhitaryan hat man das Gefühl, er setze sich unter permanenten Druck, es immer und überall allen Recht machen zu müssen - und übersieht dabei, dass er sich auf diese Weise selbst die größte Baustelle ins Haus holt.

Probleme mit dem Druck, sowohl von innen, als auch von außen, offenbarte Mkhitaryan bereits Ende der vergangenen Saison. Das neue Leistungsniveau der Bundesliga, die Bürde der hohen Ablösesumme, die Erwartungshaltung an den vermeintlichen Mario-Götze-Nachfolger - all dies habe ihn damals enorm beschäftigt, sagte er in einem Interview mit der "Welt".

Konstanz und Zielstrebigkeit fehlen

Man kann sich ausmalen, wie sehr es an ihm nagen dürfte, dass er als unfähiger Unglücksrabe zum Sinnbild des Dortmunder Absturzes gemacht wurde. Mkhitaryan helfen vor allem persönliche Erfolgserlebnisse, um nicht weiter im sportlich-psychischen Negativstrudel hängen zu bleiben, während seine Teamkollegen dank der Siege zuletzt Schritt für Schritt daraus entkommen.

Nimmt man nur die letzten vier Wochen, dann ist das Ende von Mkhitaryans Midlife Crisis vage zu erkennen und auch nicht extrem weit entfernt. Es spricht für ihn, dass er auf dem Weg zur Gesundung zuletzt wieder großen Willen ausstrahlte, sich nicht entmutigen ließ und auch keine Verantwortung scheute.

Der erwähnte Konjunktiv ist bei Mkhitaryan durchaus angebracht. Sein Potenzial wird selbst bei seinen schwachen Auftritten augenscheinlich. Die Spielintelligenz, die (Handlungs-)Schnelligkeit, der Blick für Räume - all dies blitzt immer wieder auf. Konstanz und Zielstrebigkeit ist das, was ihm fehlt. Und die Uhr tickt.

Kampf mit dem eigenen Ich

Er muss sich jetzt vor allem selbst beweisen, dass er aus dem tiefen Loch gestärkt hervorkommen und die Verkrampfung vollständig lösen kann. Sonst läuft er Gefahr, dass ihm der Makel, nur dann zu glänzen, wenn auch das Kollektiv glänzt, länger anhaftet als es gesund wäre.

Mkhitaryan ist zwar charakterlich so gepolt, dass er dazu auch die Rückendeckung der Gemeinschaft benötigt. Es ist aber in erster Linie ein Kampf mit dem eigenen Ich, den er auszufechten hat. Findet er die Balance in seinem Spiel wieder, kann er mit seinen strategischen Fähigkeiten wie mehrfach angedeutet ein integraler Bestandteil des Dortmunder Fußballs sein. Ein Mkhitaryan in Top-Form und mit Selbstvertrauen dürfte immer einen Platz in der ersten Elf finden.

Vielleicht würde es ihm helfen, wenn er sich an die Bestätigung erinnert, die er dafür bereits im Vorjahr bekommen hat. Damals brillierte Mkhitaryan und schoss zwei Tore zum Auswärtssieg in Frankfurt. Danach sagte Klopp: "Wir hätten noch viel mehr für ihn bezahlt, so sehr wollten wir ihn."

Henrikh Mkhitaryan im Steckbrief

Werbung
Werbung
Dunkest - The American Fantasy Basketball by SPOX.com
Werbung
Werbung