Montag, 03.11.2014

Vor CL-Auftritt in St. Petersburg

Hinrunden-Aus für Papadopoulos

Der Ärger vom Wochenende war noch nicht verraucht, da folgte für Bayer Leverkusen der nächste Schock: Kyriakos Papadopoulos zog sich kurz vor dem Ende des Abschlusstrainings am Montagvormittag im Schatten der BayArena bei einem unglücklichen Sturz eine schwere Schulterverletzung zu und konnte deshalb am Mittag die Reise zum Champions-League-Gruppenspiel bei Zenit St. Petersburg nicht mit antreten.

Kyriakos Papadopoulos wird Bayer bis zum Jahresende fehlen
© getty
Kyriakos Papadopoulos wird Bayer bis zum Jahresende fehlen

"Er wird bis zum Jahresende ausfallen. Da ist sehr bitter für uns, zumal die Umstände für uns ohnehin alles andere als ideal waren. Wir werden von Verletzungen verfolgt", sagte Bayer-Trainer Roger Schmidt frustriert kurz vor dem viereinhalbstündigen Flug von Köln aus in die einstige Zarenhauptstadt. Schmidt hatte wegen der Reisestrapazen und der Zeitumstellung das Abschlusstraining bewusst "im eigenen Wohnzimmer" durchgeführt.

Auch Sportchef Rudi Völler bedauerte den Ausfall des kantigen griechischen Nationalspielers, der im Hinspiel vor zwei Wochen nach einer Schulterblessur ein tollen Comeback gegeben und das Tor zum 2:0-Endstand erzielt hatte: "Das ist sehr, sehr schade, er hat zuletzt prima gespielt."

Getrübte Stimmung

Die erneute Schulterverletzung der Schalker Leihgabe trübte die Stimmung bei der Werkself erheblich, nachdem Bayer am Wochenende schon das 0:1 im Holzhackerspiel beim Hamburger SV und vier Tage zuvor die Zitterpartie im DFB-Pokal beim Regionalligisten 1. FC Magdeburg (5:4 im Elfmeterschießen) auf den Magen geschlagen hatten. "Das ist ein weitere Rückschlag für uns", so Bayer-Torjäger Stefan Kießling.

Völler erhofft sich unterdessen eine Trotzreaktion, vor allem mit Blick auf den vergangenen Samstag: "Die Champions League ist ein ganz anderer Wettbewerb. Also wird das auch ein ganz anderes Spiel. St. Petersburg wird Fußball spielen. Hamburg hatte das nicht vor."

Die Mannschaft weiß laut Völler, was die Stunde im Millionen-Geschäft Champions League geschlagen hat. "Wir haben uns eine ordentliche Ausgangsposition erspielt, und die wollen wir festigen. Da können wir in St. Petersburg dran arbeiten." In der Fünf-Millionen-Stadt an der Newa will Bayer die Tabellenspitze der Gruppe C verteidigen und möglichst auch den Vorsprung ausbauen.

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Wachsendes Lazarett

Dass Bayer einen großen Schritt Richtung Achtelfinale machen kann, unterstrich auch Schmidt: "Wenn wir da etwas mitnehmen, geht für uns die Tür zur nächsten Runde ein großes Stück weiter auf."

Ebenso wie Papadopoulos fehlen Bayer im Petrowski-Stadion allerdings auch die Langzeitverletzten Simon Rolfes, Gonzalo Castro und Stefan Reinartz. Für "Papa" wird voraussichtlich Tin Jedvaj im defensiven Mittelfeld spielen, der eigentlich den gesperrten Brasilianer Wendell als Linksverteidiger ersetzen sollte.

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Zenit mit erfolgreicher Generalprobe

Diese Rolle kommt nun voraussichtlich Sebastian Boenisch zu. Immerhin gab Ersatzkapitän Lars Bender, der sich in Hamburg gleich Prellungen an der Nase und am Knie zugezogen, am Montagmittag grünes Licht für einen Einsatz.

Im Gegensatz zu Bayer feierte St. Petersburg eine erfolgreiche Generalprobe für Dienstag. Das Team von Trainer Andre Villas-Boas, das Bayer wieder von der Tabellenspitze stürzen will, gewann das Topspiel gegen ZSKA Moskau 1:0 und baute seinen Vorsprung in der Premjer Liga auf sieben Punkte aus. "Das war ein fantastischer Auftritt von uns", sagte Villas-Boas anschließend. Das konnte sein Kollege Schmidt in der vergangenen Woche von seiner Mannschaft nicht behaupten.

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