Rummenigge hofft auf "bayerische Sternstunde"

Auf dem Weg nach "dahoam"

SID
Dienstag, 24.04.2012 | 11:53 Uhr
Jupp Heynckes: Zu Hause ist es immer noch am schönsten
© Getty
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Der große Traum vom "Finale dahoam" hat München fest im Griff. In der Innenstadt verabschiedeten riesige Werbeplakate mit dieser Aufschrift die Bayern und als sie am Dienstagmorgen zum Abflug nach Madrid zum Gate G 32 kamen, war dort sogar ihre Heimarena im Kleinformat aufgebaut.

"Wir haben eine wunderbare Champions-League-Saison gespielt - und jetzt wollen wir den Traum wahr machen. Wir werden dafür aber eine bayerische Sternstunde brauchen", sagte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge mit Blick auf das Heimfinale der Champions League am 19. Mai: "Beide Teams wollen ins Finale, wir aber vielleicht noch ein bisschen mehr."

Breitner: "Dann ziehen wir ins Finale ein"

Schließlich hat noch nie eine Mannschaft das Finale der europäischen Königsklasse in der eigenen Arena erreicht - nicht einmal die "Königlichen" von Real Madrid oder die "Außerirdischen" vom FC Barcelona. Paul Breitner zeigte sich auf dem Flughafen aber davon überzeugt, dass sich das am Mittwochabend geändert haben wird: "Wenn wir nur 95 Prozent bringen und so intelligent gegen Ronaldo spielen wie im Hinspiel, dann ziehen wir ins Finale ein."

Dass die Stunde der Wahrheit vor dem Halbfinal-Rückspiel geschlagen hat und das Endspiel im eigenen Wohnzimmer nur noch ein Unentschieden entfernt ist, merkte man am Münchner Flughafen schnell. 15 Kamerateams, rund 70 Journalisten waren vor Ort, als die lange vom Stau aufgehaltenen Bayern den Flughafen betraten. Es war wie ein Symbol, dass die zuletzt durch einen heftigen Kabinenstreit aufgefallenen Franck Ribery und Arjen Robben zusammen den Flughafen betraten.

Die Pappwand, vor der Rummenigge sein traditionelles Flughafen-Interview gab, war auf doppelte Größe ausgeklappt worden. Rummenigge ließ sich von dem Andrang aber keineswegs beirren, sondern gab die Siegtaktik aus: "Madrid wird mit großer Wucht kommen, und wir werden versuchen, Nadelstiche zu setzen. Wir werden ein Tor erzielen müssen, um ins Finale zu kommen."

"Haben eine große Chance"

Das 2:1 aus dem Hinspiel gibt allen Grund für den Optimismus, den das gesamte Bayern-Kollektiv versprühte. "Wir haben eine große Chance auf das Finale", sagte etwa Torhüter Manuel Neuer, Trainer Jupp Heynckes sprach von "großem Selbstvertrauen". Zum vierten Mal können die Bayern in ein Finale der Champions League einziehen - und wären dabei dennoch einzigartig: Noch nie ist es einer Mannschaft gelungen, ein Endspiel im eigenen Stadion zu erreichen. Die 5,6 Millionen Euro Prämie, die die Einnahmen aus der Königsklasse auf rund 50,9 Millionen Euro anwachsen lassen würden, wirkten angesichts des möglichen historischen Erfolgs fast nebensächlich.

Ein Finalsieg würde gar neun Millionen Euro extra bringen - aber bis dahin ist es noch ein weiter Weg. Zudem droht sieben Bayern - unter anderem der gesamten Abwehrkette - im Falle einer Verwarnung in Madrid bei einem möglichen Finale der bittere Gang auf die Tribüne. Präsident Uli Hoeneß warnt jedoch ausdrücklich vor zu viel Vorsicht: "Wir kümmern uns ausschließlich darum, das wir ins Endspiel kommen, dann können wir uns darum kümmern, welche Spieler wir dort einsetzen."

Einfach so "wie im Hinspiel"

Ein Selbstläufer wird es nicht vor 80.925 Zuschauern im Santiago-Bernabeu-Stadion. Von "einem Hexenkessel" sprach Lahm, Ribery forderte; dass wir "dort ohne Angst spielen müssen". Hoeneß erinnerte jedoch trotz der 0:2-Niederlage im Finale 2010 gegen Inter Mailand mit dem heutigen Real-Trainer Jose Mourinho an die "großen Spiele, die wir im Bernabeu schon gemacht haben". Rummenigge ist aber von einer Bayern-Galavorstellung überzeugt: "Das Stadion ist ein großer Mythos. Jeder Spieler freut sich, dort zu zeigen, welche Klasse und Qualität er hat-."

Mut macht den Bayern, dass sie in dieser Spielzeit in 20 von 26 Auswärtspartien trafen. Selbst ein 2:3 würde reichen, um sich den Saisontraum zu verwirklichen. Und Madrid hat Respekt vor der "Bestia Negra" (Schwarze Bestie) aus München: Der Madrider Teamdirektor Zinedine Zidane forderte per Videobotschaft sogar bereits die Fans zur Hilfe auf: "Ihr seid es, die dieses Spiel gewinnen müsst", sagte der einstige Weltstar auf der Webseite des spanischen Fußball-Rekordmeisters.

"Diese Spiel ist etwas Besonderes, diese Situation mit dem Heimfinale wird in der Karriere der Spieler nie wieder kommen. Wir wollen uns unseren Traum erfüllen", sagte Hoeneß. Die Bayern wollen zurück nach "dahoam".

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