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BVB paniert Wolfsburg vor leerer Südtribüne

Samstag, 18.02.2017 | 17:18 Uhr
Ousmane Dembele erzielte das 3:0
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Borussia Dortmund hat den nächsten wichtigen Sieg für das Saisonziel Champions-League-Qualifikation eingefahren. Gegen den VfL Wolfsburg setzte sich der BVB am 21. Spieltag der Bundesliga 3:0 (1:0) durch.

Vor 56.906 Zuschauern im Signal Iduna Park ging der BVB durch ein Eigentor von Jeffrey Bruma in Führung (20.). Lukasz Piszczek erhöhte kurz nach dem Seitenwechsel (48.). Er traf in dieser Bundesliga-Saison damit zum fünften Mal und somit häufiger als als Reus (2), Schürrle und Götze (je 1) zusammen.

Ousmane Dembele machte den Deckel drauf (59.). Der BVB verlor damit keines der vergangenen 31 Heimspiele in der Bundesliga (25 Siege, 6 Remis) und baute den laufenden Vereinsrekord weiter aus. Durch Frankfurts Niederlage gegen Ingolstadt rückte der BVB auf Platz drei der Tabelle vor.

Das Spiel fand vor einer leeren Südtribüne statt. Die Gelbe Wand mit ihren fast 25.000 Fans war nach den Vorfällen im Spiel gegen RB Leipzig am 4. Februar (1:0) für die Partie gegen Wolfsburg vom Kontrollausschuss des DFB komplett gesperrt worden. Der BVB hatte die Strafe akzeptiert.

Mit seinem 304. Pflichtspieleinsatz für den BVB ließ Marcel Schmelzer Christian Wörns (303) hinter sich. Nur zehn Spieler bestritten mehr Spiele für die Borussia im Profi-Fußball.

Die Reaktionen:

Thomas Tuchel (Trainer Dortmund): "Wir haben es geschafft, konzentriert zu spielen. Wir haben viele Chancen erspielt und wenig zugelassen. Wir sind derzeit sehr fleißig und diszipliniert in der Abwehr."

Valerien Ismael (Trainer Wolfsburg): "Es war ein mehr als verdienter Sieg für Dortmund. Über 90 Minuten haben wir viel zu wenig nach vorne gemacht, um den BVB in Bedrängnis zu bringen. Nach dem 2:0 war Dortmund befreit und wir sind nicht mehr zurückgekommen. Dieses Spiel müssen wir schnell vergessen."

Der Spielfilm:

Vor dem Anpfiff: In der Dortmunder Startelf gibt es drei Änderungen im Vergleich zum 0:1 in Lissabon: Castro, Ginter und Schürrle spielen für Durm, Guerreiro (beide Bank) und Sokratis (nicht im Kader).

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Beim VfL sind es zwei Wechsel gegenüber dem 2:1 gegen Hoffenheim. Bruma und Horn spielen für Knoche (Bank) und Bazoer (nicht im Kader).

7.: Erstmals geht es schnell beim BVB. Schürrle schickt Piszczek rechts steil, dessen Flanke landet am Elfmeterpunkt bei Aubameyang. Der pflückt die Kugel runter und schießt aus der Drehung. Benaglio hält im Nachfassen.

9.: Reus marschiert von links nach innen und hält aus 17 Metern einfach mal drauf. Der Flatterball wird gefährlich für Benaglio, der zur Seite abwehren kann.

16.: Aubameyang! Dembele legt im Strafraum quer. Aus neun Metern halblinker Position kommt Aubameyang frei zum Abschluss. Wieder ist der wuchtige Schuss nicht platziert genug, Benaglio pariert mit einem starken Reflex.

20., 1:0, Bruma (ET): Dembeles Flanke wird abgefälscht. Reus blockt erst Gerhardt weg, dann spitzelt Piszczek dem schläfrigen Gomez die Kugel weg. Von da fliegt der Ball zu Bruma, der die Orientierung verliert und ins eigene Tor einköpft!

33.: Seguin geht nach einem Zweikampf mit Castro zu Boden und hält sich den Oberschenkel - offensichtlich etwas Muskuläres. Für ihn geht es nicht mehr weiter, Didavi kommt.

45.+1: Vieirinha sieht zentral am Strafraumrand Malli stehen und bedient ihn von der rechten Seite. Malli schlenzt die Kugel mit dem ersten Kontakt in Richtung linken Pfosten - knapp vorbei!

48., 2:0, Piszczek: Nach einem Castro-Freistoß von links landet der Ball außerhalb des Strafraums bei Dembele. Der schaufelt die Kugel mehr schlecht als recht wieder in die Gefahrenzone. Gustavo, Ginter und Gerhardt ziehen unentschlossen zurück, sodass der Ball am langen Pfosten bei Piszczek landet, der locker einköpft.

50.: Wieder pennt Bruma und verliert die Kugel an Reus. Der gibt direkt weiter an Dembele, dessen Hereingabe von rechts an den linken Pfosten klatscht!

59., 3:0, Dembele: Piszczek hat rechts viel Platz und flankt perfekt und gefühlvoll auf den Elfmeterpunkt. Dembele läuft ein und köpft - etwas unkonventionell per Aufsetzer - ins rechte Toreck.

76.: Aubameyang setzt gut gegen Benaglio nach und spitzelt den Ball an den Keeper. Von da kommt die Kugel zu Pulisic, der aus acht Metern nur noch ins leere Tor einköpfen muss. Schafft er aber nicht! Er köpft den neben dem Tor postierten Aubameyang an - Abseits.

Fazit: Kein Aufbäumen, kein Konzept, keine Ordnung: Wolfsburg untermauerte zu keinem Zeitpunkt die Ambition, einen Punkt mitzunehmen und wurde vom BVB entsprechend auseinandergenommen.

Der Star des Spiels: Lukasz Piszczek. War an allen drei Treffern direkt beteiligt und ackerte auch sonst auf der rechten Seite in Höchstform. Erzwang durch starkes Nachsetzen das 1:0, traf beim 2:0 selbst. Der dritte Treffer ging durch die butterweiche Flanke ebenso zu einem Großteil auf seine Rechnung.

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Der Flop des Spiels: Jeffrey Bruma. Sollte nach abgesessener Gelbsperre die Stabilität zurückbringen - tat alles andere als das. Köpfte den Ball beim 1:0 völlig unbedrängt ins eigene Tor und leistete sich auch in der Folge einige grobe Schnitzer und Fahrlässigkeiten. Stand auch beim 0:2 nur rum und griff nicht aktiv ein.

Der Schiedsrichter: Günter Perl. Gute Leistung des Unparteiischen. Hatte die Partie stets im Griff.

Das fiel auf:

  • Der BVB dominierte die Partie von Beginn an und war auch die Mannschaft mit der deutlich erkennbareren Spielidee. Wie schon in Lissabon versuchte die Borussia, wenn möglich, schnell vertikal nach vorne zu spielen - durchaus auch häufiger mal durchs Zentrum.
  • Beim VfL, der sich weit zurückzog und bloß nichts riskieren wollte, war einmal mehr kein schlüssiges Offensiv-Konzept zu sehen. Der Ball wurde vielmehr einfach in die Zonen gespielt, wo eben gerade ein Weiß-Grüner stand, im nächsten Schritt fehlten meist aber die weiteren Anspielstationen. Für den BVB war das leicht zu verteidigen.
  • Dortmund erspielte sich gleich zu Beginn Chance um Chance (9:2 Torschüsse und 68,1 Prozent Ballaktionen in der ersten Hälfte). Dass es nach 45 Minuten nur 1:0 stand, war erneut der fehlenden Klarheit in den Abschlüssen geschuldet und für die Gäste äußerst schmeichelhaft. Bezeichnend, dass die Führung nicht durch einen Dortmunder Fuß, sondern ein Eigentor fiel.
  • Wolfsburgs Abwehr fiel komplett auseinander, wenn der BVB schnell nach vorne spielte. Weder die Zuordnung, noch das Stellungsspiel stimmten bei den Gästen. Bereits nach 60 Minuten hatten bereits alle BVB-Feldspieler außer Weigl mindestens einmal aufs Wolfsburger Tor geschossen.
  • Spätestens nach dem 0:2 gab sich Wolfsburg komplett auf. 21:6 Torschüsse standen am Schluss für den BVB zu Buche. Dortmund spielte immer weiter auf den nächsten Treffer, die Gäste schoben die Räume nur noch halbherzig und planlos zu.

Dortmund - Wolfsburg: Die Statistik zum Spiel

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