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Plötzlich unersetzlich

Samstag, 27.09.2014 | 22:59 Uhr
Mario Götze ist für die Bayern momentan unverzichtbar
© getty
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Mario Götze spielte eine gute Premieren-Saison beim FC Bayern - und war doch nur ein Star unter vielen. Nach seiner Heldentat vom Maracana hat er den positiven Schwung mitgenommen. Die nächste Gala gegen Köln hat gezeigt: Im Moment geht's nicht ohne ihn.

Die Reaktionen:

Pep Guardiola (Trainer Bayern München): "Wir sind sehr zufrieden, dass wir den ersten Auswärtssieg in dieser Saison gefeiert haben. Es war nicht einfach, weil Köln gut organisiert war. Aber wir haben den Ball gut kontrolliert, nie die Konzentration verloren und wenige Konter zugelassen. Jetzt schlafen wir hier in Köln und fliegen morgen nach Moskau."

Peter Stöger (Trainer 1. FC Köln): "Wir wollten den Bayern ein unangenehmes Spiel bereiten. Nicht indem wir ihnen die Beine blutig klopfen, sondern indem wir die Passwege zustellen. Im Zentrum haben wir einiges gut gemacht, aber Bayern ist einfach nicht unsere Kragenweite. Es gibt Mannschaften, die ihre Chancen eiskalt nutzen und andere, die das nicht so gut tun. Wir gehören zur zweiten Kategorie, die Bayern zur anderen."

Arjen Robben (Bayern München): "Die Kölner standen tief, haben nur defensiv und auf Konter gespielt. Die sind gar nicht rausgekommen. Da ist es manchmal schwierig. Kompliment an die Mannschaft! Wir sind ruhig geblieben, haben den Ball laufen lassen, genug Chancen kreiert und am Ende verdient gewonnen."

Xabi Alonso (Bayern München): " Es war ein schwieriges Spiel. Köln hat sehr tief gestanden, wir mussten heute viel Geduld haben. Wir haben dann das 1:0 gemacht, aber es war über die gesamte Spielzeit ein hartes Stück Arbeit. Nach dem zweiten Tor war es dann etwas ruhiger."

Nachbetrachtung:

Ganz kurz zögerte er. Doch dann sah er sie, die Lücke - wieder einmal. Ein Schritt, noch etwas zögerlich. Ein zweiter. Dann die Explosion. Götze marschiert zur Grundlinie, der Pass von Arjen Robben geht an zwei verdutzten Kölnern vorbei. Götze hat den Ball, fackelt nicht lange. Der Pass in die Mitte ist streng und präzise, David Alaba und Daniel Halfar rangeln um den Ball. Der Kölner stolpert und legt ihn ins eigene Netz. 2:0, die Entscheidung.

Ein Tor und einen Assist steuerte Matchwinner-Götze beim nie gefährdeten Sieg gegen den FC bei. Mit 14 Punkten thronen die Münchner - auch dank der erneuten Götze-Gala - schon wieder an der Tabellenspitze. Zwei Punkte vor den Fohlen aus Gladbach, drei vor der Werkself und sieben vor dem vermeintlich härtesten Konkurrenten aus Dortmund, der im Revier-Derby die nächste Pleite einstecken musste.

Von einem "perfekten Wochenende" sprach Kapitän Philipp Lahm angesichts der Ergebnisse der Konkurrenz. Droht schon früh der nächste Durchmarsch des Rekordmeisters? Fest steht, dass die Münchner der angespannten Personallage aufgrund der WM-Nachwehen eindrucksvoll getrotzt haben.

Götze wischt die Fragezeichen weg

Bastian Schweinsteiger, Franck Ribery, Thiago und bis vor kurzem Arjen Robben - die Liste der Ausfälle alleine in der Offensive ist beim FCB so lang wie hochkarätig. Götze hat das genutzt, seinen Platz gefunden und sich mittlerweile unverzichtbar gemacht. Er drückt dem FC Bayern seinen Stempel auf - endlich.

Die Euphorie von seinem Auftritt aus dem Maracana beim entscheidenden WM-Treffer hat er mitgenommen. Die Fragezeichen waren da, wie er sich nach der Premieren-Saison, die statistisch gesehen stark, in der öffentlichen Wahrnehmung aber ausbaufähig war, präsentieren würde. Götze hat sie vorerst weggewischt. Das Leben als Legende scheint ihm gut zu tun.

"Wenn man in den wichtigen Spielen nicht spielt, ist man enttäuscht", hatte Götze in der vergangenen Saison noch zu Protokoll gegeben. Aktuell spielt er nicht nur in der wichtigen, sondern in allen Partien.

"... da darf man viel erwarten"

Neun Mal mussten die Bayern bislang ran. Zwei Mal, bei der Niederlage im Supercup gegen den BVB und dem enttäuschenden 0:0 gegen Hamburg, kam Götze von der Bank. Ansonsten stand er immer von Anfang an auf dem Platz - und lieferte. "Dafür haben wir ihn eingekauft. Er hat viel Geld gekostet, da darf man viel erwarten", scherzte Karl-Heinz Rummenigge nach dem Spiel gegen Paderborn, als der 37-Millionen-Mann zwei Mal traf.

Mittlerweile ist Götze Bayerns Topscorer, hat vier Liga-Treffer auf dem Konto. Drei Mal erzielte er das wichtige 1:0. Auch im Pokal spielte er den Dosenöffner, im Topspiel gegen City legte er den Siegtreffer in der Nachspielzeit auf.

"Jetzt zahlt sich seine Arbeit aus"

Von einem endgültigen Durchbruch will man in der Mannschaft und im Umfeld allerdings nichts wissen. Götze endlich angekommen? Nein, das war er schon davor. "Seine Arbeit zahlt sich jetzt ein bisschen mehr in Toren aus, er hat aber bisher schon einen sehr guten Job gemacht", sagte Lahm gegenüber "Sport 1". "Bei uns ist das gar kein Thema", erklärte auch Sportdirektor Matthias Sammer. "Er ist ein ganz wichtiger Spieler für uns. Das wird er diese Saison bestimmt zeigen."

Anfangen darf Götze, wenn es nach dem Gusto der Münchner geht, damit schon in vier Tagen, wenn die Bayern nach Moskau reisen. Ein Spiel mit "ekelhaftem Charakter" (Thomas Müller), im kalten Moskau, vor leeren Rängen. Falls sich City und die Roma im Topspiel der Gruppe die Punkte gegenseitig wegnehmen, könnten die Bayern auch in der Königsklasse da stehen, wo sie sich am wohlsten fühlen. "Wir stehen am liebsten ganz oben und sind die Gejagten", blickt Kapitän Lahm auf einen arbeitsreichen Oktober.

Nach Moskau müssen die Bayern unter anderem zum Tabellenzweiten nach Gladbach, in der Champions League in die Ewige Stadt und im Pokal zum HSV, an dem sich die Bayern vor einer Woche die Zähne ausbissen. Ende des Monats kommen innerhalb von vier Tagen Rom und der BVB in die Allianz Arena.

Ein Programm, das es auch angesichts der vielen fehlenden Leistungsträger in sich hat. Doch gejagt werden, das mögen sie ja. Zudem haben sie immer noch den Helden vom Maracana.

Mario Götze im Steckbrief

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