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Königsblauer Albtraum für den BVB

Samstag, 27.09.2014 | 17:23 Uhr
Der FC Schalke 04 konnte besonders nach Standards Gefahr ausstrahlen
© Getty
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Am 6. Spieltag entscheidet der FC Schalke 04 das 145. Revierderby mit 2:1 (2:1) für sich. Borussia Dortmund reicht der Treffer von Pierre-Emerick Aubameyang nicht zum Punktgewinn.

Vor 61.973 Zuschauern in der ausverkauften Veltins-Arena ging der FC Schalke 04 nach gut zehn Minuten in Führung. Joel Matip konnte nach einem Eckball einköpfen, wenig später legte Eric-Maxim Choupo-Moting (23.) das 2:0 nach. Pierre-Emerick Aubameyang (26.) gelang der Anschluss noch vor der Pause.

Reaktionen

Jens Keller (Trainer Schalke 04): "Wir sind sehr, sehr gut ins Spiel gekommen und haben von Anfang an Druck gemacht. Das 2:1 hat ein bisschen einen Knick gebracht, was das Fußballerische angeht. Aber die Jungs haben sich in jeden Ball reingeworfen. Ganz Schalke ist heute froh."

Jürgen Klopp (Trainer Borussia Dortmund): "Wer solche Gegentore kriegt, wird im Fußball selten Spiele gewinnnen. Das hat das Spiel dramatisch beeinflusst. Schalke hat 2:1 gewonnen, weil sie zwei Tore gemacht haben, bei denen wir ihnen tatkräftig unter die Arme gegriffen haben. In der zweiten Halbzeit haben wir alles gegeben. Es fehlte uns die Klarheit und das Glück. Es ist ein Scheißabend - ohne Wenn und Aber."

SPOX-Spielfilm:

Vor dem Anpfiff: Vier Änderungen bei den Dortmundern spülen erstmals in der Saison alle fünf Weltmeister in die Startaufstellung. Kagawa, Jojic, Sokratis und Schmelzer müssen auf der Bank Platz nehmen, dafür kommen Hummels, Ginter, Durm und Ramos.

Bei Schalke ist die Personaldecke ähnlich dünn. Boateng ist aber nach abgesessener Sperre wieder mit dabei, dafür ersetzt Aogo Fuchs links hinten. Matip beginnt für Ayhan.

1.: Die erste Platzwunde des Derbys. Choupo-Moting im Duell mit Piszczek, der Pole bleibt mit Blut im Gesicht liegen. Der Rechtsverteidiger wird neben dem Spielfeld wieder zusammengeflickt und ist zur vierten Minute wieder dabei.

10., 1:0, Matip: Nach einer Ecke von Aogo verliert Hummels seinen Mann. Joel Matip kann seelenruhig nach oben steigen und aus gut fünf Metern an Weidenfeller vorbei ins Netz köpfen.

15.: Langer Ball von Hummels auf die Brust von Immobile. Der Italiener legt direkt zurück auf den einlaufenden Großkreutz. Dessen Schuss geht aber am Tor vorbei.

18.: Aubameyang überlupft die Schalker Viererkette, Immobile zieht von rechts mit Ball in den Strafraum. Der Winkel wird aber zu spitz für einen erfolgreichen Abschluss.

23., 2:0, Choupo-Moting: Der BVB bekommt den Ball nicht hinten raus. Aogo flankt in die Mitte, Weidenfeller pariert stark gegen Huntelaar. Dann legt Ramos kopflos den Ball wieder in die Mitte, Choupo-Moting braucht nur zwei Ballkontakte um zu verwandeln.

26., 2:1, Aubameyang: Neustädter verhält sich nicht gut im Zweikampf mit Ramos, der Kolumbianer kann Richtung Strafraum marschieren. Sein Ball kommt flach in den Rückraum, wo Aubameyang sich nicht zweimal bitten lässt.

37.: Jens Keller wechselt. Sidney Sam geht raus, für ihn kommt Christian Clemens. An einer Verletzung scheint es nicht zu liegen.

49.: Schuss aus der Drehung von Immobile. Aus gut 22 Metern hätte der Schuss genau gepasst, Fährmann kann ihn aber um den Pfosten lenken und auch die anschließende Ecke fangen.

51.: Piszczek unterschätzt einen langen Ball, Choupo-Moting kann ihn in die Mitte legen. Der Abschluss von Boateng geht vorbei.

62.:Freistoß von Aubameyang aus leicht linker, zentraler Position und gut 30 Metern Entfernung. Fährmann ist da und entschärft das Geschoss aufs kurze Eck.

66.: Ramos geht von links in den Strafraum und wird von Matip aus dem Weg geräumt. Gagelmann lässt weiterspielen, dabei war es definitiv ein Foul. Bleibt nur die Frage, ob außerhalb oder innerhalb - am ehesten auf der Linie und damit Elfmeter.

76.: Nach einer Halbfeldflanke von Jojic lässt Fährmann den Ball fallen. Glück für den Schalker, dass keiner schnell genug reagiert, um den Ball zum Ausgleich ins Netz zu drücken.

88.: Der BVB versucht es jetzt mit purem Anrennen. Mehrere lange Bälle landen vor Fährmann und kommen postwendend zurück, Weidenfeller muss alle paar Sekunden den Ball wieder ins Spiel bringen.

90+2.: Huntelaar mit der besten Chance der zweiten Halbzeit. Von links geht er in den Strafraum, der Schuss geht durch Weidenfellers Beine, rollt dann aber am langen Pfosten vorbei.

Fazit: Verdienter Sieg der Knappen aufgrund der ersten Hälfte. Die frühe Führung tat Schalke gut, der BVB war bei eigenem Ballbesitz zu unkreativ. In der zweiten Hälfte rühte Keller Beton an und hatte Erfolg.

Der Star des Spiels: Atsuto Uchida. Einer von vier ganz starken Spielern bei S04. Neben Matip, Boateng und Choupo-Moting herausragender Akteur und maßgeblich am Sieg beteiligt. Defensiv tadellos und auch gegen den gut aufgelegten Aubameyang in der zweiten Hälfte sehr stabil. Offensiv dafür weniger involviert, das war allerdings auch nicht seine Aufgabe.

Der Flop des Spiels: Mats Hummels. Sein Startelfdebüt war die große Hoffnung der Fans auf eine stabile Defensivleistung. Der Innenverteidiger offenbarte aber noch massive Probleme beim Timing im Zweikampf. Offensichtlich wurde dies schon früh beim Gegentreffer. Auch was seine Spieleröffnung anging noch unter gewohntem Niveau.

Der Schiedsrichter: Peter Gagelmann. Passte sich an das Derby an und ließ dementsprechend viel durchgehen. Redete wenig, aber immer deutlich und griff nicht auf Verwarnungen zurück, um die Spieler ruhig zu halten. Das ermöglichte viel Spielfluss und ein sehr ansehnliches Spiel. Hätte allerdings in der 66. Minute Elfmeter für Dortmund geben müssen und verlor in der zweiten Hälfte etwas den Überblick.

Das fiel auf:

  • Borussia Dortmund gegen den Ball in einem sehr klaren, flachen 4-4-2. Immobile und Ramos orientierten sich eng an den Innenverteidigern, Ginter und Bender oft nahe an Boateng. So entstand bisweilen eine große Lücke zwischen Stürmern und Mittelfeld.
  • Auch Schalke versuchte es mit einem 4-4-2 bei tiefem Ballbesitz der Dortmunder. Dabei rückte Meyer neben Huntelaar, bisweilen kam auch Choupo-Moting dazu, wenn sich die Chance auf eine Balleroberung bot.
  • Mit zwei durchsetzungsfähigen Stürmer probierte es der BVB gerne mit langen Bällen in die Spitze. Deshalb orientierten sich Großkreutz und Aubameyang eng an ihren Vorderleuten, um die zweiten Bälle zu erhalten.
  • Um die Konter mit mehr Raum ausspielen zu können, setzte Schalke auf viele schnelle Seitenverlagerungen. So kam Dortmund im Rückwärtsgang nicht in die Zweikämpfe und damit auch nicht an den Ball.
  • Im Ballbesitz hatten beide Mannschaften ihre Probleme. Dortmund verbuchte zur Pause eine Erfolgsquote von knapp über 65 Prozent, der schlechteste Wert seit langem. Die Schalker hatten das Glück der frühen Führung und damit mehr Räume beim Gegenangriff.

Schalke - Dortmund: Die Statistik zum Spiel

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