Samstag, 25.08.2012

Bundesliga - 1. Spieltag

Gerechte Punkteteilung in Freiburg

Der SC Freiburg hat seinen seit nun elf Jahren dauernden Auftaktfluch nicht besiegen können. Gegen den FSV Mainz 05 kam der letztjährige Tabellenzwölfte vor 22.500 Zuschauern über ein 1:1 (0:0) nicht hinaus.

Mehr Krampf als Glanz in Freiburg: SC-Kapitän Schuster (.) im Clinch mit dem Mainzer Baumgartlinger
© Getty
Mehr Krampf als Glanz in Freiburg: SC-Kapitän Schuster (.) im Clinch mit dem Mainzer Baumgartlinger

Die Tore bei der letztlich verdienten Punkteteilung erzielten der Freiburger Neuzugang Max Kruse (49.) und der Mainzer Andreas Ivanschitz (64.) mit einem verwandelten Foulelfmeter. Damit warten die Freiburger seit 2001 auf einen Dreier im ersten Spiel.

Dass die Mannschaft von Trainer Christian Streich ihren in der vergangenen Rückrunde erworbenen Nimbus der Unbesiegbarkeit im eigenen Stadion beibehielt, hatte sie auch einer Mischung aus Glück und Unvermögen der Mainzer zu verdanken. Die Gäste, die in der Vorsaison beide Spiele gewonnen hatten, nutzten drei große Chancen nicht.

"In der ersten Halbzeit können wir 2:0 führen, dann spielt sich das anders", sagte Ivanschitz. Ähnlich sah es Nicolai Müller: "Wenn wir in Führung gehen, läuft es vielleicht anders. So haben wir einen Rückstand aufgeholt und einen Punkt geholt, das passt."

Neuzugang Kruse beginnt

Der Freiburger Trainer Streich hatte in der Anfangsformation einen Neuzugang aufgeboten. Der vom FC St. Pauli gekommene Stürmer Max Kruse sollte neben Karim Guédé für Belebung im Angriff sorgen.

Für die verletzten Mittelfeldspieler Daniel Caliguiri, Jan Rosenthal und Rechtsverteidiger Mensur Mujdza schenkte er neben Guédé zudem Anton Putsila und Abwehrspieler Immanuel Höhn von Anfang an das Vertrauen.

Der Mainzer Trainer Thomas Tuchel setzte auf das schon in der vergangenen Saison mehr oder weniger bewährte Personal.

Mainz zunächst besser

Die Freiburger starteten so, wie es Streich eigentlich von den Gästen erwartet hatte: druckvoll und aggressiv. Die größten Chancen hatten allerdings die mit zunehmender Dauer deutlich dominierenden Mainzer.

Zunächst setzte Andreas Ivanschitz in der elften Minute mit der Hacke Nicolai Müller in Szene, doch der Mittelfeldspieler schoss aus 14 Metern über das Tor.

In der 24. Minute schien dann die Führung der Nullfünfer fällig. Diesmal bediente Müller Ivanschitz, doch ehe der Ball nach dessen Schuss aus spitzem Winkel die Linie überqueren konnte, klärte SC-Innenverteidiger Matthias Ginter in höchster Not die Situation. Erst gegen Ende der ersten Halbzeit gestalteten die Freiburger das Spiel wieder offener.

Freiburg deutlich zielstrebiger

In der zweiten Hälfte waren gerade vier Minuten gespielt, als die deutlich zielstrebiger aus der Kabine gekommenen Freiburger ihre überhaupt erst erste Chance des Spiels ihrerseits gleich zur Führung nutzten. Guédé bediente mit einem Steilpass in die Schnittstelle der Mainzer Abwehr Sturmpartner Kruse.

Der Neuzugang behielt gegen Torwart Christian Wetklo die Nerven und schob den Ball mit dem linken Fuß links ins Tor zum 1:0.

Baumann rettet gegen Soto

Die Mainzer Antwort ließ nicht lange auf sich warten. Die Gäste drängten mit Macht auf den Ausgleich. In der 60. Minute fischte der Freiburger Torhüter Oliver Baumann den Ball nach Sotos Schuss noch aus dem Winkel.

Vier Minuten später war er dann aber machtlos, als Ivanschitz aus elf Metern sicher zum 1:1 verwandelte. SC-Kapitän Julian Schuster hatte Müller zuvor im Strafraum zu Fall gebracht.

Freiburg - Mainz: Daten zum Spiel


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