Bundesliga - 30. Spieltag

Thorsten Fink: "Alle haben's nicht kapiert"

SID
Donnerstag, 12.04.2012 | 11:12 Uhr
HSV-Kapitän Heiko Westermann (l.) und sein Team waren nach dem Spiel gegen Hoffenheim bedient
© Getty
Advertisement
International Champions Cup
DoLive
Man City -
Real Madrid
International Champions Cup
Do13:35
FC Bayern München -
Inter Mailand
UEFA Europa League
Do19:00
Sturm Graz -
Fenerbahce
Copa Sudamericana
Fr00:15
Arsenal -
Recife
Copa do Brasil
Fr02:45
Paranaense -
Gremio
First Division A
Fr20:30
Antwerpen -
Anderlecht
J1 League
Sa12:00
Gamba Osaka -
Cerezo Osaka
J1 League
Sa12:00
Kobe -
Omiya
International Champions Cup
Sa13:35
Chelsea -
Inter Mailand
Emirates Cup
Sa15:00
RB Leipzig -
Sevilla
Club Friendlies
Sa15:30
SV Werder Bremen -
West Ham
Premier League
Sa16:00
Kamjanske -
Schachtjor Donezk
Emirates Cup
Sa17:20
Arsenal -
Benfica
First Division A
Sa18:00
Lokeren -
Brügge
Super Liga
Sa19:00
Partizan -
Javor
Super Cup
Sa21:00
Monaco -
PSG
Serie A
So00:00
Palmeiras -
Avai
International Champions Cup
So00:05
Man City -
Tottenham
International Champions Cup
So02:05
Real Madrid -
Barcelona
CSL
So13:35
Shandong Luneng -
Shanghai SIPG
Emirates Cup
So15:00
RB Leipzig -
Benfica
Emirates Cup
So17:20
Arsenal -
Sevilla
First Division A
So18:00
St. Truiden -
Gent
Superliga
So18:00
Brondby -
Lyngby
Super Liga
So19:00
Rad -
Crvena zvezda
Serie A
So21:00
Corinthians -
Flamengo
International Champions Cup
So22:05
AS Rom -
Juventus
Club Friendlies
So22:30
Bayer 04 Leverkusen -
Lazio Rom
Serie A
Mo00:00
Gremio -
Santos
Premier League
Mo18:30
Spartak Moskau -
Krasnodar
Ligue 2
Mo20:45
Auxerre -
Lens
Club Friendlies
Di18:30
St. Pauli -
Stoke
Copa Sudamericana
Mi00:15
Libertad -
Huracan
Club Friendlies
Mi19:00
Villarreal -
Real Saragossa
Copa Sudamericana
Do00:15
LDU Quito -
Club Bolívar
Serie A
Do02:45
Santos -
Flamengo
Copa Sudamericana
Do02:45
Olimpia -
Nacional
Copa Sudamericana
Fr02:45
Atletico Junior -
Deportivo Cali
Ligue 2
Fr20:00
Lens -
Nimes
First Division A
Fr20:30
Lüttich -
Genk
Ligue 1
Fr20:45
Monaco -
Toulouse
Championship
Fr20:45
Sunderland -
Derby
J1 League
Sa12:00
Kashiwa -
Kobe
Premiership
Sa13:30
Celtic -
Hearts
Club Friendlies
Sa16:00
Crystal Palace -
FC Schalke 04
Championship
Sa16:00
Fulham -
Norwich
Club Friendlies
Sa16:45
RB Leipzig -
Stoke
Ligue 1
Sa17:00
PSG -
Amiens
Club Friendlies
Sa18:15
Liverpool -
Bilbao
Club Friendlies
Sa18:30
Tottenham -
Juventus
Championship
Sa18:30
Aston Villa -
Hull
Ligue 1
Sa20:00
Lyon -
Straßburg
Ligue 1
Sa20:00
Metz -
Guingamp
Ligue 1
Sa20:00
Montpellier -
Caen
Ligue 1
Sa20:00
St. Etienne -
Nizza
Ligue 1
Sa20:00
Troyes -
Rennes
CSL
So13:35
Shanghai SIPG -
Tianjin Quanjian
First Division A
So14:30
Gent -
Antwerpen
Ligue 1
So15:00
Lille -
Nantes
Allsvenskan
So15:00
Sundsvall -
Östersunds
Club Friendlies
So17:00
SC Freiburg -
Turin
Ligue 1
So17:00
Angers -
Bordeaux
Club Friendlies
So17:00
Brighton -
Atletico Madrid
Championship
So17:30
Bolton -
Leeds
First Division A
So18:00
Anderlecht -
Oostende
1. HNL
So19:00
Dinamo Zagreb -
Hajduk
Club Friendlies
So20:30
Inter Mailand -
Villarreal
Copa Libertadores
Mi02:45
River Plate -
Guarani
J1 League
Mi12:00
Shimizu -
Osaka
J1 League
Mi12:00
Kobe -
Kashima
League Cup
Mi20:45
Colchester -
Aston Villa
Copa Libertadores
Do00:15
Gremio -
Godoy Cruz
Club Friendlies
Do02:00
Sevilla -
AS Rom

Zumindest nach dem Schlusspfiff zeigten die Profis des Hamburger SV eine kompakte Abwehrleistung. "Der Heiko sagt was, er ist der Kapitän", lehnte David Jarolim eine Stellungnahme zu der 0:4 (0:2)-Niederlage bei der zuvor in neun Heimspielen sieglosen TSG 1899 Hoffenheim ab. Auch Mladen Petric verwies auf den Spielführer und flüchtete wie seine Kollegen Richtung Bus. Wortführer Westermann übernahm also die Aufgabe, das totale Versagen des abstiegsbedrohten Bundesliga-Dinos zu erklären. Die Erkenntnis des Innenverteidigers: "Das war eine Katastrophe. In unserer Situation geht das gar nicht."

Ging aber doch. Weil sich mehr als nicht nur ein Spieler nicht an die vorgegebene Marschrichtung hielt - wie hinterher Tolgay Arslan. Der zur Halbzeit mit einer Sprunggelenkverletzung ausgewechselte Angreifer hatte vom Redeverbot nichts mitbekommen und machte "leichte Fehler" als Grund für die auch in dieser Höhe verdiente Pleite aus.

Schwerer als die individuellen Patzer aber wog, was der sichtlich bediente Trainer Thorsten Fink in schonungsloser Offenheit feststellte: "Ich habe keinen Abstiegskampf gesehen. Wir haben 1.000 blaue Flecken, aber nicht dagegen gehalten. Wir hätten heute einen großen Abstand schaffen können, aber alle haben's nicht kapiert."

Arnesen sieht nur 70, 80 Prozent

Vielleicht hätte Fink Sportdirektor Frank Arnesen aufstellen sollen, denn der wusste: "Wir können nicht mit 70, 80 Prozent spielen und glauben, so zu gewinnen." Weil sich die Spieler des seit der Bundesliga-Gründung immer erstklassigen HSV in hanseatischer Zurückhaltung übten, bleiben sie mit nur zwei Punkten Abstand auf dem Relegationsrang 14. Nach diesem Offenbarungseid droht mehr denn je der erste Abstieg.

"Wir hatten Glück, dass gestern alle drei Mitkonkurrenten verloren, aber wir können nicht immer auf das Glück hoffen. Wir haben nach zehn Minuten aufgehört, Fußball zu spielen, maximal", monierte Arnesen. Der Däne forderte: "Wir müssen das schnell wegstecken und am Samstag eine ganz andere Mannschaft sehen als heute."

Wähle hier Deinen MAN des Spieltags

Auch Fink verlangte für das anstehende Heimspiel gegen Hannover 96 nicht mehr und nicht weniger, als eine "andere Mentalität". Immerhin habe seine Mannschaft ja in Kaiserslautern (1:0) und gegen Leverkusen (1:1) gezeigt, "dass wir Abstiegskampf können".

Westermann: "Werden eine Antwort geben"

Westermann versprach schnelle Besinnung: "Wir werden am Wochenende eine Antwort geben." Hilfreich wäre bestimmt, wenn der Nationalspieler in Sachen Reaktion mit gutem Beispiel vorangehen würde.

Denn die von ihm organisierte Abwehr erwies sich als Torso. Zudem sorgte Westermann mit seinem tumben Tritt gegen das Bein des Hoffenheimer Stürmers Sven Schipplock im Strafraum nach 25 Minuten schon für die Entscheidung zuungunsten der Gäste.

Ein Sejad Salihovic lässt sich so eine Chance auch dann nicht entgehen, wenn ihn Rückenschmerzen plagen. "Hut ab vor Sali, das war eine klasse Leistung", lobte Babbel den von ihm noch vor wenigen Wochen zu einer Denkpause verdonnerten Kunstschützen.

Nach dem 2:0 hatten die Hoffenheimer, die durch Jannik Vestergaard nach 17 Minuten in Führung gegangen waren, leichtes Spiel. Fabian Johnson (51.) nach einem Sololauf, bei dem die HSV-Abwehrspieler als "Statisten" (Arnesen) agierten, und Schipplock (59.) nach naivem Ballverlust von Gojko Kacar bauten den Vorsprung aus. "Wir müssen froh sein, dass es nur 0:4 ausging", sagte Arnesen.

Hoffenheim denkt noch nicht an Europa League

Warum der Hoffenheimer Trainer Markus Babbel seiner "Herzensangelegenheit" HSV eine "gute" Leistung bescheinigte, blieb sein Geheimnis. Richtig lag der Coach, dessen Mannschaft erstmals seit dem 22. Oktober im eigenen Stadion wieder drei Punkte gewann, mit seiner Bewertung der Hoffenheimer Vorstellung:

"Eine große Willensleistung. Wir haben unsere Chancen eiskalt genutzt. Die Mannschaft hat sich für ihren Aufwand endlich mal belohnt." Der erste Heimsieg in seiner Ägide bedeute, "dass wir jetzt sicher sind. Wir schauen nicht auf die Uefa-Cup-Plätze."

Müssen sie auch nicht, denn die Ränge sechs und sieben berechtigen zur Teilnahme an der Qualifikation zur Europa League. Mit nun 40 Punkten sind die Kraichgauer inzwischen Neunter, vier Zähler fehlen noch auf Leverkusen und Hannover.

Dennoch befand auch Innenverteidiger Marvin Compper: "Über Europa sprechen wir nicht. Wir müssen erstmal unser Spiel in Freiburg gewinnen." Am Samstag kommt es zum Baden-Derby.

Hoffenheim - Hamburg: Daten zum Spiel

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung