Bundesliga - 28. Spieltag

Pleite bringt Bremer Ziele in Gefahr

SID
Claudio Pizarro und Werder Bremen kämpfen um einen Platz im Europacup
© Getty
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Jetzt wird's eng: Als die ratlosen Werderaner und die nach ihrem 3:0-Auswärtssieg jubelnden Mainzer den Rasen im Bremer Weserstadion verließen, herrschte zumindest in diesem Punkt Einigkeit. Und während sich die Zuschauer noch wüsten Beschimpfungen gegen Schiedsrichter Knut Kircher hingaben, dachten die Spieler schon an die Schlussphase der Bundesliga-Saison.

Ausrutscher sind nicht mehr erlaubt, wenn sich Mainz in der Eliteliga halten und Bremen das finanziell notwendige Ziel Europa League schaffen will.

"Europa war noch nie sicher. Jetzt ist das Ziel gefährdet, aber noch ist nichts verloren", sagte Klaus Allofs. Der Werder-Geschäftsführer war angefressen: "Ich kann jeden Pfiff verstehen. Ich bin verwundert, warum die Chance so leicht verspielt wurde." Nur zwei Siege gelangen Werder in der Rückrunde (beim HSV und gegen Hannover), die Heimstärke der Hinserie ist dahin, und in Gladbach, Bayern und Schalke kommen nur noch Topteams nach Bremen.

Werder braucht das Geld

Sechs Punkte hatte Allofs aus den Heimspielen gegen Augsburg (1:1) und Mainz gefordert. Dass aus möglichen 3 + 3 nicht 6, sondern nur 1 magerer Zähler wurde, trifft die Bremer im Kampf um einen Platz im Europacup knallhart. Werder braucht das Geld aus dem internationalen Wettbewerb, um die Verträge von Claudio Pizarro, Tim Wiese, Naldo oder Clemens Fritz verlängern zu können - um nur vier von insgesamt 13 Problemfällen zu nennen. "Wenn wir weiter so spielen, schaffen wir unser Ziel nicht", stellte Allofs klar.

Dabei starteten die Gastgeber durchaus hoffnungsvoll in die richtungweisende Partie. Mit etwas mehr Glück (oder weniger Pech) hätte der nach Gelbsperre zurückgekehrte Philipp Bargfrede in seinem 74. Bundesligaspiel sogar sein erstes Tor erzielt und Werder in Führung geschossen. Wahrscheinlich wäre vieles anders gekommen, wenn der Kopfballaufsetzer nicht an den Pfosten geklatscht wäre (13. Minute).

So aber nahm das Unheil seinen Lauf, weil den Bremern an den Schlüsselstellen die Qualität fehlt. Wenn Pizarro zudem nur durch Wechsel-Geschichten und ein annulliertes Tor nach Vorlage mit dem Oberarm (64.) von sich Reden macht, kommt es zu einem Debakel wie dem gegen Mainz. In vier Partien gegen das Tuchel-Team hatte der Peruaner zuvor vier Tore erzielt - diesmal ging er leer aus.

Schaaf: "Müssen uns den Schuh anziehen"

Dass die desolaten Vorstellungen der ungewissen Zukunft geschuldet sind, bestreitet Allofs. "Das lasse ich nicht gelten. Druck ist ein ständiger Wegbegleiter in unserem Geschäft und kann nicht dazu führen, dass man so spielt. Heute haben sich nicht so viele für eine Weiterverpflichtung empfohlen. Ich will von den Spielern nichts mehr hören über Verträge, sondern nur noch über ihre Leistungen."

Schaafs Stimmung pendelte zwischen enttäuscht, ratlos und verärgert: "Mit dem Gegentor sind wir völlig von unserem Spiel abgekommen", sagte der Coach, der im Klub unverändert vollstes Vertrauen genießt. "Wir müssen uns den Schuh anziehen, schlecht gespielt zu haben."

"Wenn zwei sich streiten, freut sich der Choupo"

Das wollten die beiden einzigen Werderaner, die nach der Blamage Rede und Antwort standen, nicht bestreiten. "Das war ganz bitter - ein rabenschwarzer Tag", sagte Kapitän Fritz. Und Naldo, der nach 51 Minuten für Affolter kam und sein erstes Rückrundenspiel absolvierte, meinte: "Wir sollten nicht über den Schiedsrichter schimpfen, sondern über unsere schlechte Leistung nachdenken."

Den Zorn der Bremer zog sich Kircher nach einem Rempler von Eric-Maxim Choupo-Moting gegen den 18-jährigen Florian Hartherz (48.) zu, der zum 2:0 führte. Nachdem die Führung durch Adam Szalai (19.) der Bremer Naivität entsprungen war, profitierte der für den angeschlagenen Ungarn eingewechselte Choupo-Moting bei seinem zehnten Saisontor zum 3:0 (74.) von einem Missverständnis zwischen Wiese und Fritz.

"Wenn zwei sich streiten, freut sich der Choupo", sagte er, warnte nach dem erst zweiten Auswärtssieg der Saison aber vor Entspannung: "Jetzt wird es ernst im Abstiegskampf."

Bremen - Mainz: Daten zum Spiel

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