Köln: Turbulent wie immer

SID
Sonntag, 11.03.2012 | 13:41 Uhr
Zwischen Köln und Hertha ging es hoch her. Hier legt sich Levan Kobiashwili (l.) mit Geromel an
© Getty
Advertisement
PDC World Championship
Do14.12.
Wahnsinn im Ally Pally:
Die Darts-WM auf DAZN
Bundesliga
MiJetzt
FCB - KÖL: Alle Highlights vom Mittwoch
Indian Super League
Pune -
Bengaluru
Coppa Italia
Lazio -
Cittadella
A-League
FC Sydney -
Melbourne City
Indian Super League
Kerala -
NorthEast Utd
Ligue 1
St. Etienne -
Monaco
Championship
Sheffield Wed -
Wolverhampton
Primera División
Sevilla -
Levante
Premier League
Leicester -
Crystal Palace
Premiership
Aberdeen -
Hibernian
Serie A
Inter Mailand -
Udinese
Premier League
Arsenal -
Newcastle
Championship
Sunderland -
Fulham
Primera División
Bilbao -
Real Sociedad
Ligue 1
Rennes -
PSG
Serie A
FC Turin -
Neapel
Premier League
Man City -
Tottenham
Primera División
Eibar -
Valencia
Championship
Cardiff -
Hull
Ligue 1
Caen -
Guingamp
Ligue 1
Dijon -
Lille
Ligue 1
Montpellier -
Metz
Ligue 1
Straßburg -
Toulouse
Ligue 1
Troyes -
Amiens
Premier League
Chelsea -
Southampton (Delayed)
Primera División
Atletico Madrid -
Alaves
Serie A
AS Rom -
Cagliari
Premier League
Stoke -
West Ham (Delayed)
Premier League
Brighton -
Burnley (DELAYED)
Premier League
Watford -
Huddersfield (DELAYED)
Primera División
Girona -
Getafe
Eredivisie
Sparta -
Feyenoord
Serie A
Hellas Verona -
AC Mailand
Eredivisie
Alkmaar -
Ajax
First Division A
Brügge -
Anderlecht
Ligue 1
Nantes -
Angers
Serie A
Bologna -
Juventus
Serie A
Crotone -
Chievo Verona
Serie A
Florenz -
Genua
Serie A
Sampdoria -
Sassuolo
Premier League
West Bromwich -
Man United
Primera División
Celta Vigo -
Villarreal
Ligue 1
Nizza -
Bordeaux
Premier League
Bournemouth -
Liverpool
Serie A
Benevento -
SPAL
Primera División
Las Palmas -
Espanyol
Primeira Liga
Sporting -
Portimonense
Primera División
Barcelona -
La Coruna
Serie A
Atalanta -
Lazio
Ligue 1
Lyon -
Marseille
Premier League
Everton -
Swansea
Primera División
Malaga -
Real Betis
Primeira Liga
Porto -
Maritimo
League Cup
Arsenal -
West Ham
League Cup
Leicester -
Man City
Coppa Italia
Neapel -
Udinese
Primera División
Levante -
Leganes
Coppa Italia
AS Rom -
FC Turin
Primera División
Getafe -
Las Palmas
First Division A
Mechelen -
Brügge
Coppa Italia
Juventus -
Genua
League Cup
Chelsea -
Bournemouth
Ligue 1
Amiens -
Nantes
Ligue 1
Angers -
Dijon
Ligue 1
Bordeaux -
Montpellier
Ligue 1
Guingamp -
St. Etienne
Ligue 1
Lille -
Nizza
Ligue 1
Marseille -
Troyes
Ligue 1
Metz -
Straßburg
Ligue 1
Monaco -
Rennes
Ligue 1
PSG -
Caen
Ligue 1
Toulouse -
Lyon
League Cup
Bristol City -
Man United
Primera División
Real Sociedad -
Sevilla
Indian Super League
Bengaluru -
Jamshedpur
Primera División
Eibar -
Girona
Primera División
Alaves -
Malaga
Indian Super League
Chennai -
Kerala
Serie A
Chievo Verona -
Bologna
Primera División
Real Betis -
Bilbao
Premier League
Arsenal -
Liverpool
Serie A
Cagliari -
Florenz
Primera División
Espanyol -
Atletico Madrid
A-League
Melbourne City -
Melbourne Victory
Serie A
Lazio -
Crotone
Primera División
Real Madrid -
Barcelona
Premier League
Everton -
Chelsea
Premiership
Kilmarnock -
Rangers
Serie A
Genua -
Benevento
Serie A
Neapel -
Sampdoria
Serie A
Sassuolo -
Inter Mailand
Serie A
SPAL -
FC Turin
Serie A
Udinese -
Hellas Verona
Premier League
Man City -
Bournemouth
Championship
Sheffield Wed -
Middlesbrough
Primera División
Valencia -
Villarreal
Serie A
AC Mailand -
Atalanta
Premier League
Burnley -
Tottenham
Primera División
La Coruna -
Celta Vigo
Championship
Aston Villa -
Sheffield Utd
Eredivisie
PSV -
Vitesse
Premier League
Leicester -
Man United
Serie A
Juventus -
AS Rom
Premier League
Brighton -
Watford (DELAYED)
Premier League
West Ham -
Newcastle (DELAYED)
Premier League
Swansea -
Crystal Palace (DELAYED)
Premier League
Stoke -
West Bromwich (DELAYED)
Premier League
Southampton -
Huddersfield (DELAYED)
Eredivisie
Ajax -
Willem II
Premier League
Tottenham -
Southampton
Premier League
Boxing Day -
Die Konferenz
Championship
Birmingham -
Norwich
Championship
Burton Albion -
Leeds
Premier League
Liverpool -
Swansea
Premier League
Man United -
Burnley (DELAYED)
First Division A
Anderlecht -
Gent
Championship
Brentford -
Aston Villa
Premier League
West Bromwich -
Everton (DELAYED)
Premier League
Huddersfield -
Stoke (DELAYED)
Premier League
Watford -
Leicester (DELAYED)
Premier League
Chelsea -
Brighton (DELAYED)
Premier League
Bournemouth -
West Ham (DELAYED)
Premiership
Hearts – Hibernian

Guido Winkmann überließ nichts dem Zufall. Erst gab es zwei Teller Currywurst mit Kartoffelsalat zur Stärkung, dann folgte ein ausgedehntes DVD-Studium der strittigen Szenen und schließlich diktierte die "Reizfigur des Tages" den TV-Leuten die ausgewählten Antworten ins Notizbuch. Es dauerte mehr als 90 Minuten, ehe Winkmann aus der Schiedsrichterkabine hervorkam und sich der Öffentlichkeit stellte.

Der Polizeibeamte aus Kerken hatte die ganze Aufmerksamkeit auf sich gezogen, als er beim 1:0 (1:0) des 1. FC Köln im hitzigen Abstiegsduell gegen Hertha BSC den Volkshelden Lukas Podolski als einen von drei Spielern des Feldes verwiesen hatte.

Staatstragende Worte hatte Winkmann trotz reiflicher Überlegung aber nicht mitzuteilen. "Das ist ein schwebendes Sportgerichtsverfahren, dem will ich nichts vorwegnehmen", sagte der 38-Jährige, der mit seinen Entscheidungen die Kölner Volksseele zum Kochen und den Lärmpegel in der Arena in den gesundheitsgefährdenden Bereich hatte steigen lassen. Winkmann war sich offenbar bewusst, dass seine "Kartenspiele" große Diskussionen nach sich führen würden.

Rudelbildung pa excelance

Schließlich drohte ein emotional geführtes Spiel eine Viertelstunde vor Schluss zu eskalieren. Nach einer aggressiv geführten Rudelbildung nahezu aller Spieler mit Schubsereien und diversen Handgreiflichkeiten sahen Podolski die Rote und der Berliner Lewan Kobiaschwili die Gelb-Rote Karte (75. Minute).

Gesehen habe er die Szene nicht, gab Winkmann zu, wohl aber sein Assistent. Der habe eine Hand- und eine Kopfbewegung Podolskis in Richtung Gegenspieler erkannt, erläuterte der Schiedsrichter, der pikanterweise aus der Umgebung des Kölner Erzrivalen Borussia Mönchengladbach kommt. Eine Ansetzung, die sechs Tage nach dem Angriff Kölner Hooligans auf einen Gladbacher Fanbus jedes Fingerspitzengefühl der Deutschen Fußball-Liga vermissen ließ.

TV-Bilder entlasten Podolski

Die TV-Bilder konnten die Wahrnehmung des Schiedsrichtergespanns freilich nicht stützen. "Ich habe mir nichts vorzuwerfen. Da war nix. Ich soll Kobiaschwili am Hals gewürgt haben. Die Meinung hat er exklusiv", äußerte sich Podolski zur strittigen Szene.

Kurz zuvor war das "Kartenfestival", das Winkmann an diesem Samstagnachmittag veranstaltete, richtig hektisch geworden. Als erstes hatte der Unparteiische den Kölner Mato Jajalo wegen groben Foulspiels an Kobiaschwili des Feldes verwiesen (66.). Eine harte, aber vertretbare Entscheidung gegen den erst acht Minuten vorher eingewechselten Kroaten.

Die zu erwartenden Sperren brachten Trainer Stale Solbakken im Fall Podolski zur Verzweiflung. "Das war eine große Fehlentscheidung. Das war Wahnsinn", sagte der Norweger. Ein Ausfall von Podolski, der lange der beste Spieler auf dem Platz war, könne die Mannschaft kaum verkraften.

Podolski wurde von den Fans bei seinem Abgang vom Rasen frenetisch gefeiert. Den bevorstehenden Wechsel zum FC Arsenal haben die Kölner Fans ihrem "Prinz Poldi" offenbar nicht krumm genommen. Beschlossene Sache sei der Deal noch nicht, sagte der Nationalspieler: "Wenn es etwas zu verkünden gibt, bin ich der erste, der das tun wird."

Finke nach dem Spiel entlassen

Auch Volker Finke hatte vor dem Spiel klargestellt, dass die Würfel noch nicht gefallen seien. Wenige Stunden nach dem Erfolg gegen die Hertha vollzog der FC die überraschende Trennung von seinem Sportdirektor wegen "unterschiedlicher Auffassungen über die Weichenstellungen im Fußball-Bereich des Klubs".

Seit Wochen hatten ständige Differenzen zwischen Finke und Solbakken für Misstöne gesorgt.

Nach dem Abpfiff reagierte Solbakken emotional wie Jürgen Klopp. Mit einem langen Sprint rannte er zur Fankurve, ballte jubelnd die Fäuste.

Eine Stunde hatte seine Elf recht ansehnlich gespielt und durch Christian Clemens vor 48.000 Zuschauern das 1:0 erzielt (36.). Am Ende verteidigte das auf neun Mann geschrumpfte Team den im Abstiegskampf eminent wichtigen Sieg mit großer Leidenschaft gegen die Berliner, deren Sorgen sich eine Woche nach dem 1:0 gegen Bremen wieder vergrößerten.

Köln - Hertha: Daten zum Spiel

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung