Fussball

Hasan Salihamidzic: "Werde keinen anderen Sportvorstand akzeptieren"

Von SPOX
Hasan Salihamidzic hat eine klare Botschaft an den FC Bayern München geschickt.

Hasan Salihamidzic hat eine forsche Botschaft an die Führungsriege des FC Bayern München geschickt. Der aktuelle Sportdirektor verdeutlichte, dass er nicht dazu bereit wäre, unter einem Sportvorstand zu arbeiten.

"Die Vereinsverantwortlichen kennen meine Haltung: Wenn sie sich für einen anderen Sport-Vorstand als mich entscheiden, bin ich nicht mehr der richtige Sportdirektor. Ich werde keinen anderen Sport-Vorstand akzeptieren", sagte Salihamidzic der SportBild.

Zuletzt war Oliver Kahn als möglicher Sport-Vorstand des FC Bayern gehandelt worden. Für Salihamidzic wäre das ein Problem: "Ich habe zu Oliver ein wirklich gutes und klares Verhältnis. Aber ich habe auch eine klare Haltung zu meiner Aufgabe beim FC Bayern, zu meinen Kompetenzen, zu meiner Arbeit."

FC Bayern plant mit Oliver Kahn - Details noch unbekannt

Bereits im Dezember hatte der 42-Jährige erklärt, seine Kompetenzen nicht mit einem Sport-Vorstand teilen zu wollen. Auch damals ging es um den Namen Kahn. "Mit Olli zusammenzuarbeiten, kann ich mir natürlich vorstellen. Aber für mich kommt es überhaupt nicht infrage, unter einem Sport-Vorstand zu arbeiten", sagte er damals im Gespräch mit der Welt.

Derzeit ist noch unklar, ob Kahn wirklich als Sport-Vorstand vorgesehen ist. Nach der Verlängerung des Vorstandsvorsitzenden Karl-Heinz Rummenigge bis 2021 wäre eine andere Position in der Führungsriege aber vorerst nicht zu besetzen. Präsident Uli Hoeneß bestätigte Gedankenspiele mit Kahn, ging allerdings weder bezüglich dessen Funktion noch des zeitlichen Rahmens ins Detail.

Transfers des FC Bayern: Salihamidzic verspricht noch mehr

Abseits der Debatte um einen möglichen neuen Sport-Vorstand des FC Bayern hat sich Salihamidzic auch zu den aktuellen Planungen der Münchner auf dem Transfermarkt geäußert. "Wir werden noch einige Transfers machen", sagte der Sportdirektor und unterstrich das Interesse an Callum Hudson-Odoi (FC Chelsea) und Lucas Hernandez (Atletico Madrid).

Ein Hernandez-Transfer wäre im Winter "unrealistisch", die Gespräche seien aber weiterhin am Laufen. Auch Hudson-Odoi steht ganz klar im Fokus: "Ich bin von seinen Fähigkeiten voll und ganz überzeugt." Die Ajax-Talente Matthijs de Ligt und Frenkie de Jong, von denen Salihamidzic zuletzt noch schwärmte, scheinen aber abgekühlt zu sein: "Wir müssen sehen, was wir im Sommer für eine Bedarf haben."

Auch die Personalie James Rodriguez bleibt weiterhin offen, die Kaufoption wird - wenn überhaupt - im Sommer aktiviert. "Wir schauen uns die Rückrunde an und werden die richtigen Schlüsse ziehen", sagte Salihamidzic, der auf die aktuell schwache Form des Kolumbianers anspielte. James zu kaufen, um ihn direkt gewinnbringend weiterzuverkaufen, sei aber definitiv nicht das Ziel.

Hasan Salihamidzic über Eklat von Franck Ribery

Die kürzliche Aufregung um Franck Ribery hat Salihamidzic intern geklärt. Der Sportdirektor sprach alleine die hohe Geldstrafe für den Franzosen aus, wie er in der SportBild bestätigte. Eine Suspendierung sei nie Thema gewesen. Wie es allerdings mit dem Enfant terrible weitergeht, ist aktuell noch unklar.

Salihamidzic deutete allerdings einen Abschied an: "Es wird Veränderungen in der Mannschaft geben. Ich bin im Moment daran interessiert, dass er sich präsentiert wie in den Wochen vor der Winterpause: in Topform. Das muss Franck verstehen, um nichts anderes geht es. Wir wollen ihn gebührend verabschieden. Das weiß er."

Die Beziehung zwischen dem FC Bayern und Ribery sei "einmalig", weshalb auch im Falle einer Trennung nicht mit Ärger zu rechnen sei: "Ich würde mir wünschen, dass uns Franck erhalten bleibt, nachdem er seine Karriere beendet hat. In welcher Rolle auch immer."

Verkauf von Jerome Boateng oder Mats Hummels wohl kein Thema

Während Ribery den FC Bayern verlassen könnte, wird im Sommer ein neuer Franzose zum FC Bayern stoßen. Benjamin Pavard wurde vom VfB Stuttgart verpflichtet. In den Planungen von Salihamidzic nimmt er die Rolle als vierter Innenverteidiger ein. Ein Verkauf von Jerome Boateng oder Mats Hummels sei entsprechend kein Thema.

"Das heißt, Benjamin erweitert unsere Optionen in der Defensive, es wird mehr gesunden Konkurrenzkampf geben", ordnete der Sportdirektor ein.

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