Fussball

Eintracht Frankfurt - Sportvorstand Bobic im Podcast "kicker meets DAZN": "Vor Hoeneß kann man nur den Hut ziehen"

Von SPOX
Muss im vierten Jahr in Folge die Frankfurter Eintracht "neu erfinden": SGE-Sportvorstand Fredi Bobic.

Alles auf Anfang bei Eintracht Frankfurt? In der ersten Folge des neuen Podcastformats vom kicker und DAZN lässt Frankfurts Sportvorstand Fredi Bobic die vergangene Saison mit all ihren Emotionen, Anstrengungen und Folgen für die anstehende Spielzeit Revue passieren.

Außerdem verrät Bobic, was ihn an seinem Job besonders nervt und spricht über den wahrscheinlichen Abschied von Uli Hoeneß als Präsident des FC Bayern München.

Eintracht Frankfurts Sportvorstand Fredi Bobic über...

... die neu entstandene Euphorie rund um die Frankfurter Eintracht: "In dieser Wucht habe ich das nicht erwartet. Ich hatte mit Frankfurt ja vorher auch nicht viel am Hut. Ich wusste, das ist ein großer Traditionsverein, aber eigentlich hat Frankfurt für mich früher nie eine große Rolle gespielt. Hinfahren, Punkte holen, wegfahren - so war das als Spieler. Das hat man mir etwas übel genommen, aber ich kann ja nicht lügen. Es ist aber so, dass es mich fasziniert hat, was hier in den letzten drei Jahren passiert ist und was für eine Wucht hinter diesem Verein steckt, wie man zu diesem Verein steht, nicht nur in Frankfurt, sondern in der gesamten Region."

... die vergangene Saison in der Europa League: "Was wir letztes Jahr durch diese Europa-League-Reise geschafft haben, ist, dass wir unglaublich große Anerkennung gewonnen haben - nicht nur national, sondern auch international. Eintracht Frankfurt ist schick geworden, es ist hip geworden. Die Art und Weise, wie wir Fußball spielen, wie wir die Spiele mit unseren Fans zusammen zelebrieren. Das Ganze kombiniert, hat einfach super gepasst. Das war ein Imagegewinn von allerhöchstem Wert. Das kann man gar nicht monetär bewerten."

... den Fußball, für den die Eintracht in der vergangenen Saison stand: "Wir haben eine Art Fußball gespielt, der die Leute mitgerissen hat. Das war eine ehrliche Art von Fußball. Wir haben keine Mannschaften hergespielt, weil wir Tiki Taka spielen, es war ehrlich und darin haben sich die Leute wiedererkannt. Das ist etwas, was viele etwas vermissen, glaube ich. Immer Barcelona gegen Real Madrid anzuschauen wird einfach irgendwann etwas langweilig. Aber wenn eine Mannschaft alles aus sich herausholt, das sind Sympathiewerte, die kannst du nur holen, wenn es so ehrlich rüberkommt."

... den Verlust von Luka Jovic und Sebastien Haller in der aktuellen Transferperiode: "Als Luka (Jovic, Anm. d. Red.) gesagt hat, dass er die Zeit in Frankfurt nie vergessen wird, hat er das ehrlich gemeint. Bei Sebastian (Haller, Anm. d. Red.) ist es genauso. Aber sie haben jetzt Chancen, auf noch höherem Niveau zu spielen und mehr zu verdienen. Das muss auch jeder, der einen normalen Beruf hat, verstehen. Aber eines ist sicher: Sie werden das, was sie hier erlebt haben nie vergessen.

... die Anstrengungen, die mit seinem Job einhergehen: "Ich finde es anstrengend, wenn man immer wieder etwas aufbauen muss. Das ist das, was nicht einfach ist und es ist jetzt im vierten Jahr in Folge so. Wir müssen uns jeden Sommer neu erfinden - das ist nicht so einfach."

... den wahrscheinlichen Rückzug von Uli Hoeneß als Bayern-Präsident: "Irgendwie habe ich damit gerechnet, dass irgendwann dieser Punkt kommen wird und er sich zurückzieht. Irgendwann muss es auch für den FC Bayern weitergehen, auch ohne Uli Hoeneß. Er hat diesen Verein 40 Jahre geprägt und man kann nur den Hut davor ziehen, dass er diese Entscheidung selber getroffen hat. In dieser Situation die Entscheidung zu treffen, sich nicht mehr zur Wahl aufstellen zu lassen, das muss man einfach respektieren.

 

 

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