Kimmich: Treueschwur und klare Ansprüche

Mittwoch, 17.05.2017 | 16:27 Uhr
Joshua Kimmich (l.) soll Philipp Lahm als Rechtsverteidiger beim FC Bayern beerben
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Joshua Kimmich hat mit den Gerüchten über einen Abschied vom FC Bayern München aufgeräumt. Er will in München bleiben und sich durchsetzen. Der Nationalspieler hat aber auch klare Vorstellungen.

Joshua Kimmich hat die Nachricht noch auf dem Trainingsplatz bekommen. Er wolle den FC Bayern verlassen, hieß am Dienstagnachmittag. Der Verein reagierte mit einer Richtigstellung und rechtlichen Schritten.

Am Mittwoch räumte Kimmich bei einem Sponsoren-Termin bei Paulaner selbst mit den Gerüchten um seine Person auf: "Fakt ist, dass ich Bayern nicht verlassen möchte."

Zuvor hatte bereits Karl-Heinz Rummenigge für klare Verhältnisse gesorgt. "Er hat Vertrag bis 2020. Ich kann mir vorstellen, dass das noch nicht das Ende der Fahnenstange ist. Wir sind total von ihm überzeugt, inklusive des Trainers. Er soll Nachfolger von Philipp Lahm werden. Er hat unser Vertrauen", sagte der Bayern-Boss bei einem Termin im neuen Nachwuchsleistungszentrum des Klubs.

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Kimmich will in wichtigen Spielen auflaufen

Für eine Garantie auf einen Stammplatz hält Kimmich seine Rolle als Nachfolger des Kapitäns allerdings nicht. Er könne sich aber mit der Position rechts hinten "anfreunden", auch wenn er sich eigentlich als Mittelfeldspieler sieht. "Oberste Priorität hat für mich, auf dem Platz zu stehen und zu spielen", sagte Kimmich und formulierte gleichzeitig einen klaren Anspruch.

Es gehe ihm bei seinen Einsätzen nicht nur darum, Minuten zu sammeln, "sondern viele Spiele von Anfang an zu machen und in wichtigen Spielen zu spielen".

In dieser Saison kam der 22-Jährige zwar auf mehr Einsatzminuten in der Bundesliga (1461) als in der Vorsaison unter Pep Guardiola (1423), aber mit der Qualität seiner Einsatzzeit war Kimmich nicht zufrieden.

Die BL-Statistiken von Joshua Kimmich in den Saison 2016/17 und 2015/16 im Vergleich

Kimmich mit der ersten Saison unter Ancelotti nicht zufrieden

Vor allem in der Vorrunde, als es unter dem neuen Trainer Carlo Ancelotti eine schwierige Phase gab, zählte Kimmich zu den besten Spielern der Bayern.

"Wenn ich meine Spielzeit bekommen habe, habe ich alles rausgehauen und gute Leistungen gezeigt", resümierte Kimmich. "Wenn man dann nicht spielt, wird man ungeduldig. Ich hoffe, dass es in der nächsten Saison besser wird. Das ist mein Anspruch. Mit dieser Saison bin ich nicht zufrieden."

Das habe auch damit zu tun, dass die Erwartungen an ihn und von ihm an sich selbst andere gewesen seien, als im ersten Jahr in München, als er unter Guardiola plötzlich auch als Innenverteidiger glänzte.

Kimmich erwartet Gespräch mit Ancelotti

In der kommenden Saison will er sich endgültig bei Bayern durchsetzen. "Ich will wichtig für den Verein werden, für die Mannschaft und mich zu einem Stammspieler entwickeln", sagte Kimmich.

Auf welcher Position er von Ancelotti eingesetzt wird, hat ihm der Trainer anders als Rummenigge noch nicht mitgeteilt. "Ich gehe davon aus, dass es noch Gespräche geben wird, es wurde jetzt sehr viel öffentlich kommuniziert", sagte Kimmich.

Der scheidende Kapitän Philipp Lahm traut ihm den Durchbruch bei Bayern unabhängig von der Position auf jeden Fall zu: "Josh ist ein super Kerl. Er hat alles, was es in Sachen Einstellung braucht. Er ist sehr ehrgeizig, immer pünktlich, was heute nicht mehr die Regel ist, er gibt auf dem Platz immer alles und hat immer den Mannschaftsgedanken im Blick."

Joshua Kimmich im Steckbrief

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