Leverkusens Sportdirektor Rudi Völler im Interview

"Es gibt ja auch nur ein' Rudi Völler"

Dienstag, 02.08.2016 | 13:30 Uhr
Rudi Völler wurde als Spieler 1990 Weltmeister, als Trainer 2002 Vize-Weltmeister
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SPOX: In all der Zeit, die Sie nun aktiv sind, haben sich der Fußball und die Branche enorm gewandelt. Welche Veränderungen sind Ihnen am meisten suspekt?

Völler: Es ist heute schon ein ganz anderes mediales Arbeiten. Man rennt den Überschriften oder Meldungen von morgen schon heute hinterher, weil alles sofort im Internet verfügbar ist. Früher war klar: Das wird erst am nächsten Tag veröffentlicht, deshalb habe ich Zeit, um bis dahin vernünftig zu reagieren. Heutzutage erfährt man etwas und muss sofort reagieren. Da wird dann auch oft hektisch aus der Hüfte heraus geschossen.

SPOX: Nach Ihren Erfahrungen als Vereins- und Bundestrainer sagten Sie, dass Sie zum Entschluss gekommen wären, der Trainerjob sei dauerhaft nichts für Sie. Hätten Sie gegen Ende Ihrer Spielerkarriere gedacht, eines Tages der Manager zu sein, der nur noch unregelmäßig auf dem Rasen steht?

Völler: Es war eigentlich schon immer mein Ziel, hinter den Kulissen zu arbeiten. Ich wollte ja gar nie Trainer werden. Ich habe bei den einzelnen Stationen dann zwar gemerkt, dass ich das mal kurz machen kann, aber mein Wunsch war stets ein anderer. Mich interessierte schon frühzeitig, wie ein Klub im Innern funktioniert. Ich habe auch als junger Bursche eine Lehre als Bürokaufmann gemacht und dann das erste halbe Jahr bei Kickers Offenbach auf der Geschäftsstelle gearbeitet. Damals gab es noch Schecks, die ich auf der Schreibmaschine ausfüllen musste - das vergesse ich nie. (lacht)

SPOX: Haben Sie sich für ihre jetzige Position auch weiterbilden oder in gänzlich neue Themen erst einmal richtig einarbeiten müssen?

Völler: Ja. Ich hatte das Glück, dass ich Reiner Calmund in den ersten Jahren über die Schulter schauen konnte und dadurch besser verstand, wie man mit Verträgen und Verhandlungen umgeht. Er hat mich auch einfach mal nach Brasilien geschickt, um dort ein bisschen zu scouten, damit ich eben alle Geschäftsfelder nach und nach kennenlerne. Direkt nach der Spielerkarriere wäre ich als Manager oder Sportdirektor aufgeschmissen gewesen.

SPOX: In den 1980er Jahren war Leverkusen noch eine graue Maus, anders als heute war beispielsweise auch die Bezeichnung "Werkself" negativ behaftet. Nun steht der Verein prächtig da und hat in den letzten sechs Jahren fünf Mal die Champions League erreicht. Hätten Sie gedacht, dass Sie mal das Gesicht von Bayer Leverkusen werden würden?

Völler: Damals natürlich nicht im Geringsten. Ich denke, dass dies auch einfach aus der Situation heraus entstanden ist. Als ich 1994 von Olympique Marseille nach Leverkusen gewechselt bin, ging ich davon aus, dort noch zwei Jahre zum Abschluss zu kicken und dann mal zu schauen, was danach kommt. Dann hatte Reiner Calmund die Idee, dass ich ihn unterstütze, so wie es auch Andreas Rettig und später Michael Reschke getan haben. Plötzlich war ich mittendrin, ein paar Dinge haben gut funktioniert und es wurde zum Selbstläufer.

SPOX: Wie sehr hat sich in Ihren Geschäftsbeziehungen die Wahrnehmung des Klubs verändert, läuft man nun selbstbewusster mit dem Bayer-Wappen durchs Land?

Völler: Total. Der Klub hat mittlerweile enorm an Reputation gewonnen. Bayer Leverkusen ist weltweit ein Begriff geworden, auch wenn wir noch nie die deutsche Meisterschaft gewonnen haben. Ein gutes Beispiel ist der Transfer von Chicharito, der uns noch einmal große Aufmerksamkeit beschert hat - vor allem dadurch, dass er sportlich eingeschlagen hat.

SPOX: Gehälter und Ablösesummen im Fußball werden wohl weiter ansteigen. Zwar hat sich in Leverkusen eine klare Klub-Identität herausgebildet, Titelkandidat ist man deshalb aber noch nicht. Gibt es intern Überlegungen, auf welche Ebene man den Klub künftig hieven muss, um den Herausforderungen dieser Zeit standhalten zu können?

Völler: Wir sind jetzt schon am oberen Limit. Es ist und bleibt eine wirtschaftliche Frage. In den 1980er und 1990er Jahren sind beispielsweise die Bayern auch häufig Meister geworden, hatten aber nur ein um zehn bis 20 Prozent größeres Gehaltsbudget als einige andere deutsche Klubs. Da konnte man dann auch mal wie wir fast Meister werden. (lacht) Mittlerweile ist deren Budget drei Mal und das der Dortmunder doppelt so hoch wie unseres. Beide Vereine investieren ihr Geld hervorragend, die Distanz ist praktisch unüberbrückbar geworden.

SPOX: Wie gut stehen denn die Chancen, dass die Bayer AG eines Tages sagt: Wir erhöhen den Betrag, mit dem wir den Fußball unterstützen, damit wir sportlich Schritt halten können?

Völler: Das wird es nicht geben und das finde ich auch gut so. Wir haben klare Vorstellungen, aufgrund derer wir auch nicht mehr so kritisch gesehen werden wie noch vor 20 Jahren. Wir werden mit knapp 25 Millionen Euro pro Jahr noch immer sehr gut unterstützt, auch wenn die Schalker oder Dortmunder von ihren Sponsoren einen ähnlichen Betrag bekommen. Den Rest müssen wir durch die Teilnahme an der Champions League und eine gute Transferpolitik eben selbst erwirtschaften. Und dennoch lassen sich so unsere Ziele erreichen.

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Seite 2: Völler über das Internet, seine Manager-Karriere und den Bayer-Zuschuss

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