"Es gibt ja auch nur ein' Rudi Völler"

Dienstag, 02.08.2016 | 13:30 Uhr
Rudi Völler wurde als Spieler 1990 Weltmeister, als Trainer 2002 Vize-Weltmeister
Advertisement
Premier League Darts
Do22.02.
Berlin Calling! Wer rockt die Premiere in der Hauptstadt?
DAZN World Freestyle Masters
Do22.02.
DAZN lässt die besten Freestyler um die WM kämpfen
League One
Blackburn -
Bury
Serie A
Lazio -
Hellas Verona
Primera División
Getafe -
Celta Vigo
Ligue 1
Troyes -
Dijon
Primera División
Leganes -
Real Madrid
Championship
Derby County -
Leeds
World Freestyle Masters
DAZN World Freestyle Masters
Indian Super League
Mumbai CIty -
NorthEast Utd
J1 League
Tosu -
Kobe
Ligue 1
Straßburg -
Montpellier
Championship
Hull -
Sheffield Utd
Primera División
La Coruna -
Espanyol
Primera División
Celta Vigo -
Eibar
Premier League
Leicester -
Stoke
Premier League
Liverpool -
West Ham
Championship
Preston -
Ipswich
Primera División
Real Madrid -
Alaves
Ligue 1
Toulouse -
Monaco
Serie A
Bologna -
CFC Genua
Premier League
Watford -
Everton
Primera División
Leganes -
Las Palmas
Championship
Fulham -
Wolverhampton
Ligue 1
Dijon -
Caen
Ligue 1
Guingamp -
Metz
Ligue 1
Lille -
Angers
Ligue 1
Nantes -
Amiens
Ligue 1
Rennes -
Troyes
Premier League
West Bromwich -
Huddersfield (DELAYED)
Primera División
FC Barcelona -
Girona
Serie A
Inter Mailand -
Benevento
Primeira Liga
Pacos Ferreira -
Benfica
Premier League
Brighton -
Swansea (DELAYED)
Premier League
Bournemouth -
Newcastle (DELAYED)
Premier League
Burnley -
Southampton (DELAYED)
J2 League
Fukuoka -
Gifu
A-League
FC Sydney -
Sydney Wanderers
Primera División
Villarreal -
Getafe
Eredivisie
Ajax -
Den Haag
Serie A
Crotone -
SPAL
Eredivisie
Feyenoord -
PSV
Premiership
Aberdeen -
Celtic
Super Liga
Partizan -
Zemun
Ligue 1
Bordeaux -
Nizza
Serie A
Florenz -
Chievo Verona
Serie A
Sassuolo -
Lazio
Serie A
Hellas Verona -
FC Turin
Serie A
Sampdoria -
Udinese
Premier League
Man United -
Chelsea
Primera División
Bilbao -
Malaga
1. HNL
Rijeka -
Dinamo Zagreb
Ligue 1
Lyon -
St. Etienne
League Cup
Arsenal -
Man City
League Cup
Arsenal -
Man City (Rocket Beans)
First Division A
Lüttich -
Brügge
Serie A
Juventus -
Atalanta
Superliga
Kopenhagen -
Odense
Primera División
Valencia -
Real Sociedad
Primera División
FC Sevilla -
Atletico Madrid
Serie A
AS Rom -
AC Mailand
Ligue 1
PSG -
Marseille
Primeira Liga
Portimonense -
FC Porto
Serie A
Cagliari -
Neapel
Premier League
Crystal Palace -
Tottenham
Primera División
Levante -
Real Betis
Cup
Akhisar -
Galatasaray
Cup
Akhisar -
Galatasaray (Türkisch)
Primera División
Espanyol -
Real Madrid
Coupe de France
Les Herbiers -
Lens
Primera División
Girona -
Celta Vigo
Copa Libertadores
Defensor -
Gremio
Coppa Italia
Juventus -
Atalanta
Coupe de France
Chambly -
Straßburg
Primera División
Getafe -
La Coruna
Primera División
Bilbao -
Valencia
Primera División
Malaga -
FC Sevilla
Coppa Italia
Lazio -
AC Mailand
Coupe de France
PSG -
Marseille
Primera División
Atletico Madrid -
Leganes
Primera División
Eibar -
Villarreal
Indian Super League
Bengaluru -
Kerala
Cup
Besiktas -
Fenerbahce
Cup
Besiktas -
Fenerbahce (Türkisch)
Primera División
Real Betis -
Real Sociedad
Premier League
Arsenal -
Man City
Primera División
Las Palmas -
FC Barcelona
Coupe de France
Caen -
Lyon
Primera División
Alaves -
Levante
A-League
Melbourne City -
Melbourne Victory
Ligue 1
Nizza -
Lille
Championship
Dundee United -
St. Mirren
Championship
Middlesbrough -
Leeds
Primeira Liga
FC Porto -
Sporting
J1 League
Kobe -
Shimizu
Primera División
Villarreal -
Girona
Serie A
SPAL -
Bologna
Championship
Nott´m Fortest -
Birmingham
Primera División
FC Sevilla -
Bilbao
Primera División
Leganes -
Malaga
Primera División
La Coruna -
Eibar
Championship
Wolverhampton -
Reading
Ligue 1
St. Etienne -
Dijon
Premier League
Southampton -
Stoke (Delayed)
Premier League
Watford -
West Brom (Delayed)
Primera División
Levante -
Espanyol
Serie A
CFC Genua -
Cagliari
League One
Blackburn -
Wigan
Premier League
Brighton -
Arsenal
Serie A
Benevento -
Hellas Verona
Primera División
Valencia -
Real Betis

SPOX: In all der Zeit, die Sie nun aktiv sind, haben sich der Fußball und die Branche enorm gewandelt. Welche Veränderungen sind Ihnen am meisten suspekt?

Völler: Es ist heute schon ein ganz anderes mediales Arbeiten. Man rennt den Überschriften oder Meldungen von morgen schon heute hinterher, weil alles sofort im Internet verfügbar ist. Früher war klar: Das wird erst am nächsten Tag veröffentlicht, deshalb habe ich Zeit, um bis dahin vernünftig zu reagieren. Heutzutage erfährt man etwas und muss sofort reagieren. Da wird dann auch oft hektisch aus der Hüfte heraus geschossen.

SPOX: Nach Ihren Erfahrungen als Vereins- und Bundestrainer sagten Sie, dass Sie zum Entschluss gekommen wären, der Trainerjob sei dauerhaft nichts für Sie. Hätten Sie gegen Ende Ihrer Spielerkarriere gedacht, eines Tages der Manager zu sein, der nur noch unregelmäßig auf dem Rasen steht?

Völler: Es war eigentlich schon immer mein Ziel, hinter den Kulissen zu arbeiten. Ich wollte ja gar nie Trainer werden. Ich habe bei den einzelnen Stationen dann zwar gemerkt, dass ich das mal kurz machen kann, aber mein Wunsch war stets ein anderer. Mich interessierte schon frühzeitig, wie ein Klub im Innern funktioniert. Ich habe auch als junger Bursche eine Lehre als Bürokaufmann gemacht und dann das erste halbe Jahr bei Kickers Offenbach auf der Geschäftsstelle gearbeitet. Damals gab es noch Schecks, die ich auf der Schreibmaschine ausfüllen musste - das vergesse ich nie. (lacht)

SPOX: Haben Sie sich für ihre jetzige Position auch weiterbilden oder in gänzlich neue Themen erst einmal richtig einarbeiten müssen?

Völler: Ja. Ich hatte das Glück, dass ich Reiner Calmund in den ersten Jahren über die Schulter schauen konnte und dadurch besser verstand, wie man mit Verträgen und Verhandlungen umgeht. Er hat mich auch einfach mal nach Brasilien geschickt, um dort ein bisschen zu scouten, damit ich eben alle Geschäftsfelder nach und nach kennenlerne. Direkt nach der Spielerkarriere wäre ich als Manager oder Sportdirektor aufgeschmissen gewesen.

SPOX: In den 1980er Jahren war Leverkusen noch eine graue Maus, anders als heute war beispielsweise auch die Bezeichnung "Werkself" negativ behaftet. Nun steht der Verein prächtig da und hat in den letzten sechs Jahren fünf Mal die Champions League erreicht. Hätten Sie gedacht, dass Sie mal das Gesicht von Bayer Leverkusen werden würden?

Völler: Damals natürlich nicht im Geringsten. Ich denke, dass dies auch einfach aus der Situation heraus entstanden ist. Als ich 1994 von Olympique Marseille nach Leverkusen gewechselt bin, ging ich davon aus, dort noch zwei Jahre zum Abschluss zu kicken und dann mal zu schauen, was danach kommt. Dann hatte Reiner Calmund die Idee, dass ich ihn unterstütze, so wie es auch Andreas Rettig und später Michael Reschke getan haben. Plötzlich war ich mittendrin, ein paar Dinge haben gut funktioniert und es wurde zum Selbstläufer.

SPOX: Wie sehr hat sich in Ihren Geschäftsbeziehungen die Wahrnehmung des Klubs verändert, läuft man nun selbstbewusster mit dem Bayer-Wappen durchs Land?

Völler: Total. Der Klub hat mittlerweile enorm an Reputation gewonnen. Bayer Leverkusen ist weltweit ein Begriff geworden, auch wenn wir noch nie die deutsche Meisterschaft gewonnen haben. Ein gutes Beispiel ist der Transfer von Chicharito, der uns noch einmal große Aufmerksamkeit beschert hat - vor allem dadurch, dass er sportlich eingeschlagen hat.

SPOX: Gehälter und Ablösesummen im Fußball werden wohl weiter ansteigen. Zwar hat sich in Leverkusen eine klare Klub-Identität herausgebildet, Titelkandidat ist man deshalb aber noch nicht. Gibt es intern Überlegungen, auf welche Ebene man den Klub künftig hieven muss, um den Herausforderungen dieser Zeit standhalten zu können?

Völler: Wir sind jetzt schon am oberen Limit. Es ist und bleibt eine wirtschaftliche Frage. In den 1980er und 1990er Jahren sind beispielsweise die Bayern auch häufig Meister geworden, hatten aber nur ein um zehn bis 20 Prozent größeres Gehaltsbudget als einige andere deutsche Klubs. Da konnte man dann auch mal wie wir fast Meister werden. (lacht) Mittlerweile ist deren Budget drei Mal und das der Dortmunder doppelt so hoch wie unseres. Beide Vereine investieren ihr Geld hervorragend, die Distanz ist praktisch unüberbrückbar geworden.

SPOX: Wie gut stehen denn die Chancen, dass die Bayer AG eines Tages sagt: Wir erhöhen den Betrag, mit dem wir den Fußball unterstützen, damit wir sportlich Schritt halten können?

Völler: Das wird es nicht geben und das finde ich auch gut so. Wir haben klare Vorstellungen, aufgrund derer wir auch nicht mehr so kritisch gesehen werden wie noch vor 20 Jahren. Wir werden mit knapp 25 Millionen Euro pro Jahr noch immer sehr gut unterstützt, auch wenn die Schalker oder Dortmunder von ihren Sponsoren einen ähnlichen Betrag bekommen. Den Rest müssen wir durch die Teilnahme an der Champions League und eine gute Transferpolitik eben selbst erwirtschaften. Und dennoch lassen sich so unsere Ziele erreichen.

Seite 1: Völler über den Rudi-Völler-Song, Wutausbrüche und Dieter Thomas Heck

Seite 2: Völler über das Internet, seine Manager-Karriere und den Bayer-Zuschuss

Werbung
Dunkest - The American Fantasy Basketball by SPOX.com
Werbung
Werbung
Werbung