Fussball

Labbadia will den Sieg-Hattrick

SID
Bruno Labbadia möchte mit seinem HSV auch gegen Freiburg gewinnen
© getty

Matchball für "Big Bruno": Der Hamburger SV brennt im Sechs-Punkte-Spiel gegen den direkten Konkurrenten SC Freiburg auf die mögliche Vorentscheidung im Abstiegskampf. "Freiburg wird uns alles abverlangen", sagte Bruno Labbadia, der dem HSV Hoffnung und Glaube an die Rettung zurückgegeben hat: "Wir sind weiter gefordert und müssen noch einmal etwas draufsetzen."

Nach zwei Siegen in Folge (3:2 gegen Augsburg, 2:1 in Mainz) wird Labbadia an der Elbe schon "Big Bruno" genannt. Doch der 49-Jährige sieht sich trotz des jüngsten Aufwärtstrends noch lange nicht am Ziel und schwört seine Mannschaft auf das heiße Saisonfinale ein. "Der Himmel kann sich schneller verfärben als man denkt", sagte Labbadia vor dem Kellerduell am Freitag (20.30 Uhr im LIVE-TICKER).

Im Gegensatz zu den Breisgauern zeigt die Formkurve im Norden aber nach oben. Der Bundesliga-Dino hat als Tabellen-14. mittlerweile einen Punkt mehr auf dem Konto als Freiburg auf dem Relegationsrang - bei dann nur noch zwei ausstehenden Partien könnten die Hanseaten mit einem weiteren Sieg schon einen ganz großen Schritt Richtung Klassenerhalt gehen.

"Es ist eine riesige Möglichkeit für uns, ein echtes Big-Point-Spiel", sagte Verteidiger Heiko Westermann. Und sein Nebenmann Johan Djourou meinte: "Das Spiel ist ein kleiner Matchball im Abstiegskampf." Aber: Drei Siege in Serie gelangen dem HSV zuletzt vor vier Jahren.

Streich: "Werden alles geben"

Auf Trainer Christian Streich und sein nach fünf Spielen ohne "Dreier" etwas verunsichertes Team wartet jedenfalls ein Hexenkessel - die Hamburger Arena ist mit 57.000 Fans ausverkauft. "Wir fahren nach Hamburg, werden alles geben und uns dieser Aufgabe mit erhobenem Haupt stellen", sagte Streich, dessen Vater seit der Kindheit ausgerechnet leidenschaftlicher HSV-Fan ist: "Wir müssen den Kopf oben behalten und versuchen, in Hamburg ein klares, gutes Fußballspiel abzuliefern. Das wird uns gelingen, davon bin ich überzeugt."

Allerdings ist noch unklar, ob Streich dabei auf seinen Top-Torjäger Nils Petersen zurückgreifen kann. Der HSV-Schreck, der in seinen sechs Spielen gegen die Hamburger an vier Treffern beteiligt (drei Tore, ein Assist) war, hat muskuläre Probleme - tritt die Reise nach Hamburg aber an.

Effenberg: Labbadia der Richtige

Leidenschaft, Wille, Disziplin: Labbadia hat den HSV mit dem kleinen Fußball-Einmaleins wieder in die Spur gebracht. Die Mannschaft wehrt sich unter ihrem vierten Trainer in dieser Saison endlich. Und so glauben einige Experten, die die Norddeutschen schon längst abgeschrieben hatten, dank "Big Bruno" wieder an den Klassenerhalt des Traditionsklubs. "Da haben sie den richtigen Mann installiert. Er ist hoch motiviert, er strahlt diesen unbedingten Willen aus", sagte Ex-Nationalspieler Stefan Effenberg dem Hamburger Abendblatt: "Und die Mannschaft hat neuen Schwung, neue Kraft."

Doch so weit will Labbadia natürlich noch nicht gehen. "Abstiegskampf ist brutal. Meisterschaft, Pokal - das ist dagegen Kindergeburtstag", sagte er vor dem Matchball-Spiel gegen Freiburg: "Wir wollen weiter mannschaftlich geschlossen auftreten. Ich erwarte aber keine Wunderdinge."

Der HSV im Überblick

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