"Da ist die Niederlage scheißegal"

SID
Sonntag, 03.05.2015 | 20:27 Uhr
Für Johannes Geis gibt es Wichtigeres als Fußball
© getty
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Für Johannes Geis spielt das Ergebnis eine untergeordnete Rolle. Huub Stevens erkennt bei seiner Mannschaft ein Muster und sucht Beistand von oben, während sich Roberto Di Matteo über die Comeback-Qualitäten seines Teams freut. In Freiburg und Wolfsburg ärgert man sich ebenfalls über die verspielten Siege. Zudem hat Dominic Maroh kein Problem mit dem unattraktiven Spielstil seiner Mannschaft und Manuel Neuer ist einfach nur erleichtert.

Hertha - Mönchengladbach

Pal Dardai (Trainer Hertha): "Wir müssen die Niederlage akzeptieren, Gladbach war heute sehr gut. Wir haben jetzt noch drei Matchbälle. Wir brauchen noch drei Punkte."

Tony Jantschke (Gladbach): "Das ist Wahnsinn. Leverkusen gewinnt fast alles, wir aber auch."

Lucien Favre (Trainer Gladbach): "Hertha war heute sehr gefährlich. In der zweiten Halbzeit haben wir mehr Tempo gemacht. Insgesamt war der Sieg verdient. Wir wollten heute unbedingt gewinnen, weil wir wussten, dass ein Unentschieden im Moment nicht reicht."

Mainz 05 - Hamburger SV

Rafael van der Vaart (zur Soto-Verletzung)"Es tut mir unglaublich leid, ich konnte nichts dafür. Ich habe den Ball getroffen."

Heiko Westermann (Hamburger SV): "Man sieht, dass wir wieder vieles gemeinsam machen, so kannst du auch Spiele gewinnen, aber wir sind noch nicht durch. Das nächste Endspiel wartet."

Johannes Geis (Mainz 05): "Wir sind mit den Gedanken bei Elkin. Da ist die Niederlage scheißegal. Das hat uns aus dem Ruder gebracht."

Martin Schmidt (Trainer Mainz 05): "Nach der Verletzung von Elkin Soto war der Faden weg. Die Spieler waren mit dem Kopf nicht mehr allein auf dem Platz. In der zweiten Hälfte ist das allmählich verflogen. Nach dem 1:1 wollten wir mehr und haben alles verloren."

Bruno Labbadia (Trainer Hamburger SV): "Es war das erwartet intensive Spiel. Wir sind gut reingekommen, haben aber den letzten Pass vermissen lassen. Im Laufe der zweiten Hälfte haben wir uns zu weit hinten reindrängen lassen. Dann haben wir einen Kraftakt hingelegt."

Christian Heidel (Manager Mainz 05): "Das Knie war nicht mehr da, wo es hingehört."

Bayer Leverkusen - Bayern München

Pep Guardiola (Trainer FC Bayern München): "Das war ein ausgeglichenes und sehr umkämpftes Spiel. Calhanoglu ist natürlich ein super Spieler. Wir hätten uns klarere Torchancen herausspielen müssen. Ich bin aber sehr zufrieden mit meinem Team. Es war ein schweres Spiel. In Barcelona wird es noch schwieriger, wir werden unser Bestes geben."

Manuel Neuer (FC Bayern München): "Vorne haben wir kein Tor erzielt. Der Freistoß war natürlich gut geschossen. Uns lag am Herzen, dass sich hier heute keiner verletzt hat. Das war das Allerwichtigste für uns. Es wird schwer, Barcelona zu schlagen. Aber wir werden alles in die Waagschale werfen. Wir wollen ins Finale."

Roger Schmidt (Trainer Bayer Leverkusen): "Ich habe mich besonders für Julian Brandt gefreut. Er hat die Motivation so auf den Platz gebracht, obwohl er an seinem Geburtstag nicht von Anfang an gespielt hat. Wir haben es jetzt selbst in der Hand, den dritten Platz zu behaupten."

Hakan Calhanoglu (Bayer Leverkusen): "Ich wollte unbedingt mal gegen Manuel Neuer ein Tor schießen. Wenn man gegen den Besten ein Freistoßtor schießt, das freut mich umso mehr. Das zeigt mir, dass ich gegen alle Torhüter eine Chance habe."

Simon Rolfes (Bayer Leverkusen): "Wir waren sehr kompakt und aggressiv. Uns war klar, dass wir das Spiel gewinnen können. Wir brauchten den Freistoß von Hakan, um das Spiel zu öffnen. Es ist ärgerlich, dass sich Karim Bellarabi noch eine Gelbe Karte eingefangen hat. Es ist schade, dass er nächste Woche fehlt. Julian Brandt wird ihn nächste Woche aber gut vertreten."

Schalke 04 - VfB Stuttgart

Roberto Di Matteo (Trainer Schalke 04): "Der Ausgleich war ein Rückschlag für die Mannschaft, Stuttgart war sehr, sehr gefährlich bei Kontern, das hat Unruhe in unser Spiel gebracht. Dann haben wir umgestellt und Einwechslungen gemacht, die großen Einfluss hatten. Am Schluss sind wir glücklich, doch noch den Sieg geholt zu haben. Die Mannschaft hat wirklich daran geglaubt, man hat gesehen, dass sie lebendig ist."

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Benedikt Höwedes (Kapitän FC Schalke 04): "Wir sind glücklich, dass wir das Ding noch drehen und drei ganz wichtige Punkte einfahren konnten. Es war auch heute kein spielerisches Glanzstück. Aber es war ein Kampfspiel, das wir angenommen haben."

Huub Stevens (Trainer VfB Stuttgart): "Es ist eine bittere Niederlage. Wir machen wieder unsere Fehler, kommen zurück ins Spiel und haben Chancen, den Sack zuzumachen, aber dann machen wir wieder Fehler, davon profitiert Schalke. Ich gucke nicht auf die anderen, ich gucke nur auf uns. Und wir machen Woche für Woche Fehler. Unser lieber Herr da oben - vielleicht sollten wir auch ins Kloster gehen."

Daniel Ginczek (VfB Stuttgart): "Das ist bitter, dass wir jetzt wieder mit leeren Händen dastehen. Es wird nicht einfacher, es sind nur noch drei Spiele und nur noch neun Punkte. Davon braucht es schon einige, um noch drin zu bleiben."

TSG Hoffenheim - Borussia Dortmund

Jürgen Klopp (Trainer Borussia Dortmund): "Die Mannschaft hat sich reingehauen, das ist mir wichtig. Man muss nicht immer auf die Abstände gucken, sie dürfen nur nicht zu groß werden. Ich habe das Gefühl, dass wir immer noch in Schlagdistanz sind. Das ist eine gute Ausgangsposition."

Markus Gisdol (Trainer 1899 Hoffenheim): "Das war ein außergewöhnliches Spiel. Das Stadion hat gebrannt. Beide Mannschaften haben immer versucht, das Spiel zu gewinnen. Und beide Mannschaften hätten den Sieg verdient gehabt.

Werder Bremen - Eintracht Frankfurt

Viktor Skripnik (Trainer Werder Bremen): "Wir haben noch drei Spiele. Dann schauen wir, wo wir landen werden."

Davie Selke (Werder Bremen): "Es war ein krummes Ding, aber so einen nehme ich auch gerne mit."

Thomas Schaaf (Trainer Eintracht Frankfurt): "Das war aus meiner Sicht eine sehr unterhaltsame Partie. Werder hat eine seiner Chancen zum Sieg genutzt, wir haben das leider nicht getan. In den entscheidenden Situationen konnten wir keinen Stich setzen. Ich bin über die Niederlage natürlich enttäuscht, aber der warme Empfang im Weserstadion hat mich gefreut."

SC Freiburg - SC Paderborn

Christian Streich (Trainer SC Freiburg): "Wir sind nicht gut reingekommen, wurden dann aber besser. Wahnsinnig bitter sind die Auswechslungen wegen Verletzungen. Wir haben im Gegensatz zu Paderborn unsere Chancen nicht genutzt. Ich kann der Mannschaft keinen Vorwurf machen. Wir müssen aufstehen und mit solchen Dingen umgehen.

Julian Schuster (SC Freiburg): "Wir machen uns natürlich Gedanken, wie so etwas zu Stande kommen kann. Wir spielen wie zuletzt wieder nur eine gute Halbzeit. Das ist nicht ausreichend, um die Spiele zu gewinnen. Mir fehlen die Worte."

André Breitenreiter (Trainer SC Paderborn): "Wir haben mit den Einwechslungen richtig gelegen. Aber die Mannschaft hat in der zweiten Halbzeit insgesamt das Gesicht gezeigt, was wir heute erwartet haben. Wir wollten die Zweikämpfe gewinnen und dem Gegner keinen Raum lassen. Deswegen war der Sieg auch verdient. Es gibt Selbstvertrauen für das Heimspiel gegen Wolfsburg. Wir haben einen ersten Schritt gemacht, aber nicht mehr. Auch wenn uns alle abschreiben und keiner an uns glaubt. Wir glauben an uns und hoffen, dass wir unser Ziel erreichen."

Lukas Rupp (zweifacher Torschütze SC Paderborn): "Tanzen ist nicht mein Ding, aber das kann man ja noch lernen."

FC Augsburg - 1. FC Köln

Markus Weinzierl: (Trainer FC Augsburg): "Schade, ich kann meiner Mannschaft nichts vorwerfen, wir waren die bessere Mannschaft mit der klar besseren Spielanlage. Aber wir hatten schon in der Vergangenheit Probleme gegen defensive Mannschaften, umso schwerer war es gegen ultradefensive Kölner."

Paul Verhaegh (FC Augsburg): "Ich fühle mich unheimlich wohl hier. Es wird super Arbeit in diesem Verein geleistet, das macht Spaß. Das war hauptsächlich der Grund, hier zu bleiben."

Peter Stöger (Trainer 1. FC Köln): "Wir sind mit dem Punkt sehr, sehr zufrieden, der tut uns gut. Wir hatten hier sehr viel Arbeit zu verrichten, wollten mehr nach vorne unternehmen, aber das ist uns nicht gelungen. Die Mannschaft hat alles versucht, wir haben schon bessere Spiele abgeliefert."

Dominic Maroh (1. FC Köln): "Es ist nicht gerade sexy, wenn man zu unseren Spielen kommt und keine Tore fallen. Das ist mir egal, die Punkte sprechen für sich. Wir müssen zumindest hinten die Null halten. Es gibt sicherlich Vereine, die für Spektakel zuständig sind. Wir gehören in dieser Saison größtenteils nicht dazu."

VfL Wolfsburg - Hannover 96

Dieter Hecking (Trainer VfL Wolfsburg): "Wir hatten eigentlich schon alles im Griff und machen sogar zur richtigen Zeit unsere Tore. Dann ermöglichen wir es Hannover, doch noch zurückzukommen. Nach der ersten Halbzeit darfst du das nicht mehr aus der Hand geben. Diese Kritik müssen wir heute an unsere Mannschaft richten. In der zweiten Halbzeit war das einfach zu wenig."

Bas Dost (VfL Wolfsburg): "Ich bin nur mit dieser Saison beschäftigt. Nächstes Jahr gucken wir weiter. Wir gucken mal, ob ich bleibe."

Michael Frontzeck (Hannover 96): "Wir sind erst ganz gut reingekommen, haben das Spiel dann aber aus der Hand gegeben. Wir lagen verdient 0:2 hinten. Ich bin dann in der Halbzeit ein bisschen lauter geworden. Wir sind anschließend verändert aus der Pause raus und waren nach dem 2:2 wieder voll da. Es hätten am Ende sicher beide Mannschaften gewinnen können."

Ron-Robert Zieler (Torwart Hannover 96): "Natürlich wird es nicht einfacher. Aber wir noch haben drei Spiele. Es sind lösbare Aufgaben und wir haben noch zwei Heimspiele. Da ist alles drin."

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