Montag, 16.02.2015

Wolfsburgs Verbaloffensive

"Ich will wirklich alles gewinnen"

Der VfL Wolfsburg rüstet zum Angriff auf den FC Bayern - zumindest auf verbaler Ebene. Kevin de Bruyne und Co. träumen von Titeln noch in diesem Jahr. Auch Trainer Dieter Hecking will nicht ewig hinterherlaufen.

Kevin de Bruyne befindet sich nach der Winterpause in absoluter Topform
© getty
Kevin de Bruyne befindet sich nach der Winterpause in absoluter Topform

In der Bundesliga trennen den FC Bayern und den VfL Wolfsburg derzeit acht Punkte. Auf wirtschaftlicher Ebene ist der Abstand ebenfalls (noch) beträchtlich. Dennoch will sich der VfL Wolfsburg nicht ewig mit der Rolle des Jägers zufrieden geben.

Im "Audi Star Talk" setzten Trainer und Spieler zur Kampfansage an. Vor allem Kevin de Bruyne, derzeit einer der formstärksten Akteure der Liga, holte weit aus. "Ich will wirklich alles gewinnen. Im Moment sind wir Zweiter, aber ich will trotzdem Erster werden. Auch wenn die Bayern acht Punkte Vorsprung haben. Ich bin nicht hier, um dem FC Bayern Titel gewinnen zu lassen", stellte der Belgier klar.

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Auch sein Teamkollege Marcel Schäfer träumt noch in diesem Jahr von einer Titelfeier. Er und Diego Benaglio hatten 2009 noch die Wolfsburger Meisterschaft unter Felix Magath miterlebt. "Nachdem wir Deutscher Meister geworden sind, ist es unser Bestreben, worauf wir auch besessen sind, den DFB-Pokal nach Wolfsburg zu holen", sagte der Linksfuß.

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"Schaffen es ohnehin in die Champions League"

Sein Coach Dieter Hecking gab sich etwas weniger offensiv, doch von einer dauerhaften Dominanz der Bayern will der Wölfe-Coach dennoch nichts wissen. "Ich glaube nicht, dass der Titel auf Dauer immer automatisch an den FC Bayern München vergeben wird", meinte Hecking.

Stattdessen sei es lediglich "im Moment noch so, auch weil sie sich in den letzten zwei Jahren hervorragend entwickelt haben. Das haben wir zu akzeptieren. Das heißt aber nicht, dass wir uns zufrieden geben immer hinterherzulaufen."

Das Saisonziel Champions League, das Anfang der Spielzeit noch mit Vorsicht formuliert wurde, scheint mit nunmehr zehn Punkten Vorsprung auf Rang fünf mittlerweile Pflicht: "Ich denke, wir werden es ohnehin in die Champions League schaffen. Da habe ich keine Angst, da mache ich mir keine Sorgen", gab de Bruyne zu Protokoll.

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