Dienstag, 17.02.2015

Hertha-Manager Preetz gegen Ultimatum

"Wir steigen nicht ab"

Manager Michael Preetz von Hertha BSC hat sich gegen ein Ultimatum für Trainer Pal Dardai und dessen "Co" Rainer Widmayer ausgesprochen. Auf die Frage, wie oft das neue Trainer-Team noch verlieren dürfe, sagte Preetz der "Bild": "Ich habe das Trainer-Team beobachtet, es arbeitet sehr gut. Auf diese Diskussion lasse ich mich nicht ein."

Auch nach der Heimpleite gegen Freiburg sitzt Dardai bei der Hertha fest im Sattel
© getty
Auch nach der Heimpleite gegen Freiburg sitzt Dardai bei der Hertha fest im Sattel

Preetz setzt in der schwierigen Phase auf Teamwork und will öffentliche Schuldzuweisungen vermeiden. "Der Trainer und ich sind miteinander und mit der Mannschaft im permanenten Austausch. Wir müssen es miteinander schaffen - es geht nur so", sagte der Manager und kritisierte die Mentalität innerhalb des Teams: "Die Profis sind zu lieb und zu brav."

In den nächsten Wochen setzt der Manager auf eine effektive Spielweise. "Im Abstiegskampf ist schöner Fußball nicht gefragt", sagte der 47-Jährige: "Die Sicherheit aus einer kompakten Defensive wie in Mainz steht im Vordergrund. Möglich, dass wir so in Zukunft auch zu Hause auftreten werden."

Hertha hatte nach dem 2:0-Auftaktsieg unter Dardai bei Mainz 05 am Wochenende eine empfindliche 0:2-Heimpleite gegen Abstiegsaspirant SC Freiburg kassiert und rutschte auf den vorletzten Tabellenplatz.

"Die halbe Liga ist im Abstiegskampf"

"Jeder hat hier längs verinnerlicht, worum es geht. Die Spieler müssen es auf dem Platz aber auch ausstrahlen", forderte Herthas Rekord-Torschütze, der fest an den Klassenerhalt glaubt: "Die halbe Liga ist im Abstiegskampf. Wir haben es also selbst in der Hand."

Im Heimspiel gegen Freiburg präsentierte sich die Mannschaft im zweiten Spiel von Dardai erschreckend schwach und ist auf Platz 17 abgerutscht. "Da gab es einen kollektiven Blackout, es war ein Drecksspiel! Jeder kann sicher sein, dass wir die Fehler - die jeder im Stadion erlebt hat - klar und knallhart ansprechen werden", sagte Preetz.

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Preetz verteidigte auch erneut seine Personalpolitik, im Winter keinen neuen Spieler geholt zu haben. "Ich bin überzeugt, dass wir mit diesem Kader unser Saisonziel erreichen", meinte der Ex-Profi. Am Sonntag müssen die Herthaner beim Tabellenzweiten VfL Wolfsburg (So., 17.30 Uhr im LIVE-TICKER) antreten.

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