Mittwoch, 19.03.2014

Frankreich-Star bricht eine Lanze für Bayerns Ex-Präsidenten

Ribery: "Hoeneß immer der Patron"

Uli Hoeneß wird nach seiner Verurteilung im Steuerprozess den Gang ins Gefängnis antreten müssen, doch der FC Bayern steht zu seinem zurückgetretenen Präsidenten. Stellvertretend für die Spieler bricht Franck Ribery eine Lanze für Hoeneß und fühlt angesichts seiner eigenen Vergangenheit mit.

Für Franck Ribery bleibt Hoeneß ein unverzichtbarer Bestandteil des Vereins
© getty
Für Franck Ribery bleibt Hoeneß ein unverzichtbarer Bestandteil des Vereins

"Für uns Spieler wird Uli Hoeneß immer der Patron sein - egal, welches Amt er bekleidet oder nicht. Ihm selbst wird es nicht anders gehen", so Ribery in der "Sport Bild".

Jeder Mensch mache Fehler, so der Franzose. "Für einen Fehler, den man sich eingesteht und bereut, sollte man ihm nicht sein Lebenswerk aberkennen."

Trotz der Verurteilung zu einer dreieinhalbjährigen Haftstrafe bleibt Hoeneß für Ribery ein unverzichtbarer Bestandteil des Vereins. "Wenn du an den FC Bayern denkst, denkst du automatisch auch an Uli Hoeneß. Er ist das Herz des Klubs", so der 30-Jährige. "Meine Generation kennt nur einen FC Bayern mit ihm. Er ist nicht nur eine Person des Klubs, er ist ein Teil FC-Bayern-Geschichte."

"Das Bild in der Öffentlichkeit wird ihm nicht gerecht"

Ribery kenne Hoeneß "inzwischen sehr gut" und er wisse, "wie ihm dieser Rummel und die negative Stimmung um seine Person zusetzt. Er hat ein großes Herz und ist der Erste, wenn es darum geht zu helfen. Das Bild, das nun in der Öffentlichkeit von ihm gezeichnet wird, wird ihm nicht gerecht."

Tippspiel

Der französische Nationalspieler selbst wurde 2009 in seinem Heimatland wegen Geschlechtsverkehrs mit einer minderjährigen Prostituierten angeklagt und inzwischen freigesprochen.

Angesichts des Prozesses könne er sich in Hoeneß hineinversetzen: "Der Moment, in dem dir so etwas passiert, ist sehr, sehr schwierig. Nicht nur für dich, sondern auch für deine Frau und deine Familie."

Ribery über Sex-Affäre: "Es war eine Katastrophe"

Man werde "ständig daran erinnert, wenn du den Fernseher einschaltest oder die Zeitung aufschlägst. Es war eine Katastrophe", blickte Ribery zurück. "Ich hatte die Probleme mit meinem Privatleben, ich hatte Probleme mit meinem damaligen Trainer Louis van Gaal, und ich war ständig verletzt. Doch egal, was auch passierte, der Klub war immer da für mich."

"Wenn dir so etwas in deinem Leben passiert, lernst du daraus. Nach der ganzen Geschichte fühle ich mich heute stärker als zuvor", so Europas Fußballer des Jahres, der seit 2007 das Trikot des deutschen Rekordmeisters trägt und noch bis 2017 an die Münchner gebunden ist.

Franck Ribery im Steckbrief

Marco Nehmer

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