Dienstag, 05.11.2013

Bayern-Präsident im Frühjahr vor Gericht

SPD kritisiert Festhalten an Hoeneß

Nach der Anti-Korruptionsorganisation Transparency International hat auch die SPD deutliche Kritik an Bayern Münchens Festhalten an Präsident Uli Hoeneß geäußert.

Uli Hoeneß bei der Ankunft in Pilsen. Er soll weiterhin Präsident bleiben
© getty
Uli Hoeneß bei der Ankunft in Pilsen. Er soll weiterhin Präsident bleiben

"Die rechtsstaatliche und moralisch-ethische Ignoranz dieser Spitzenmanager schlägt dem Fass den Boden aus", sagte der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Joachim Poß dem Kölner Stadtanzeiger mit Blick auf die Aufsichtsratsmitglieder des Champions-League-Gewinners. Dem neunköpfigen Gremium gehören Top-Manager von Weltfirmen wie adidas (Herbert Hainer), Audi (Rupert Stadler), Telekom (Timotheus Höttges) oder VW (Martin Winterkorn) an.

Er habe jedenfalls "andere rechtsstaatliche und moralische Vorstellungen als diese hochmögenden Herren", sagte Poß, "das verschlägt einem schon gelegentlich die Sprache. Hoeneß sei zur "Symbolfigur der Oberschichtenkriminalität mit Namen Steuerbetrug geworden".

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Beckenbauer verteidigt Hoeneß

Dagegen zeigte sich Hoeneß' Vorgänger als Bayern-Präsident erfreut über die Rückendeckung für seinen Nachfolger. "Ich kann dem Vorstand und dem Aufsichtsrat nur gratulieren, dass sie sich hinter Uli Hoeneß stellen, dass sie ihm damit beweisen wollen, wie wichtig er ist. Dass sie ihn nicht alleine lassen wollen", sagte Franz Beckenbauer zu "Sky".

Der ehemalige Weltmeister weiter: "Es gibt immer schwierige Momente im Leben. Wenn man dann im Stich gelassen würde, würde das zu den schwarzen Seiten des Lebens gehören. Man schätzt den Uli, man liebt ihn. Die Beweise hat er geliefert, wie wichtig er für den Klub ist. Und jetzt ist es an Stelle des Vorstandes, des Aufsichtsrates und aller Gremien, die dem FC Bayern München zur Verfügung stehen - alle stehen hinter Uli Hoeneß. Ich finde das großartig. Die Solidarität ist nicht nur sprichwörtlich, sie ist da."

Prozessbeginn im März

Bayern Münchens Präsident Uli Hoeneß muss sich in seiner Steueraffäre vor Gericht verantworten. Die Wirtschaftsstrafkammer des Oberlandesgerichts München II hatte die Anklage der Staatsanwaltschaft München II gegen Hoeneß wegen Steuerhinterziehung vom 30. Juli 2013 am Montag "unverändert" zur Hauptverhandlung zugelassen.

Fall Hoeneß: Juristin glaubt an Bewährungsstrafe

Der Prozess beginnt ab dem 10. März 2014. Zunächst sind vier Verhandlungstage angesetzt. Hoeneß wird Einkommenssteuerhinterziehung vorgeworfen.


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