Noch keine Technik in der Bundesliga

SID
Freitag, 06.07.2012 | 13:21 Uhr
In der Bundesliga und dem DFB-Pokal wird es in naher Zukunft keine technischen Hilfsmittel geben
© Getty
Advertisement
Primera División
Real Sociedad -
Levante
Serie A
FC Turin -
Juventus
Championship
Norwich -
Ipswich
1. HNL
Dinamo Zagreb -
Hajduk Split
Serie A
Benevento -
Crotone
Serie A
Bologna -
Sassuolo
Serie A
Neapel -
SPAL
Primera División
Atletico Madrid -
Bilbao
Eredivisie
Zwolle -
Ajax
Ligue 1
Lille -
Lyon
Championship
Leeds -
Bristol City
First Division A
Charleroi -
Lüttich
Serie A
Atalanta -
Florenz
Primera División
Espanyol -
Villarreal
Primeira Liga
FC Porto -
Rio Ave
Primera División
Real Betis -
Real Madrid
Serie A
AC Mailand -
Sampdoria
Ligue 1
Marseille -
Bordeaux
Superliga
Banfield -
Boca Juniors
League One
Blackburn -
Bury
Serie A
Lazio -
Hellas Verona
Primera División
Getafe -
Celta Vigo
Ligue 1
Troyes -
Dijon
Primera División
Leganes -
Real Madrid
Championship
Derby County -
Leeds
World Freestyle Masters
DAZN World Freestyle Masters
Indian Super League
Mumbai CIty -
NorthEast Utd
J1 League
Tosu -
Kobe
Ligue 1
Straßburg -
Montpellier
Championship
Hull -
Sheffield Utd
Primera División
La Coruna -
Espanyol
Primera División
Celta Vigo -
Eibar
Premier League
Leicester -
Stoke
Premier League
Liverpool -
West Ham
Championship
Preston -
Ipswich
Primera División
Real Madrid -
Alaves
Ligue 1
Toulouse -
Monaco
Serie A
Bologna -
CFC Genua
Premier League
Watford -
Everton
Primera División
Leganes -
Las Palmas
Championship
Fulham -
Wolverhampton
Ligue 1
Dijon -
Caen
Ligue 1
Guingamp -
Metz
Ligue 1
Lille -
Angers
Ligue 1
Nantes -
Amiens
Ligue 1
Rennes -
Troyes
Premier League
West Bromwich -
Huddersfield (DELAYED)
Primera División
FC Barcelona -
Girona
Serie A
Inter Mailand -
Benevento
Primeira Liga
Pacos Ferreira -
Benfica
Premier League
Brighton -
Swansea (DELAYED)
Premier League
Bournemouth -
Newcastle (DELAYED)
Premier League
Burnley -
Southampton (DELAYED)
J2 League
Fukuoka -
Gifu
A-League
FC Sydney -
Sydney Wanderers
Primera División
Villarreal -
Getafe
Eredivisie
Ajax -
Den Haag
Serie A
Crotone -
SPAL
Eredivisie
Feyenoord -
PSV
Premiership
Aberdeen -
Celtic
Super Liga
Partizan -
Zemun
Ligue 1
Bordeaux -
Nizza
Serie A
Florenz -
Chievo Verona
Serie A
Sassuolo -
Lazio
Serie A
Hellas Verona -
FC Turin
Serie A
Sampdoria -
Udinese
Premier League
Man United -
Chelsea
Primera División
Bilbao -
Malaga
1. HNL
Rijeka -
Dinamo Zagreb
Ligue 1
Lyon -
St. Etienne
League Cup
Arsenal -
Man City
League Cup
Arsenal -
Man City (Rocket Beans)
First Division A
Lüttich -
Brügge
Serie A
Juventus -
Atalanta
Superliga
Kopenhagen -
Odense
Primera División
Valencia -
Real Sociedad
Primera División
FC Sevilla -
Atletico Madrid
Serie A
AS Rom -
AC Mailand
Ligue 1
PSG -
Marseille
Primeira Liga
Portimonense -
FC Porto
Serie A
Cagliari -
Neapel
Premier League
Crystal Palace -
Tottenham
Primera División
Levante -
Real Betis
Cup
Akhisar -
Galatasaray
Cup
Akhisar -
Galatasaray (Türkisch)
Primera División
Espanyol -
Real Madrid
Coupe de France
Les Herbiers -
Lens
Primera División
Girona -
Celta Vigo
Copa Libertadores
Defensor -
Gremio
Coppa Italia
Juventus -
Atalanta
Coupe de France
Chambly -
Straßburg
Primera División
Getafe -
La Coruna
Primera División
Bilbao -
Valencia
Primera División
Malaga -
FC Sevilla
Coppa Italia
Lazio -
AC Mailand
Coupe de France
PSG -
Marseille
Primera División
Atletico Madrid -
Leganes
Primera División
Eibar -
Villarreal
Indian Super League
Bengaluru -
Kerala
Cup
Besiktas -
Fenerbahce
Cup
Besiktas -
Fenerbahce (Türkisch)
Primera División
Real Betis -
Real Sociedad
Premier League
Arsenal -
Man City
Primera División
Las Palmas -
FC Barcelona
Coupe de France
Caen -
Lyon
Primera División
Alaves -
Levante
A-League
Melbourne City -
Melbourne Victory
Ligue 1
Nizza -
Lille
Championship
Dundee United -
St. Mirren
Championship
Middlesbrough -
Leeds
Primeira Liga
FC Porto -
Sporting
J1 League
Kobe -
Shimizu
Primera División
Villarreal -
Girona
Serie A
SPAL -
Bologna
Championship
Nott´m Fortest -
Birmingham
Primera División
FC Sevilla -
Bilbao
Primera División
Leganes -
Malaga
Primera División
La Coruna -
Eibar
Championship
Wolverhampton -
Reading
Ligue 1
St. Etienne -
Dijon

Die Regelhüter des International Football Association Board (IFAB) haben am Donnerstag in Zürich grünes Licht für die Einführung der Torlinientechnologie gegeben, doch ob und wann diese eingeführt wird, bleibt fraglich. Die Entscheidung obliegt den einzelnen Ländern und Ligen. FIFA-Generalsekretär Jerome Valcke jedenfalls zeigt sich skeptisch. Zumindest in der Bundesliga wird es so schnell keine Einführung geben.

"Ach, der DFB", sagte FIFA-Generalsekretär Jerome Valcke und wirkte gequält: "Der Ball liegt nun bei ihnen und bei allen anderen Verbänden." Der Ausspruch hatte etwas Symbolisches. Der Weltverband und die Regelhüter des International Football Association Board (IFAB) haben mit der Einführung der Torlinientechnologie zwar die Technik-Revolution entfacht - doch wie schnell und wie weit sie auf die Fußballplätze dieser Erde getragen wird, bleibt Aufgabe der einzelnen Länder und Ligen.

IFAB gibt grünes Licht für Torlinientechnologie

Erste Reaktionen vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) und der Deutschen Fußball Liga (DFL) fielen entsprechend positiv und zurückhaltend zugleich aus. DFB-Präsident Wolfgang Niersbach bewertete das grüne Licht für die Einführung der Torlinientechnologie zwar als "Schritt in die richtige Richtung", pfiff aber Gedankenspiele über eine Umsetzung für den DFB-Pokal und die Bundesliga schon in der anstehenden Saison zurück. "Schnellschüsse in der Umsetzung darf es nicht geben. Zur neuen Saison ist eine Einführung absolut unmöglich", sagte Niersbach.

Ähnlich äußerte sich Liga-Präsident Reinhard Rauball. Der Einsatz der Torlinientechnologie in der kommenden Spielzeit sei "absolut ausgeschlossen", sagte Rauball. "Ich kann mir das frühestens zur Saison 2013/2014 vorstellen."

Die Bundesliga reagierte durchweg positiv, auch wenn es warnende Stimmen gab, den Einsatz von Technik nicht zu übertreiben. "Es ist vernünftig und sinnvoll. Dabei sollte es dann aber auch bleiben", sagte etwa Dortmunds Vorstandsvorsitzender Hans-Joachim Watzke.

"Eines darf nicht passieren: Dass es minutenlange Diskussionen gibt. Das würde der Sache nicht gut tun. Es ist im Stadion vor 50.000 Zuschauern nur schwer zu kontrollieren, wenn man erst mal drei Minuten in Klausur geht." Ähnlich äußerte sich Gladbachs Sportdirektor Max Eberl: "Es sollte die einzige technische Gegebenheit bleiben und nicht weiter ausgeweitet werden auf andere Entscheidungen des Spiels."

Bis zu 200.000 US-Dollar pro Stadion

Der DFB, die Liga und die Klubs müssten ohnehin für die Installation der beiden Systeme Hawk Eye oder GoalRef - wie in anderen Ländern auch - selbst aufkommen. 150.000 bis 200.000 US-Dollar pro Stadion kostet die Ausstattung mit einem der beiden Systeme. Die FIFA hält dies für zumutbare Summen. "Wenn man bedenkt, wie teuer ein Stadion ist, sind diese Kosten zu rechtfertigen", sagte Valcke. Es gehe beim Fußball um so viel Geld. Dafür gebe es nun die Garantie, dass es künftig keine Fehlentscheidungen mehr bei der Torfrage gebe. Und die Kosten würden sinken, da der Markt nun "offen" sei.

Die FIFA geht davon aus, dass der Einsatz der Torlinientechnologie im nächsten halben Jahr realistisch ist und schlüpft in die Rolle des Vorreiters. Die Premiere wird es im Dezember bei der Klub-WM in Japan geben. Geplant ist die Nutzung dann auch beim Konföderationen-Pokal 2013 sowie ein Jahr später bei der WM, jeweils in Brasilien. Die FIFA will alle Stadien dort "als Vermächtnis" mit der Technik auf eigene Kosten ausstatten.

Technik-Einsatz nur bei Torfrage

Fragen sind am Donnerstag, den FIFA-Boss Joseph Blatter als "historischen Tag für den Fußball bezeichnete", aber offen geblieben. So ist noch nicht klar, wie die Europäische Fußball-Union UEFA, dessen Präsident Michel Platini bekennender Kritiker der Torlinientechnologie ist, mit dem Einsatz der Technik umgehen wird. Werden die Systeme auch in der Champions League und Europa League zum Einsatz kommen? Wenn ja, ab wann und bei welchen Spielen? Auch in der Qualifikation bei kleineren Vereinen, für die 200.000 US-Dollar eine große finanzielle Belastung sind?

Eine Sorge hat Blatter den Skeptikern der Technik-Revolution genommen. "Der Fußball wird sein menschliches Gesicht behalten. Da kann ich meinen Freund Michel Platini beruhigen", sagte der 76 Jahre alte Schweizer: "Außerhalb der Tortechnologie braucht man die Kameras beim Fußball nur für die TV-Bilder."

Reaktionen aus der Bundesliga:

Hans-Joachim Watzke (Vorstandsvorsitzender Borussia Dortmund): "Es ist vernünftig und sinnvoll. Dabei sollte es dann aber auch bleiben. Ich stehe der Torlinientechnik grundsätzlich nicht skeptisch gegenüber. Nur eines darf nicht passieren: Dass es minutenlange Diskussionen gibt. Der Fußball boomt derzeit wie noch nie zuvor. Wenn etwas boomt, habe ich sorgen, dass man zu viel ändert und es nicht mehr boomt. Wir dürfen keine Diskussionskreise eröffnen. Es muss innerhalb von einer oder zwei Sekunden klar sein, wie eine Entscheidung läuft. Aber es darf nicht zu einer Unterbrechung kommen oder eine Auszeit genommen werden. Das würde der Sache nicht gut tun. Es ist im Stadion vor 50.000 Zuschauern nur schwer zu kontrollieren, wenn man erst mal drei Minuten in Klausur geht."

Frank Arnesen (Sportdirektor Hamburger SV): "Diese Entscheidung ist längst überfällig. So wird auch Druck von den Schiedsrichtern genommen. Die geraten doch völlig unnötig in die Schusslinie wenn sie auch zu sechst nicht erkennen, dass ein Ball die Torlinie überquert hat."

Horst Heldt (Manager FC Schalke 04): "Ich denke, dass es eine gute Entscheidung ist. Wir beschäftigen uns in Deutschland damit bekanntlich schon länger. Unser Liga-Präsident Reinhard Rauball hat angedeutet, dass man die Technologie 2013 einführen kann. Das ist doch toll. Es gilt, das Spiel gerechter zu machen, die Schiedsrichter zu schützen und zu unterstützen. Ich glaube, dass man sich von dem Gedanken verabschieden muss, dass das auf dem Amateurniveau bleibt. Der Fußball hat sich weiterentwickelt und ist in vielerlei Hinsicht professioneller geworden. Und ich glaube, dass man da noch den letzten Schritt machen kann."

Max Eberl (Sportdirektor Borussia Mönchengladbach): "Generell ist das Tor das Ziel des Spiels und das gilt es sicher zu bewerten. Deshalb finde ich die Einführung gut. Aber es sollte die einzige technische Gegebenheit sein und bleiben und nicht weiter ausgeweitet werden auf andere Entscheidungen des Spiels, wie etwa Foul oder Abseits. "

Armin Veh (Trainer Eintracht Frankfurt): "Ich bin ganz klar für die Torlinientechnologie. Wenn man sich anschaut, was die Torrichter bei der EM veranstaltet haben, ist das die einzig ernsthafte Alternative."

Klaus Allofs (Geschäftsführer SV Werder Bremen): "Das ist die richtige Entscheidung. Man hat bei der EM gesehen, dass manche Situationen für das menschliche Auge einfach zu schnell sind. Wenn sich die Torlinientechnologie bei den ersten Praxistests bewährt, wäre ich dafür, sie so schnell wie möglich auch in der Bundesliga zum Einsatz zu bringen. Ich bin allerdings nicht dafür, andere Entscheidungen wie beim Abseits oder bei Foulspiel mit technischen Hilfsmitteln zu bewerten. Das würde den Charakter des Spiels zu sehr verändern."

Bundesliga: Der Spielplan

Werbung
Dunkest - The American Fantasy Basketball by SPOX.com
Werbung
Werbung
Werbung