Erster Einsatz bei Klub-WM im Dezember in Japan

Grünes Licht für Torlinientechnologie

SID
Donnerstag, 05.07.2012 | 20:21 Uhr
John Terry Rettungsaktion hinter der Linie beschleunigte die Frage nach der Torlinientechnologie
© Getty
Advertisement
Premier League
Sa18:30
Liverpool - Chelsea - Der Kampf um die CL-Plätze
Indian Super League
Kerala -
Jamshedpur
Ligue 1
St. Etienne -
Straßburg
Premiership
Dundee -
Rangers
Premier League
West Ham -
Leicester
Primera División
Celta Vigo -
Leganes
A-League
FC Sydney -
Brisbane
Primera División
Alaves -
Eibar
Championship
Barnsley -
Leeds
Serie A
Bologna -
Sampdoria
Championship
Norwich -
Preston
Primera División
Real Madrid -
Malaga
Ligue 1
Rennes -
Nantes
Serie A
Chievo Verona -
SPAL
Serie A
Sassuolo -
Hellas Verona
Premier League
Liverpool -
Chelsea
Primera División
Real Betis -
Girona
Championship
Sheffield Utd -
Birmingham
Ligue 1
Caen -
Bordeaux
Ligue 1
Dijon -
Toulouse
Ligue 1
Metz -
Amiens
Ligue 1
Montpellier -
Lille
Ligue 1
Troyes -
Angers
Premier League
Tottenham -
West Bromwich (DELAYED)
Primera División
Levante -
Atletico Madrid
Premier League
Swansea -
Bournemouth (DELAYED)
Premier League
Crystal Palace -
Stoke (DELAYED)
Premier League
Man United -
Brighton (DELAYED)
Premier League
Newcastle -
Watford (DELAYED)
J1 League
Cerezo Osaka -
Kobe
J1 League
Kashima -
Kashiwa
Primera División
La Coruna -
Bilbao
Eredivisie
Excelsior -
PSV
Premier League
Southampton -
Everton
Super Liga
Cukaricki -
Roter Stern
Ligue 1
Nizza -
Lyon
Serie A
Genua -
AS Rom
Serie A
AC Mailand -
FC Turin
Serie A
Udinese -
Neapel
Primera División
Real Sociedad -
Las Palmas
Ligue 1
Marseille -
Guingamp
Premier League
Huddersfield -
Man City
Serie A
Lazio -
Florenz
Primera División
Villarreal -
Sevilla
Premier League
Burnley -
Arsenal (DELAYED)
First Division A
Brügge -
Zulte-Waregem
Primera División
Valencia -
Barcelona
Serie A
Juventus -
Crotone
Ligue 1
Monaco -
PSG
Primeira Liga
Benfica -
Setubal
Superliga
River Plate -
Newell's Old Boys
Premier League
Spartak -
Zenit
Serie A
Atalanta -
Benevento
Championship
QPR -
Brentford
Primera División
Espanyol -
Getafe
Ligue 1
Amiens -
Dijon
Ligue 1
Straßburg -
Caen
Coppa Italia
Sampdoria -
Pescara
Ligue 1
Bordeaux -
St. Etienne
Premier League
Watford -
Man United
Copa del Rey
Real Madrid -
Fuenlabrada
Premier League
Brighton -
Crystal Palace (DELAYED)
Premier League
West Bromwich -
Newcastle (DELAYED)
Premier League
Leicester -
Tottenham (DELAYED)
Copa Sudamericana
Independiente -
Libertad
Coppa Italia
Chievo Verona -
Hellas Verona
Ligue 1
Angers -
Rennes
Ligue 1
Guingamp -
Montpellier
Ligue 1
Lyon -
Lille
Ligue 1
Metz -
Marseille
Ligue 1
Nantes -
Monaco
Ligue 1
Toulouse -
Nizza
Copa del Rey
Barcelona -
Murcia
Premiership
Rangers -
Aberdeen
Cup
Anderlecht -
Lüttich
Ligue 1
PSG -
Troyes
Premier League
Stoke -
Liverpool
Copa del Rey
Atletico Madrid -
Elche
Premier League
Bournemouth -
Burnley (DELAYED)
Premier League
Arsenal -
Huddersfield (DELAYED)
Premier League
Man City -
Southampton (DELAYED)
Premier League
Everton -
West Ham (DELAYED)
Premier League
Chelsea -
Swansea (DELAYED)
Copa Libertadores
Lanus -
Gremio
Indian Super League
Goa -
Bengaluru
Copa del Rey
Villarreal -
Ponferradina
Cup
Zulte-Waregem -
Brügge
Coppa Italia
Genua -
Crotone
Indian Super League
Jamshedpur -
Kalkutta
Serie A
AS Rom -
SPAL
Primeira Liga
Sporting -
Belenenses
Ligue 1
Dijon -
Bordeaux
Serie A
Neapel -
Juventus
Championship
Leeds -
Aston Villa
Primera División
Malaga -
Levante
Primeira Liga
Porto -
Benfica
J1 League
Iwata -
Kashima
J1 League
Kobe -
Shimizu
A-League
Newcastle -
Melbourne City
Primera División
Barcelona -
Celta Vigo
Premier League
Chelsea -
Newcastle
Premier League
Lok Moskau -
Kasan
Premier League
Brighton -
Liverpool
Championship
Millwall -
Sheffield Utd
Primera División
Atletico Madrid -
Real Sociedad
Ligue 1
Straßburg -
PSG
Premier League
Arsenal -
Man United
Primera División
Sevilla -
La Coruna
Championship
Bristol City -
Middlesbrough
Ligue 1
Lille -
Toulouse
Ligue 1
Monaco -
Angers
Ligue 1
Nizza -
Metz
Ligue 1
Rennes -
Amiens
Ligue 1
Troyes -
Guingamp
Premier League
Watford -
Tottenham (DELAYED)
Eredivisie
Feyenoord -
Vitesse
Primera División
Bilbao -
Real Madrid
Serie A
FC Turin -
Atalanta
Premier League
Leicester -
Burnley (Delayed)
Premier League
Everton -
Huddersfield (DELAYED)
Premier League
Stoke -
Swansea (Delayed)
Premier League
West Brom -
Crystal Palace (DELAYED)
Primera División
Leganes -
Villarreal
Serie A
Benevento -
AC Mailand
Premiership
Aberdeen -
Rangers
Eredivisie
PSV -
Sparta
Premier League
Bournemouth -
Southampton
Ligue 1
St. Etienne -
Nantes
Serie A
Bologna -
Cagliari
Serie A
Florenz -
Sassuolo
Serie A
Inter Mailand -
Chievo Verona
Primera División
Getafe -
Valencia
Ligue 1
Caen -
Lyon
Premier League
Man City -
West Ham
1. HNL
Dinamo Zagreb -
Inter Zapresic
Primera División
Eibar -
Espanyol
First Division A
Zulte-Waregem -
Gent
Primera División
Las Palmas -
Real Betis
Serie A
Sampdoria -
Lazio
Ligue 1
Montpellier -
Marseille
Superliga
Boca Juniors -
Arsenal
Serie A
Crotone -
Udinese
Championship
Birmingham -
Wolverhampton
Primera División
Girona -
Alaves
Serie A
Hellas Verona -
Genua
FIFA Club World Cup
Al Jazira -
Auckland City
Indian Super League
Chennai -
Kalkutta

Das Tor für die Technik-Revolution im Fußball ist geöffnet. Die Regelhüter des International Football Association Board (IFAB) haben am Donnerstag in Zürich grünes Licht für die Einführung der Torlinientechnologie gegeben. Zum ersten Mal soll die Technik im Dezember bei der Klub-WM in Japan zum Einsatz kommen. "Wir haben die Garantie, dass die Techniken tauglich sind", sagte Jerome Valcke, Generalsekretär des Weltverbandes FIFA und sprach vom "Anfang eines neuen Zeitalters im Fußball".

Auf ein konkretes System legte sich das IFAB nicht fest. In Japan werden sowohl das sogenannte Hawk Eye auf Basis von Kameras als auch das GoalRef mit Antennen im Ball eingesetzt. Sollte sich die Technik bewähren, würde sie auch 2013 beim Konföderationen Pokal sowie ein Jahr später bei der WM jeweils in Brasilien eingesetzt. Die FIFA will alle Stadien "als Vermächtnis" mit der Technik auf eigene Kosten ausstatten.

Valcke sprach von einer "historischen Entscheidung". Gleichwohl ließ das IFAB einige Detailfragen noch offen - was sich auch daran zeigt, dass die Systeme zunächst nur eine Lizenzierung über zwölf Monate besitzen und dann erneut auf den Prüfstand gestellt werden.

Verbände müssen Kosten selbst tragen

Fraglich wird auch sein, wie die Klubs mit den zu erwartenden Kosten der Technologie umgehen werden. 150.000 bis 200.000 US-Dollar pro Stadion koste das System, sagte Valcke und ergänzte, dass die FIFA die einzelnen Landesverbände nicht bei den anfallenden Kosten unterstützen werde. Valcke machte aber Hoffnung, dass die Kosten fallen könnten, da der Markt für die Technologie offen sei.

Erste Reaktionen aus dem deutschen Fußball waren erwartet positiv: "Ich freue mich, dass die Tür für die Torlinien-Technologie und den Chip im Ball jetzt offen ist. Das ist für die Zukunft des Fußballs ein erster wichtiger Schritt. Eine Einführung in der Bundesliga zur neuen Saison halte ich aber für absolut ausgeschlossen", sagte Liga-Präsident Reinhard Rauball der "Bild" am Donnerstagabend. Die englische Premier League ist da schon weiter. Dort wird eine Einführung schon in der kommenden Saison erwartet.

FIFA-Präsident Joseph Blatter hatte sich bereits vor der Entscheidung am Donnerstag klar positioniert und für den Einsatz der Torlinientechnologie ausgesprochen. "Es führt kein Weg mehr daran vorbei", sagte der 76 Jahre alte Schweizer. Bekräftigt fühlte sich Blatter durch die jüngste Szene bei der EM, als Englands John Terry einen Schuss des Ukrainers Marko Devic eindeutig hinter der Linie klärte, der Torrichter den Treffer jedoch nicht anerkannt hatte. Die Torlinientechnologie sei "keine Alternative mehr, sondern eine Notwendigkeit", twitterte Blatter wenige Stunden danach.

HawkEye und GoalRef

Damit dies nicht passiert, soll die Technik dem Schiedsrichter die Entscheidung abnehmen. Das unter anderem im Tennis bewährte HawkEye aus England basiert auf sieben Kameras auf dem Stadiondach und hinter jedem Tor. Probleme gibt es, wenn der Ball nicht sichtbar ist.

Bei der deutschen Technologie GoalRef befinden sich Antennen im Ball, im Torgestänge und im Rasen auf der Torlinie. Ein schwaches Magnetfeld zeigt an, wenn der Ball die Torlinie passiert. Kriterium für beide Systeme ist die Zuverlässigkeit von mindestens 99,5 Prozent. Innerhalb von einer Sekunde muss das Ergebnis zum Schiedsrichter gefunkt werden.

Blatter beruhigt Platini

Joseph Blatter hat die Einführung der Torlinientechnologie erwartungsgemäß begrüßt. "Es ist ein historischer Tag, für den Fußball und alle Fans", sagte Blatter am Donnerstagabend: "Für uns als Weltverband war klar, dass sich so etwas wie bei der WM 2010 und zuletzt bei der EM nicht wiederholen darf."

Blatter sprach davon, dass die künftigen beiden Systeme HawkEye und GoalRef "zu 99 Prozent sicher" seien. Weitere Technologien sollen im Fußball aber nicht zum Einsatz kommen. "Der Fußball muss sein menschliches Gesicht behalten. Außerhalb der Tortechnologie braucht man die Kameras beim Fußball nur für die TV-Bilder", sagte der 76 Jahre alte Schweizer und fügte hinzu: "Da kann ich meinen Freund Michel Platini beruhigen". UEFA-Präsident Platini hatte seine Vorbehalte gegen die Torlinientechnologie zum Ausdruck gebracht.

"Challenges" im Tennis und beim Hockey

In der Leichtathletik und beim Pferderennen sorgt seit langem das Zielfoto für Klarheit über die Platzierungen. Technische Hilfsmittel tragen ebenfalls beim Hockey, Tennis, Fechten und Eishockey zur Wahrheitsfindung bei. Auch hier passiert vieles in derart hoher Geschwindigkeit, dass es für das menschliche Auge auf den ersten Blick nicht sofort erkennbar ist.

Bei großen Veranstaltungen im Hockey hat jedes Team pro Halbzeit eine "Challenge" zur Verfügung und kann Entscheidungen anhand von TV-Bildern überprüfen lassen. Im Tennis kommt ein ähnliches Modell zum Tragen: Dreimal pro Satz hat jeder Spieler bei bedeutenden Turnieren die Möglichkeit zu einer nachträglichen Kontrolle. War der Ball im Aus oder doch noch auf der Linie? Das elektronische "HawkEye" verspricht Hilfe. Sollte es die Einschätzung des Spielers bestätigen, verfällt dessen "Challenge" nicht.

Auch beim Fechten kommt der Videobeweis auf Wunsch des Athleten zum Einsatz. Zweimal pro Gefecht können strittige Szenen vom Obmann per TV-Bild überprüft werden. Sollte die ursprüngliche Entscheidung revidiert werden müssen, bleiben dem Sportler seine beiden Möglichkeiten zum Einspruch erhalten.

Dem Fußball mit am nächsten kommt das Modell im Eishockey. Hier kann der Hauptschiedsrichter mittels einer Über-Tor-Kamera überprüfen, ob der Puck die Torlinie überschritten oder ob vor dem Treffer ein Verstoß gegen die Regeln vorgelegen hat.

Die EM 2012 im Überblick

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung