Fussball

"So ein Verein muss international spielen"

SID
Rene Adler wird in den nächsten Jahren das Tor der Hanseaten hüten
© Getty

Der Wechsel des ehemaligen Nationaltorhüters Rene Adler zum Hamburger SV ist endgültig unter Dach und Fach. Der 27-Jährige unterschrieb bei den Hanseaten am Donnerstag einen Vertrag bis zum 30. Juni 2017.

Die Klubführung bleibt, Rene Adler kommt: Mit zwei wichtigen Personalien hat Fußball-Bundesligist Hamburger SV seine Planungen für die kommenden Jahre vorangetrieben. Nachdem am Mittwoch der HSV-Vorstandsvorsitzende Carl Jarchow und dessen Führungskollege Joachim Hilke ihre bis 2013 gültigen Verträge vorzeitig bis 2015 verlängert hatten, konnte am Donnerstag auch in der monatelangen Hängepartie um Adler endgültig Vollzug vermeldet werden.

"Ich hoffe, dass ich als Teil der Mannschaft dazu beitragen kann, dass wir hier in Hamburg erfolgreich Fußball spielen und zurück auf die europäische Bühne kehren", sagte Adler, der ablösefrei von Bayer Leverkusen zu den Hanseaten wechselt und sogleich forsche Ziele formulierte: "So ein Verein wie der HSV muss doch international spielen. Für einen Verein mit dieser Tradition sollte das einfach dazu gehören. Ich denke, das sehen alle so."

Den Medizincheck hatte der Schlussmann bereits im vergangenen März erfolgreich absolviert, Hamburgs langer Kampf um den Klassenerhalt seine endgültige Unterschrift jedoch immer wieder verzögert. Nachdem der Aufsichtsrat den Deal vor gut einer Woche abgesegnet hatte, erfolgte nun die Unterschrift.

Arnesen: "Haben spezielle Chance genutzt"

"Wenn man einen deutschen Nationaltorwart mit 27 Jahren ablösefrei holen kann, dann ist das eine spezielle Chance. Diese haben wir genutzt", sagte HSV-Sportchef Frank Arnesen: "Ich hoffe, dass er über gute Leistungen beim HSV in die Nationalelf zurückkommen kann. Er ist sehr optimistisch und ehrgeizig, wieder an seine alte Form anknüpfen zu können."

In der vergangenen Saison war Adler von einer Patellasehnenoperation außer Gefecht gesetzt worden und hatte kein Bundesligaspiel absolviert.

Im April gab er jedoch zumindest sein Comeback im Regionalligateam der Leverkusener. "Ich denke, dass ich absolut gestärkt aus dem vergangenen Jahr hervorgehen werde. Es war eine harte Zeit. In der Reha musste ich auch durch viele Täler gehen", sagte Adler, der seinen Platz im Bundesliga-Tor von Bayer an Bernd Leno abgeben musste: "Aber am Ende hat sich alles ausgezahlt. Ich fühle mich jetzt topfit und bin bereit."

Adler dritter Neuer nach Beister und Rudnevs

In Hamburg soll der Torhüter den Stammplatz zwischen den Pfosten von Jaroslav Drobny übernehmen. Der Tscheche steht allerdings noch bis 2013 beim HSV unter Vertrag und soll möglichst zeitnah abgegeben werden - auch, um durch die Gehaltseinsparungen weitere finanzielle Mittel freizusetzen.

Vor Adler hatten die klammen Hanseaten bereits den lettischen Nationalstürmer Artjoms Rudnevs vom polnischen Erstligisten Lech Posen verpflichtet. Der 24-Jährige kostete eine Ablösesumme von rund 3,5 Millionen Euro. Zudem kehrt der an Fortuna Düsseldorf ausgeliehene Maximilian Beister nach Hamburg zurück.

Die bisher drei Neuen werden gemeinsam mit dem übrigen Kader am 2. Juli die Vorbereitung auf die kommende Saison aufnehmen.

Dann will sich der HSV nach der total verkorksten vergangenen Spielzeit wieder weiter nach oben orientieren. Um in der Führung für Kontinuität zu sorgen, erfolgten die Vertragsverlängerungen mit Jarchow und Hilke.

"Sie haben die Aufgaben auch in den schwierigen Zeiten des Abstiegskampfes leidenschaftlich und in einem sehr gut funktionierenden Team gelöst", lobte Hamburgs Aufsichtsratschef Otto Rieckhoff: "Für ihre richtungsweisenden Entscheidungen und ihre Verlässlichkeit gebührt ihnen größte Anerkennung und unser Vertrauen, den eingeschlagenen Weg weiter fortzuführen."

Rene Adler im Steckbrief

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