Der Kaiser zur Lage beim Rekordmeister

Beckenbauer: Klopp ein Kandidat beim FC Bayern

SID
Sonntag, 11.12.2011 | 11:54 Uhr
Man kennt sich: TV-Experte Franz Beckenbauer (l.) und Dortmund-Trainer Jürgen Klopp
© Getty
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Franz Beckenbauer hat zur Lage bei Rekordmeister FC Bayern gesprochen: Der Kaiser hält Jürgen Klopp nicht nur für einen geeigneten Mann für die Münchener, sondern glaubt, dass dessen Name schon auf der Kandidatenliste beim FCB steht. Außerdem: Jose Mourinho würde gut in die Bundesliga passen und Bayern soll mit Robben verlängern.

Nicht zum ersten Mal hat Franz Beckenbauer seine Meinung kundgetan, dass er Meistermacher Jürgen Klopp für einen idealen zukünftigen Bayern-Trainer halte. Doch inzwischen glaubt der 66-Jährige, dass Klopp in den Überlegungen des Rekordmeisters tatsächlich eine wichtige Rolle spiele:

"Ich weiß nicht, ob Jupp Heynckes sich den Trainerjob noch die nächsten zehn Jahre antun will. Unsere Verantwortlichen machen sich über seine Nachfolge Gedanken. Und ich glaube, dass auf der Kandidatenliste auch Jürgen Klopp steht", sagte Bayerns Ehrenpräsident in der "Welt am Sonntag".

Der Vertrag von Borussia Dortmunds Erfolgstrainer Jürgen Klopp läuft 2014 aus. Der 66-jährige Heynckes hat bei Bayern noch einen Kontrakt bis 2013.

"Mourinho wäre eine Bereicherung"

Beckenbauer geht davon aus, dass Heynckes "irgendwann einen Titel als Möglichkeit nimmt, um seine Trainerkarriere zu beenden".

Neben Klopp kann er sich auch Kandidaten aus dem Ausland vorstellen. So wisse er zwar nicht, ob Deutschland für Jose Mourinho von Real Madrid interessant sei, doch: "Er wäre vom Charakter und vom Auftreten eine Bereicherung für die Bundesliga", sagte Beckenbauer.

Robben soll verlängern

Bevor sich Bayern um die Nachfolge von Trainer Jupp Heynckes kümmert, stehen beim deutschen Rekordmeister in der Winterpause zunächst Vertragsverhandlungen an. So soll unter anderem mit Arjen Robben und seinem Berater über den bis 2013 datierten Kontrakt des niederländischen Superstars gesprochen werden.

Trotz der Verletzungsanfälligkeit des 27-Jährigen sprach sich Beckenbauer für seine Weiterbeschäftigung aus: "Ich würde mit ihm verlängern. Wir wissen, dass er empfindlich ist. Aber er kann Spiele allein entscheiden."

Schweinsteigers Ausfall

Von der Bedeutung eines anderen Leistungsträgers zeigte sich Beckenbauer derweil überrascht. Denn die Bundesliga-Misserfolge der Bayern hatte Beckenbauer nach dem Ausfall von Bastian Schweinsteiger (Schlüsselbeinbruch) nicht vorausgesehen:

"Dass er ein wertvoller Spieler ist, wussten wir. Aber dass er so fehlt, das hat selbst mich überrascht. Er hat sich enorm entwickelt, ist ein echter Kapitän geworden."

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