Augsburger Pipikiste

Von Florian Bogner
Montag, 07.11.2011 | 21:04 Uhr
Potz Blitz! Edmond Kapllani (mittigst) hat es doch tatsächlich in die Alternative Liste geschafft
© Getty
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Edmond Kapllani war so kurz davor, es auf Lebzeiten in die Alternative Liste zu schaffen - und hatte dann keine Eier. Andere dagegen schon. Wir dachten da als erstes an Teemu Pukki. Sie nicht? Slawomir Peszko hat dafür vier Nieren, steht aber im Gegensatz zum Messi Winkmann und dem Schalker Streichelzoo nicht in der AL.

1. Kulturbanausen: Nennen wir das Kind beim Namen: Der FC Bayern spielte am Sonntag ohne Bastian Schweinsteiger irgendwie wie ein hochklassiges Orchester ohne Dirigent. Am Anfang gab's zwar ein paar respekteinflößende Paukenschläge, aber je länger das Konzert in der Augsburger Suppenkiste dauerte, desto mehr Mist fiedelten sich alle Beteiligten zusammen. Und dann kackte Tymoschtschuk, der alte Banause, auch noch in die Tuba. Kein Wunder, dass da nur ein alter Sack klatschte. Und zwar gegen die Oberschenkel seines Besitzers.

2. Vom Pipi zu Lulu: Ne richtige Up-Tempo-Nummer war dagegen die erste halbe Stunde des HSV in Leverkusen. Erst stolperte Jansen über seine eigenen Xylophonstäbe, dann rannte Mancienne den Diekmeier einfach über den Haufen. Der bekam anschließend durch Schürrles Freistoß einen neuen Scheitel gezogen und kriegte so gar nicht mit, wie Drobny erfolgreich eine Bahnschranke imitierte (fehlte nur noch, dass der Keeper nebenbei launig "Ding, Ding, Ding, Ding,..." gesummt hätte).

Die wahren Spaßbremsen waren dann aber die Leverkusener, die ihre beste Saisonleistung in der ersten halben Stunde ungefähr so stilvoll in die Tonne kloppten, wie Metallica derzeit ihren Ruf als Götter des Heavy-Metals. Das einzig Positive: Wenigstens gab es in der BayArena keinen "Lulu" zu sehen.

3. Mal ganz im Ernst: Dafür, dass Jupp Heynckes im Vorfeld davon fantasierte, dass er bei Ausfällen immer einen Eins-zu-eins-Ersatz ohne große Wechselspielchen im Team favorisiere, dafür waren seine Auswechslungen in Augsburg schon ziemlich seltsam.

Tymoschtschuk nach der Einwechslung von Gustavo für Rafinha als Rechtsverteidiger hinzustellen, hatte zumindest Eier.

Danach folgten jedoch zwei weitere obskure Wechsel (Contento für Kroos, Pranjic für Ribery) und das alles, um sich gegen die Jan-Dingens Callsen-Gedönsheimers irgendwie über die Zeit zu lügen. Wie würden da die AL-Poweruser sagen? War auch schon mal besser.

4. Rohes Fleisch: Ist zwar wirklich sehr schwachsinnig, die Idee, aber Schalke 04 braucht ja schließlich immer Geld. Deshalb: Wie wäre es eigentlich, wenn S04 am Trainingsgelände einen kleinen Streichelzoo einrichtet?

Da können dann ganze Busladungen voller Rentnerinnen oder Kindergartenkinder gegen ein kleines Entgelt Pukki und Holtby durchs Haar wuscheln und vielleicht für 50 Cent auch noch eine Tüte Pukki-Futter ziehen.

Doofe Idee, finden Sie? Dann nehmen sie doch mal ein finnisches Wörterbuch zur Hand. Da steht dann: Pukki = "Bock" oder "Rehbock". Gar nicht so abwegig, also. Als Bonus könnten die etwas Größeren dann an allen trainingsfreien Tagen im Gehege nebenan auch noch ne waschechte Raubtierfütterung beobachten. Allerdings nur, wenn Papadopoulos und Jones auch Hunger haben.

5. Trauer beim AL-Kollegen Moser: Bibiana Steinhaus gilt laut Deutschlands Meinungspostille jetzt offiziell als verliebt, hat sich aber zu unserer Empörung weder einen SPOX-Redakteur noch Teemu Pukki ausgesucht. Stefan Kiefer, 46, heißt Bibis Auserwählter angeblich, sieht auf dem Bild von gleichnamiger Zeitung aber ziemlich genau so aus wie Hans-Joachim Watzke. So wird das mit dem Bundesliga-Spiele-Pfeifen natürlich nichts, Bibi. Und lass' Dir bloß kein Balg machen! Das wird dann am Ende noch Dortmund-Fan... PS: Bibi in die Bundesliga!

6. Er will doch nur spielen: Warum die Partie zwischen Bayer und HSV am Ende 2:2 ausging, wusste übrigens auch das Phantom der Oper nicht. "Wir bleiben auf der Stelle sitzen", fiel Michael Ballack nur ein. Ebenso ratlos war Marco Reus nach dem Spiel in Berlin, als er gefragt wurde, warum Gegenspieler Maik Franz eigentlich nicht alle Latten am Zaun hat.

Franz hatte dem Reuser während des Spiels in Höhe der Mittellinie zwei Stollenabdrücke in den Fuß tätowiert, sein Werk aber hinterher nicht mal signieren wollen. Der Maik sei ja eigentlich ne dufte Type, meinte Reus später, sich am Kopf kratzend. "Aber keine Ahnung, was mit dem auf dem Platz immer los ist." Unser Tipp: könnte mit rohem Fleisch zu tun haben.

7. Apropos Latten am Zaun: Wie lange ist es eigentlich her, dass uns das "ZDF" ein richtig schönes "ASS" serviert hat? Einfach mal mit Schmackes rein in unsere Wohnzimmer, geile Bilder, kernig, analytisch, ohne Geseiere. Muss irgendwann zu Zeiten der guten alten Daum/Hoeneß-Fehde gewesen sein. Heute jedenfalls geben sich KMH und Weidenfeller lieber gegenseitig Beauty-Tipps, schießen Bälle frohlockend blind in den Fernsehgarten und flirten am Interviewtisch so ungeniert miteinander, dass Hugh Hefner am liebsten alle Herzpillen auf Ex genommen hätte, um sich nicht so Fremdschämen zu müssen.

Aus dem Off grüßt derweil - wie immer bei BVB-Studiogästen - ein grenzdebiler Gute-Laune-Onkel namens Jürgen Klopp und wirkt dabei wie eine Persiflage auf die Alten aus der Muppetshow. Freunde, da gucken wir uns echt lieber Sackhüpfen aus Augsburg an. Oder hören mal in "Lulu" rein.

8. Bekenntnisse: "Ich stand bei Huub Stevens immer stramm. Ich hatte immer Schiss, wenn ich nicht gut genug war, dass er mich aussortieren würde." Dieses bahnbrechende Geständnis verdanken wir Jens Lehmann.

Es regt ebenso zum Nachdenken an wie folgendes: Einfach mal "illuminati" rückwärts in die Browserzeile schreiben, ".com" dahinter, Enter. Sehen Sie?

Viel Nachdenken muss Holger Stanislawski derzeit immerhin nicht. Er grantelt einfach vor sich hin. "Wir haben alles falsch gemacht", fauchte der selbsternannte Zyniker nach dem Spiel gegen Kaiserslautern. "Was hätte man anders machen müssen? Alles anders! Weil wir alles falsch gemacht haben, muss man alles anders machen", blubberte es aus Stanislawski heraus. Was wir dazu sagen? Ach' wie gut, dass niemand weiß, dass ich...

9. Masochisten unter sich: Schiedsrichter gehören ja schon einer ganz besonders masochistischen Art Mensch an. Wer hätte sonst Bock, sich Woche für Woche von Menschen-Mobs in unterschiedlicher Größe bepöbeln zu lassen? Vielen Schiedsrichtern reichen eben die Gemeinheiten der eigenen Frau zuhause nicht, sie wollen den Kitzel auch außerhalb des feindseligen Eigenheims spüren, hinterziehen Steuern oder hauen einfach mal den VfB Stuttgart übers Ohr.

Vielleicht sind Schiedsrichter aber auch nur Messis: Wo sonst landet denn der ganze Wurfgeschoss-Krempel, den Schieds- und Linienrichter während Fußballspielen der ausufernden Art so alles aufsammeln? In der Asservatenkammer des DFB? Da sitzt doch schon der Kempter.

10. Nach Dortmund Du musst: Dieter Hecking und Mirko Slomka fehlt gemeinhin ja nur der offizielle Pass zum Diplomaten-Status, während Felix Magath mit seinem verschmitzten Äußeren und der die eigenen Mannen vernichtenden Rhetorik durchaus auch auf der dunklen Seite der Macht oder bei der CDU gut aufgehoben wäre.

Während Magath am Wochenende die Spieler Benaglio und Chris ausdrücklich von Kritik ausnahm, teilten dafür Hecking (Klose) und Slomka (Zieler) verbal kräftig gegen die eigenen Leute aus.

Wobei man Magath beipflichten muss: Rund um das 1:5 in Dortmund war ja auch wirklich nicht alles scheiße. Das Verkehrsaufkommen auf der A2 war beispielsweise diesmal durchaus freundlich - immerhin hatte Wolfsburg weniger Fans mit nach Dortmund gebracht, als Olympiakos Piräus unter der Woche. Ist ja auch nicht so weit weg, dieses Piräus. Und Geld haben die Griechen ja auch genug...

11. Schiri, wink' doch mal: Überaus drollig auch, wie Guido Winkmann sich in Mainz hinstellte und die Elfmeter-Szene Revue passieren ließ.

"Die Fernsehbilder sprechen nicht für mich", sagte Winkmann und feierte mit seinen Gesichtszügen gleichzeitig einen inneren November. Auf die Nachfrage, ob der Elfmeterpfiff denn nun ein Fehler gewesen sei, antwortete Winkmann äußerst pfiffig: "Die Fernsehbilder sprechen nicht für mich."

Die heroische Abhandlung des mutigen, weil halbwegs ehrlichen Winkmanns erfährt an dieser Stelle jedoch ein abruptes Ende, weil inzwischen durchgesickert ist, dass der Schiedsrichter die Fragen, die ihm die Journalisten stellten, vorher schriftlich haben wollte. Was diese zum Glück verneinten.

Wir fragen uns: Was erwartete Winkmann denn? Eine Frage nach seiner Intimfrisur? Und wie würde er sich dann darauf vorbereiten? Hach, Bibi. Mit Dir wär' alles so viel leichter...

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