Zum 80. Geburtstag von Jim Clark

Der fliegende Farmer

Donnerstag, 03.03.2016 | 14:00 Uhr
Jim Clark fuhr in seiner gesamen Formel-1-Karriere für Lotus
© imago
Advertisement
Premier League
Sa18:30
Meister vs. Tabellenführer: Chelsea - ManCity
MLB
Live
Royals @ Yankees
Premier League
Live
Arsenal -
West Bromwich
MLB
Cubs @ Cardinals
NFL
Cowboys @ Cardinals
Wuhan Open Women Single
WTA Wuhan: Tag 3
DAZN ONLY Golf Channel
The Golf Fix Weekly -
26. September
DAZN ONLY Golf Channel
Live from Presidents Cup -
26. September
MLB
Rays @ Yankees
MLB
Cubs @ Cardinals
Wuhan Open Women Single
WTA Wuhan: Tag 4
DAZN ONLY Golf Channel
Live from Presidents Cup -
27. September
MLB
Rays @ Yankees
MLB
Blue Jays @ Red Sox
Copa do Brasil
Cruzeiro -
Flamengo
Tashkent Open Women Single
WTA Taschkent: Viertelfinale
Wuhan Open Women Single
WTA Wuhan: Viertelfinale
DAZN ONLY Golf Channel
Live from Presidents Cup -
28. September
MLB
Rays @ Yankees
MLB
Braves @ Marlins
NFL
Bears @ Packers
Tashkent Open Women Single
WTA Taschkent: Halbfinale
Wuhan Open Women Single
WTA Wuhan: Halbfinale
DAZN ONLY Golf Channel
Live from Presidents Cup -
29. September
MLB
Blue Jays @ Yankees
MLB
Reds @ Cubs
Pro14
Leinster -
Edinburgh
Premiership
Worcester -
Saracens
Ligue 1
Monaco -
Montpellier
Premiership
Hamilton -
Rangers
Championship
QPR -
Fulham
ACB
Barcelona -
Saski Baskonia
Primera División
Celta Vigo -
Girona
NCAA Division I FBS
USC @ Washington State
J1 League
Niigata -
Kobe
Tashkent Open Women Single
WTA Taschkent: Finale
J1 League
Kawasaki -
Cerezo Cosaka
Primera División
Deportivo -
Getafe
Premier League
Huddersfield -
Tottenham
Wuhan Open Women Single
WTA Wuhan: Finale
DAZN ONLY Golf Channel
Live from Presidents Cup -
30. September
Premier League
Man Utd -
Crystal Palace
Championship
Ipswich -
Bristol City
Primera División
Sevilla -
Malaga
Ligue 1
PSG -
Bordeaux
Serie A
Udinese -
Sampdoria
Premier League
Chelsea -
Man City
Primera División
Levante -
Alaves
Championship
Reading -
Norwich
MLB
Blue Jays @ Yankees
Ligue 1
Amiens -
Lille
Ligue 1
Dijon -
Straßburg
Ligue 1
Guingamp -
Toulouse
Ligue 1
Nantes -
Metz
Ligue 1
Rennes -
Caen
Premier League
Stoke -
Southampton (Delayed)
Primera División
Leganes -
Atletico Madrid
Serie A
Genua -
Bologna
MLB
Reds @ Cubs
Premier League
Bournemouth -
Leicester (DELAYED)
Premier League
West Ham -
Swansea (DELAYED)
Premier League
West Brom -
Watford (DELAYED)
Serie A
Palmeiras -
Santos
NCAA Division I FBS
Clemson @ Virginia Tech
China Open Women Single
WTA Peking: Tag 2
National Rugby League
Storm -
Cowboys
Eredivisie
Alkmaar -
Feyenoord
Serie A
Neapel -
Cagliari
Premier League
Arsenal -
Brighton
Championship
Sheffield Wed -
Leeds
Ligue 1
Troyes -
St. Etienne
Serie A
Benevento -
Inter Mailand
Serie A
Chievo Verona -
Florenz
Serie A
Lazio -
Sassuolo
Serie A
SPAL -
Crotone
Serie A
FC Turin -
Hellas Verona
NFL
Saints -
Dolphins
Premiership
Wasps -
Bath Rugby
Primera División
Barcelona -
Las Palmas
Ligue 1
Angers -
Lyon
NFL
RedZone -
Week 4
World Grand Prix
Unibet World Grand Prix -
Tag 1
Primera División
Real Madrid -
Espanyol
Ligue 1
Nizza -
Marseille
MLB
Astros @ Red Sox
MLB
Tigers @ Twins
NFL
Colts @ Seahawks
China Open Women Single
WTA Peking: Tag 3
World Grand Prix
Unibet World Grand Prix -
Tag 2
NFL
Redskins @ Chiefs
China Open Women Single
WTA Peking: Tag 4
Champions Hockey League
Wolfsburg -
Salzburg
Champions Hockey League
München -
Brynäs
World Grand Prix
Unibet World Grand Prix -
Tag 3
China Open Women Single
WTA Peking: Viertelfinale
World Grand Prix
Unibet World Grand Prix -
Tag 4
ACB
Valencia -
Obradoiro
NBA
Timberwolves -
Warriors
WC Qualification South America
Bolivien -
Brasilien
WC Qualification South America
Venezuela -
Uruguay
WC Qualification South America
Kolumbien -
Paraguay
WC Qualification South America
Chile -
Ecuador
WC Qualification South America
Argentinien -
Peru
NFL
Patriots @ Buccaneers
WC Qualification Europe
Georgien -
Wales
WC Qualification Europe
Italien -
Mazedonien
WC Qualification Europe
Liechtenstein -
Israel
WC Qualification Europe
Spanien -
Albanien
WC Qualification Europe
Kroatien -
Finnland
WC Qualification Europe
Kosovo -
Ukraine
WC Qualification Europe
Färöer -
Lettland
NBA
Warriors -
Timberwolves
Premiership
Saracens -
Wasps

Jim Clark gilt noch heute als einer der besten Formel-1-Fahrer aller Zeiten. Er gewann zwei Weltmeisterschaften, stellte zahlreiche Bestmarken auf und wurde zum Star des Sports. Mit dem Ruhm konnte der Schotte aber nie etwas anfangen, er hatte andere Träume. Doch bevor er diese verwirklichen konnte, ereilte ihn der Tod - in einem Rennen, das er eigentlich nicht fahren wollte. Am 4. März würde Clark 80 Jahre alt werden.

Dichte, graue Wolken und Regen: Der Himmel über dem Hockenheimring weinte am Morgen des 7. Aprils 1968. Als wüsste er, dass die Formel 1 nur wenige Stunden später um einen ihrer größten Fahrer trauern würde: um Jim Clark.

Der zweifache Weltmeister nahm als Gaststarter an einem Formel-2-Rennen teil, das an jenem Sonntag auf dem deutschen Traditionskurs stattfand. Eigentlich wollte er bei dem Rennen gar nicht mitfahren, war es für ihn doch komplett bedeutungslos und hielt er nicht viel von der Charakteristik des Hockenheimrings.

"Die Strecke ist einfach lächerlich, sie hat zu viele Geraden. Der Fahrer kann überhaupt nichts machen", klagte er noch am Vorabend im Aktuellen Sportstudio. Schlussendlich ließ sich der bekennende Nichtraucher aber doch zu dem Werbeauftritt für eine Tabakfirma überreden.

Keine Chance gegen den Tod

Clark ging aus der dritten Startreihe ins Rennen, positionierte sich zu Beginn auf den achten Rang, bis das Drama in der fünften Runde seinen Lauf nahm: Der rot-weiß-goldene Lotus geriet auf der Waldgeraden scheinbar grundlos ins Schleudern, raste von der Strecke und knallte mit vollem Tempo gegen einen nahestehenden Baum.

"Clark hatte keine Kontrolle mehr über sein Fahrzeug", erinnert sich ein Streckenposten an das Schreckensszenario: "Sein Auto wurde auseinandergerissen, Motor und Getriebe flogen in den Wald hinein."

15 Minuten kämpfte Clark noch gegen den Tod an, dann starb er an den Folgen eines Genick- und doppelten Schädelbasisbruchs.

"Nicht Jim Clark!"

Die Nachricht über das schwere Unglück verbreitete sich wie ein Lauffeuer. Der Schock stand jedem in der Königsklasse ins Gesicht geschrieben. "Ich war an dem Tag fassungslos, denn ein Jim Clark stirbt nicht, dachte ich mir. Nicht Jim Clark. Vielleicht andere Fahrer, aber nicht Jim Clark!", berichtete Jackie Stewart Jahre später.

Diese Meinung teilten viele im Fahrerlager. "Wenn es ihn erwischen kann, dann ist niemand von uns sicher", sorgte sich der damalige Ferrari-Fahrer Chris Amon.

F1-Legenden-Serie: Die Besten aller Zeiten

Warum aber erwischte es ausgerechnet diesen unsterblich wirkenden Fahrer, der seinen Wagen stets so präzise und so fehlerlos bewegte?

Schuld war ein schleichender Plattfuß am Hinterreifen, wie bei nachträglichen Untersuchungen festgestellt wurde. Clark soll noch auf dem Waldboden versucht haben, den Wagen mit Maximaldrehzahl umzureißen - doch alle Bemühungen scheiterten.

Hass der Tifosi

Es war wohl Ironie des Schicksals, dass dieser letzte Unfall in seinem Leben der erste überhaupt war, bei dem sich Clark verletzte. Bis dahin konnte er auf eine nahezu unfallfreie Karriere zurückblicken.

Einzig beim Großen Preis von Italien 1961 kam es zu einem üblen Crash, bei dem er mit Wolfgang Graf Berghe von Trips kollidierte. Während Clark wie durch ein Wunder unverletzt blieb, wurde der deutsche Ferrari-Star aus seinem Wagen katapultiert und war auf der Stelle tot.

Das Brutale für Clark: Die Scuderia-Fans sahen in ihm den Schuldigen. Als er das Fahrerlager in Monza vier Jahre später verlassen wollte, schlugen sie mit Fäusten auf das Dach seines Fiats und brüllten ihm wütend "Go Home!" entgegen. Nur gerade so konnte er den pöbelnden Tifosi damals entfliehen und sich in Sicherheit bringen.

Doch dem nicht genug: Journalisten warfen sich nach dem Trips-Unglück auf Clark, attestierten ihm beim folgenden Österreich-Grand-Prix ein Schuldgefühl, verfolgten ihn auf Schritt und Tritt - und ließen so seine Antipathie gegenüber der Presse wachsen.

"Es ist mir unbegreiflich, warum Zeitungen einen Mann hunderte Meilen weit aussenden, um einen zwei Zoll großen Bericht über mich zu bekommen", ärgerte sich der Gejagte.

Nur auf der Rennstrecke die Ruhe selbst

Er hasste diese Aufmerksamkeit. Sein Privatleben war für die Öffentlichkeit tabu, häufig wirkte er reserviert und zurückhaltend. Laut des Journalisten Graham Gauld entfaltete sich "Jims ursprüngliche Schüchternheit und Nervosität, wenn man ihn von der Rennstrecke wegholte. Seine Fingernägel waren sofort abgekaut. Er war unruhig und zappelte herum."

Auf der Piste hingegen strahlte Clark eine unglaubliche Ruhe aus. Trotz seines enormen Tempos fuhr er immer besonnen und überlegt, nie sah man ihn hektisch am Lenkrad herumwirbeln. War er einmal in Führung, setzte er sich in den ersten Runden so weit ab, dass er die Rennen von da an unter minimalem Risiko diktieren konnte.

Mit dieser Perfektion schaffte er es in 72 Formel-1-Rennen zu 25 Siegen, 33 Pole Positions und 28 schnellsten Rennrunden. Werte, die noch heute zu den besten überhaupt gehören.

Seite 1: Tragische Unfälle, Hass und die Ruhe am Lenkrad

Seite 2: Aufstieg, Pech und Glück mit Lotus und der große Traum

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung