Hülkenbergs Erfolgsgeheimnis: Druck

Montag, 07.10.2013 | 13:05 Uhr
Nico Hülkenberg hat für die kommende Saison noch kein Team gefunden
© getty
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Ein Cockpit für die neue Formel-1-Saison hat Nico Hülkenberg noch nicht, dabei gilt der 26-Jährige als einer der talentiertesten Fahrer im Feld. Beim Großen Preis von Südkorea wurde der Emmericher seinem Ruf auf beeindruckende Weise gerecht - und bewarb sich mit Nachdruck um einen Job für 2014.

Im Mittelklassewagen von Sauber fuhr Hülkenberg auf einen herausragenden vierten Rang. Es war das bisher stärkste Ergebnis für den Schweizer Traditionsrennstall in einer enttäuschenden Saison, in der neben einem fünften Platz auf der Ausnahmestrecke von Monza ein achter Platz in Malaysia heraussprang.

"Das war heute mit Sicherheit eines meiner besten Rennen. Das war ein Meisterstück. Die anderen haben sich die Zähne ausgebissen", freute sich Hülkenberg, der dem finanziell angeschlagenen Team endlich wieder positive Schlagzeilen bescherte. Nebenbei stellte der Rheinländer nämlich sein persönlich bestes F1-Resultat ein. Im Force India war er in Belgien 2012 auch auf den vierten Platz gefahren.

"Unglaublicher Kampfgeist"

Seine Teamchefin ist sich bewusst, wie groß der Wert von Hülkenberg ist. "Nico hat eine herausragende Leistung gezeigt und einmal mehr einen unglaublichen Kampfgeist bewiesen", lobte Monisha Kaltenborn: "Es war sicher nicht leicht für ihn, die starken Konkurrenten hinter sich zu lassen."

"Das lag auch an unserem neuen Verständnis für das Auto, das immer besser wird. Mein Tempo war unglaublich, ich bin sehr zufrieden", sagte Hülkenberg. Sauber hatte seinen C32 für das Rennen in Yeongam komplett auf den ersten Sektor ausgelegt und damit nahezu unüberholbar gemacht.

Der Korea International Circuit erinnert dort an die Hochgeschwindigkeitsstrecke von Monza, auf der Hülkenberg zuletzt Nico Rosberg über die gesamte Renndistanz blockierte. In Südkorea folgen auf drei lange Geraden zu Beginn der Runde drei enge Kurven - die einzigen Überholmöglichkeiten auf dem 5,165 Kilometer langen Kurs.

"Seit wir auf das letztjährige Auspuffprinzip zurückgegangen sind, haben wir im Heck deutlich mehr Abtrieb und können mit Bodenfreiheiten fahren, die der Traktion helfen", erklärte Chefingenieur Tom McCullough die Verbesserungen. Die überragende Traktion war am Sonntag so gut, dass Lewis Hamilton im Mercedes fast verzweifelte.

Hamilton verzweifelt

Der Brite wandte sich hilflos per Funk an seine ebenso ratlosen Ingenieure: "Wo nimmt der Sauber diese Traktion her? Habt Ihr eine Idee, wie ich ihn überholen kann?" Es klappte nicht. Hülkenberg brachte seinen vierten Platz ins Ziel. Auch weil er zuvor schon Fernando Alonso hinter sich gehalten hatte.

Ferraris Vizeweltmeister hing vom Start bis zur 41. Runde dauerhaft im Heck des Schweizer F1-Boliden, versuchte mehrmals sich vorbeizuschieben, schaffte es aber nicht. Zwischenzeitlich fuhren Hülkenberg, Alonso, Kimi Räikkönen und Mark Webber wie ein Viererbob über die an der Küste gelegene Rundstrecke.

Aufgrund des ungewöhnlichen Setups, das stark an das von Toro Rosso bekannte Topspeed-Konzept erinnerte, durfte sich Hülkenberg allerdings nicht den kleinsten Fehler leisten. Sonst wären die eigentlich besseren Autos nach der schnellen Schlusskurve auf der Start-Ziel-Geraden an ihm vorbeigezogen.

"Nico fuhr ein Superrennen", lobte deshalb auch Mercedes-Aufsichtsratschef Niki Lauda: "Wie er diesem gewaltigen Druck standhielt, war phantastisch." Dass der Emmericher solche Situationen bewältigen kann, ist kein Geheimnis, wie er selbst erklärte: "Das kenne ich schon seit der Formel BMW, es ist das kleine Einmaleins. Man muss einfach fokussiert bleiben und darf nicht zu sehr in den Rückspiegel schauen."

Hülkenbergs Erfolg kein Zufall

In der angesprochenen Nachwuchsserie gewann Hülkenberg 2005 in seinem ersten Jahr im Formelsport mit acht Siegen überlegen den Titel. Bei seiner Formel-3-EM-Premiere 2007 wurde er hinter dem heutigen Lotus-Piloten Romain Grosjean und Ex-Toro-Rosso-Fahrer Sebastien Buemi Dritter, gewann aber nebenbei das angesehene Formel-3-Masters.

Als Hülkenberg in der Saison 2008 zum Williams-Testfahrer aufstieg, gewann er nebenbei die Formel-3-Euroserie und holte sich im nächsten Jahr auf Anhieb den GP2-Titel gegen wesentlich erfahrenere Konkurrenten wie Pastor Maldonado. Bei einer solchen Erfolgsbilanz war der Schritt in die Königsklasse programmiert.

Hülkenberg bekam ein Williams-Stammcockpit neben Rubens Barrichello und setzte seine Erfolge fort: erster WM-Punkt beim dritten Rennen in Malaysia, sechster Platz beim Ungarn-GP, erste Pole-Position beim Regenqualifying zum Saisonabschluss in Brasilien.

Fehlende Sponsorengelder als Abschiedsgrund

Trotzdem musste Hülkenberg seinen Platz räumen. Pastor Maldonado brachte venezolanische Sponsorenmillionen mit. Der Emmericher wechselte als Testfahrer zu Force India, beerbte Adrian Sutil 2012 als Einsatzfahrer und überzeugte in den letzten Rennen der Saison, als er Teamkollege Paul di Resta klar hinter sich ließ.

Dabei scheint Hülkenberg für seine Topleistungen in der Formel 1 immer einen besonderen Anreiz zu brauchen. Als er 2012 in Spa den vierten Platz gegen Felipe Massa verteidigte, stand Hülkenberg als Nachfolger des brasilianischen Ferrari-Piloten zur Debatte. Beim Italien-GP 2013 hatte er schon einen Vertrag mit der Scuderia ausgehandelt, die sich letztlich aber für den erfahreneren Räikkönen entschied.

Kein Vertrag für 2014

Hülkenberg steht auch aktuell unter Druck. Er hat noch keinen Vertrag für die nächste Saison und ist zudem nicht mit massiver Sponsorenunterstützung ausgestattet. Der 26-Jährige gilt als heißer Kandidat für die Räikkönen-Nachfolge bei Lotus.

Der finanziell klamme Rennstall braucht aber ebenso Geld wie Sauber, die im nächsten Jahr dem russischen Youngster Sergej Sirotkin zum F1-Debüt verhelfen. Hülkenberg würde zumindest Ersparnisse bedeuten, weil er wesentlich weniger kassiert als der zu Ferrari wechselnde Iceman.

Hülkenbergs Chancen sollten in Südkorea nicht gesunken sein. Lotus will sich aber nicht festnageln lassen, weil auch der bei Ferrari ausgebootete Felipe Massa gerne beim Team aus Enstone unterkommen würde. "Wir beurteilen Fahrer nicht nach einem Rennen", erklärte Teamchef Eric Boullier in Südkorea: "Nicos Qualitäten sind uns schon lange bekannt. Er hat heute wieder gezeigt, dass er in einem guten Auto vorne mitfahren kann."

Der Deutsche möchte derzeit deshalb nicht weiter als bis zum nächsten Rennen in Suzuka am kommenden Sonntag denken. "Ich werde in den nächsten Tagen ein bisschen die Seele baumeln lassen", sagt er: "Und mich dann auf Japan fokussieren."

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