Donnerstag, 26.06.2008

Testfahrten in Silverstone, 3. Tag

Bestzeit fürs Selbstvertrauen

München - Lewis Hamilton hat am dritten und letzten Testtag in Silverstone die britischen Fans versöhnt und viel für sein eigenes Selbstbewusstsein getan. Nach zwei Rennen ohne Punkte zeigte er auf seiner Heimstrecke, dass er nichts verlernt hat.

Formel 1, Testfahrten, Silverstone, Hamilton
© Getty

Mit 1:19,170 Minuten war der 23-Jährige nämlich nicht nur stattliche sechseinhalb Zehntelsekunden schneller als Toyota-Pilot Timo Glock auf Platz zwei, sondern deklassierte auch alle bisherigen Tageszeiten um fast eine Sekunde.

Dritter wurde Kimi Räikkönen im Ferrari - der allerdings deutlich weniger Runden zurücklegte und am Nachmittag nicht mehr auf Zeitenjagd ging.

Kollision zwischen Glock & Coulthard

Eine Schrecksekunde gab es für Timo Glock und David Coulthard. Beide kamen sich bei der Anfahrt auf die Stowe-Kurve ins die Quere und kollidierten.

"Ich habe ihn einfach nicht gesehen", räumte Glock anschließend ein. "Als ich eingebogen bin, war er dann einfach da. Ich muss mich wirklich bei ihm entschuldigen."

Glock verlor bei der Aktion seinen Heckflügel, Coulthards-Bolide musste mehrere Stunden in der Red-Bull-Box repariert werden. Und auch anschließend lief es für den Schotten nur wenig besser: Nach 31 Runden musste er mit einem Motorschaden endgültig aufgeben.

Starker Wind behindert Tests

Auch Fernando Alonso auf Platz vier hatte mit einigen Problemen zu kämpfen. Nach einem Motoren-Platzer am Vormittag drehte er sich am Nachmittag von der Strecke. Insgesamt musste die Trainingssitzung allein wegen dem Spanier sechs Mal unterbrochen werden.

Zufrieden war der Spanier dennoch. "Das war gute Arbeit", so Alonso, der hauptsächlich am Setup für das Rennen in Silverstone arbeitete. "Die Streckenbedingungen waren allerdings ziemlich schwierig - es war heute wieder einmal sehr windig."

Unter den schwierigen Bedingungen litt auch Nick Heidfeld auf Platz fünf. Der BMW-Sauber-Pilot testete neue Aerodynamik-Komponenten am F1.08 - was allerdings durch die starken Seitenwinde enorm erschwert wurde.

Adrian Sutil kam im Force-India-Boliden auf einen respektablen siebten Platz - direkt hinter Williams-Pilot Kazuki Nakajima im Williams.

Die Testzeiten im Überblick

Fahrer                   
Team            
Zeit (in Minuten) 
Rückstand 

Lewis Hamilton

McLaren-Mercedes    

1:19,170

 

Timo Glock

Toyota

1:19,815

+0,645

Kimi Räikkönen

Ferrari

1:20,321

+1,151

Fernando Alonso     

Renault

1:20,862

+1,692

Nick Heidfeld

BMW-Sauber

1:21,011

+1,841

Kazuki Nakajima

Williams

1:21,059

+1,889

Adrian Sutil

Force India

1:21,331

+2,161

Rubens Barrichello      

Honda

1:21,344

+2,174

Sebastien Bourdais

Toro Rosso

1:21,432

+2,262

David Coulthard

Red Bull Racing

1:22,232 

+3,062

 

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