Freitag, 09.05.2008

Brennpunkte vor dem Türkei-GP

Neue Regeln für das Qualifying

München - Endlich wieder Istanbul! Auf den Großen Preis der Türkei haben sich diesmal ganz besonders viele gefreut.

renault, piquet
© Getty

Heikki Kovalainen seit seiner medizinischen Untersuchung, das Force India Team seit vergangenem Dienstag (Stichwörter: Super, Aguri, Insolvenz) und Felipe Massa vermutlich schon die gesamte Saison.

Video-Vorschau zum Großen Preis der Türkei

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Die Brennpunkte vor dem Rennen in Istanbul:

Aus sechs mach fünf: Das Super-Aguri-Aus hat nun auch Folgen für das Qualifying. Denn da nun nur noch 20 Autos um die Startplätze kämpfen, hat die FIA die Regeln für das Ausscheiden in den einzelnen Runden geändert. Anstatt sechs Autos wie bisher scheiden in Istanbul nur noch fünf Piloten pro Runde aus. Das heißt: In Runde eins werden die Startplätze 16 bis 20 festgelegt, in Runde zwei die Positionen 11 bis 15. In Runde drei bleiben wie bisher die besten zehn Fahrer übrig.

Grünes Licht für Heikki: Nur zwei Wochen nach seinem Horror-Crash von Barcelona darf McLaren-Mercedes-Pilot Heikki Kovalainen wieder ins Cockpit steigen. "Ich bin natürlich sehr froh über die Entscheidung der medizinischen Abteilung der FIA", erklärte der Finne, nach dem Unfall in "Man of Steel" umgetauft. "Meine Vorbereitungen für das Wochenende sind gut verlaufen."

Bei einer vergleichbaren Situation im Vorjahr hatten die FIA-Ärzte noch anders entschieden. BMW-Sauber-Pilot Robert Kubica wurde nach seinem schweren Unfall beim Großen Preis von Kanada der Start im darauffolgenden Rennen verwehrt.

Massa, Massa und - nochmal Massa? Man mag es kaum glauben, aber der Favorit auf den Sieg in Istanbul ist...? Felipe Massa. Zumindest, wenn man den Ergebnissen der letzten beiden Jahre in Istanbul glauben darf. 

Pole Position: Massa. Sieger? Logisch. Massa.

Auf keiner anderen Strecke hat sich der Brasilianer in den vergangenen Jahren wohler gefühlt. Nicht einmal Weltmeister und Teamkollege Kimi Räikkönen konnte ihm vergangenes Jahr in der Türkei das Wasser reichen.

Ferrari hat die Nase schon wieder voll: Hatte der italienische Rennstall mit seinem neuen, aerodynamischen Nasenloch am Boliden gerade erst beim Großen Preis von Spanien für Aufsehen gesorgt, wird man an diesem Rennwochenende bereits wieder darauf verzichten. Laut Team-Manager Luca Baldisserri, "verlangt die Türkei wenig Abtrieb".

Allerdings soll die neue Geheimwaffe immer mal wieder zum Einsatz kommen. "Wir werden sie nur auf Strecken verwenden, wo wir denken, dass sie uns einen Vorteil über konventionellere Teile gibt".

Wann das genau sein wird, weiß wohl nur Ferrari. Feststeht aber, dass sich die Gegner nicht gerne an der Nase herumführen lassen werden.

Thomas Ziemann
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