Formel 1

Massa schockt mit einer Fabelzeit

Von SPOX
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© DPA

München - Ferrari hat im Freien Training zum Bahrain-GP seinen Heimvorteil genutzt.

Die Roten profitierten eindeutig von den Erkenntnissen, die sie bei den Testfahrten vor der Saison gewonnen hatten und markierten in beiden Sessions deutlich die Bestzeiten. (Quali, Sa., 12.45 Uhr live im Internet TV)

Tagesschnellster war Felipe Massa in 1:31,420 Minuten. Eine Erleichterung für den Brasilianer, denn nach zwei Nullnummern zu Saisonbeginn stand er gehörig unter Druck. "Ich mag diese Strecke, hier läuft es immer gut für mich", sagte er.

Hier geht es zu den besten Bildern vom Training in Bahrain.

Massa wehrt sich gegen Vorwürfe

Bereits vor dem Training hatte Massa mit allen Mitteln versucht, seinen Ruf zu verteidigen. Nach dem Fahrfehler in Melbourne und dem vermeintlichen Fahrfehler in Malaysia wurden vor allem in Italien Stimmen laut, die offen über eine mögliche Ablösung des Brasilianers bei Ferrari spekulierten.

Der Vorwurf: Massa kommt mit dem Fahren ohne Traktionskontrolle nicht zurecht. Alles Quatsch sagte nun Massa: "Das ist definitiv falsch. Ich fühle mich im Auto wohl. Ich weiß, was ich tue und was ich tun muss, um schnell zu sein."

Das hat er im Training in Bahrain schon einmal bewiesen. Er war in beiden Sessions das Maß der Dinge und dank einer Fabelrunde zum Ende der zweiten Session mit wenig Benzin insgesamt knapp eine Sekunde schneller als sein Teamkollege.

"Meine Runde war sehr stark. Natürlich ist die Zeit nicht ganz repräsentativ, weil Kimi etwas anderes getestet hat als ich, aber meine Runde war gut und ich fühle mich für das Wochenende gerüstet", sagte Massa.

Böser Crash von Hamilton 

Für die Schrecksekunde des Tages sorgte Lewis Hamilton. Zehn Minuten vor Ende der zweiten Session kam er in einer schnellen Kurve zu weit auf den Kerb, verlor die Kontrolle über seinen McLaren und knallte mit voller Wucht seitlich in die Reifenstapel. Dem WM-Leader ist aber nichts passiert.

"Der Aufprall von Lewis war glücklicherweise nicht allzu hart. Seine Jungs haben bis Samstag jede Menge Arbeit vor sich, aber das kriegen sie hin", sagte Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug.

So kam es zum Hamilton-Crash: Die Highlights des Trainings bei SPOX.TV

In der Tageswertung belegte Hamilton Platz vier, direkt vor seinem Teamkollegen Heikki Kovalainen, aber hinter dem besten Deutschen.

Denn dank einer starken Runde in der ersten Session spielte überraschender Weise Nico Rosberg die zweite Geige. Er wurde in seinem Williams Dritter und war nur knapp langsamer als der Zweite Räikkönen. "Im Vergleich zu Malaysia bin ich um einiges glücklicher. Es ist wieder alles normal", freute sich Rosberg über die gute Performance seines Autos.

BMW hält sich vornehm zurück

BMW-Sauber hielt sich wie immer freitags vornehm zurück und testete mit viel Benzin im Tank. Dass Robert Kubica trotzdem mit 1,5 Sekunden Rückstand Sechster wurde, ist ein gutes Zeichen. Nick Heidfeld belegte unterdessen nur Platz 17.

"Wenn ich mehrere Runden am Stück gefahren bin, war die Balance des Autos schon ganz in Ordnung, aber auf einer einzelnen schnellen Runde habe ich noch Schwierigkeiten", gab Heidfeld nicht allzu besorgt zu Protokoll.

Zweitbester Deutscher war Timo Glock als 15. Im Gegensatz zu Ferrari profitierte Toyota nicht so sehr von den Kenntnissen aus den Wintertests, Jarno Trulli wurde Elfter.

Sebastian Vettel wurde im Toro Rosso 18., Adrian Sutil kam im Force India auf Platz 20 und hatte kurz vor Schluss noch eine Kollision mit Fernando Alonso (13.). Auf der Jagd nach einer guten Runde wollte Alonso überholen, Sutil sah ihn aber nicht und warf ihm die Tür zu. Beide drehten sich, konnten aber weiterfahren. "Das ist schade, aber so etwas passiert eben", kommentierte Sutil den Rennunfall lapidar.

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