Rückschlag vor 17.000 Kölnern

SID
Dienstag, 22.01.2008 | 22:33 Uhr
Köln, DEG, Düsseldorf, Haie
© Getty
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Berlin - Die Nürnberg Ice Tigers haben ihre Spitzenposition in der Deutschen Eishockey-Liga trotz einer Niederlage ausgebaut. Der Vizemeister verlor bei Schlusslicht Duisburg mit 2:3 nach Penaltyschießen, profitierte aber von einem erneuten Ausrutscher der Eisbären.

Die Hauptstädter verließen bei den Iserlohn Roosters nach der regulären Spielzeit mit 0:3 das Eis und haben dadurch zwei Zähler Rückstand auf den Spitzenreiter.

Neu auf Platz drei schossen sich die Kölner Haie. Das Team von Trainer Doug Mason setzte sich im Rhein-Derby gegen die DEG Metro Stars mit 4:1 durch. Köln nutzte die überraschende 3:4- Heimniederlage des bisherigen Dritten, Frankfurt Lions, gegen das Kellerkind EHC Wolfsburg aus.

Kostyrev der Füchse-Matchwinner

Hannover, das daheim gegen Ingolstadt mit 3:1 die Oberhand behielt, rangiert unverändert an siebter Position mit einem Zähler Rückstand auf den Sechsten Adler Mannheim. Damit liegen die Scorpions weiter chancenreich im Rennen um den direkten Einzug in das Playoff-Viertelfinale, das die besten sechs Teams der Vorrunde erreichen. Unter den Top zehn stehen weiter die Krefeld Pinguine trotz ihrer 4:6-Niederlage bei den Augsburger Panthern.

Tabellenführer Nürnberg fand in Duisburg über weite Strecken nicht ins Spiel, musste im dritten Drittel sogar den Ausgleichstreffer zum 2:2 hinnehmen und zeigte zudem im Entscheidungsschießen Nerven. Zum Matchwinner avancierte Füchse-Stürmer Artjom Kostyrev, der den entscheidenden Penalty versenkte und damit die erste Nürnberger Niederlage nach zuletzt sieben Siegen in Serie besiegelte.

Fünfter Heimsieg in Serie für Köln

Die Eisbären waren nach dem blamablen 1:2 nach Penaltyschießen gegen Duisburg vom vergangenen Sonntag um Wiedergutmachung bemüht, blieben aber erfolglos. Iserlohn zeigte sich in einer temporeichen Partie konsequenter im Abschluss und siegte am Ende verdient mit 3:0. Maßgeblichen Anteil am Sieg hatte ERC-Keeper Norm Maracle, an dem die Gäste insbesondere im Schluss-Drittel verzweifelten.

Vor der Tagesrekordkulisse von 17.377 Zuschauern im 178. rheinischen Derby erwischte Düsseldorf den besseren Start und ging in der 13. Minute durch Jamie Wright verdient in Führung. Die Haie zeigten sich allerdings unbeeindruckt und drehten mit einem starken zweiten Drittel, das sie 3:0 für sich entschieden, die Partie zu ihren Gunsten. Letztlich fuhren sie ungefährdet ihren fünften Heimsieg nacheinander ein. Der Tabellen-Elfte aus Düsseldorf erlitt einen Rückschlag im Kampf um Platz zehn, der zumindest die Teilnahme an der Playoff-Qualifikationsrunde bedeutet.

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