Freitag, 01.02.2008

DEL-Playoff-Check

Die beiden Dummen

München - Im Kampf um die Playoffs in der DEL zählt ab sofort jeder Punkt. Nicht unbedingt für die Führenden in der Tabelle, die können schon sicher für die Postseason planen.

hamburg, krefeld, freezers
© Imago

Ein großes Problem haben die Teams auf den Plätzen acht bis zwölf. Dort geht es nämlich in den letzten Spielen der regulären Saison ums sportliche Überleben über den 60 und letzten Spieltag hinaus.

SPOX.com wirft einen Blick auf die Konstellationen vor den entscheidenden Spielen.

Sicher dabei: Nürnberg, Berlin, Köln, Frankfurt

Bei den großen Vier der Tabelle gibt es im Vergleich zum vergangenen Playoff-Check nach zwei Dritteln der Saison kaum Veränderungen. Immer noch liegen sie deutlich vor dem Rest der Liga, nur dass sich die interne Reihenfolge etwas verändert hat.

Die Eisbären sind nach einem schwachen Januar nicht mehr Tabellenführer - und damit auch nicht mehr einsamer Top-Favorit auf den Titel. Nürnberg liegt aktuell an der Spitze, jedoch kann man getrost allen vier Teams gute Chancen auf den Finaleinzug einräumen.

Fast sicher dabei: Mannheim und Iserlohn

Zwar kann in neun Spielen noch viel passieren, aber alle Anzeichen sprechen dafür, dass die letzten beiden direkten Playoff-Plätze an die Adler und die Roosters vergeben sind.

Titelverteidiger Mannheim schickt sich nach einer Serie von neun Siegen in Folge an, Druck auf die Top Vier zu machen und bringt sich damit auch wieder in die Rolle des Mitfavoriten auf die Meisterschaft. Das wäre zum Zeitpunkt der Entlassung von Coach Greg Poss noch undenkbar gewesen.

Iserlohn hat seine kleine Schwächephase mit einem hart erkämpften 6:5 nach Penaltyschießen gegen Frankfurt beendet. Dank des Traumsturms um DEL-Topscorer Robert Hock (17 Tore, 57 Assists, 74 Punkte) und Tormaschine Michael Wolf (39 Tore, 20 Assists, 59 Tore) sind die Aussichten auf den sechsten und letzten direkten Playoff-Platz hervorragend.

Im Niemandsland: Hannover

Iserlohn darf sich deshalb relativ sicher sein, weil Hannover angesichts sieben Punkten Rückstand selbst nicht daran glaubt, die Roosters noch einholen zu können.

"Es wäre ein Wunder, wenn wir diesen sechsten Platz noch schaffen würden", sagte Scorpions-Coach Hans Zach der Fachzeitung "Eishockey News". "Bei den vielen Verletzten, die wir diese Saison haben." In der Tat musste der Tabellen-Siebte im Verlauf der Saison auf 13 Spieler langfristig verzichten.

Im beinharten Kampf: Krefeld, Düsseldorf, Hamburg, Ingolstadt, Augsburg

Was für ein Fünfkampf um die drei verbleibenden Plätze in den Pre-Playoffs! Krefeld machte durch den 6:5-Erfolg bei den Hamburg Freezers (die Highlights bei SPOX.TV) einen großen Schritt in Richtung Playoff-Qualifikation.

Mit 69 Punkten hat man auf Rang acht liegend nun sechs Punkte Vorsprung auf die Freezers. Hamburg ist mit 63 Punkten aktuell auf Rang zwölf abgerutscht, hat aber noch ein oder zwei Spiele weniger als die Konkurrenz absolviert. Nach momentanem Stand für die Pre-Playoffs qualifiziert: Ingolstadt (66 Punkte) und das Überraschungsteam aus Augsburg (65 Punkte).

Die DEG war nach drei Siegen in Folge kurzzeitig im Aufwind, nach der Heimniederlage gegen Nürnberg findet man sich aber nur auf Platz elf (64 Punkte) wieder.

Besonders für die vor der Saison hoch gehandelten Freezers und Metro Stars geht es in den letzten Spielen um jede Menge Prestige. Das Verpassen der Playoffs wäre eine große Blamage und zöge einen gewaltigen Imageverlust nach sich.

Dreimal spielen die Freezers noch gegen direkte Konkurrenten um die Playoff-Quali. Dazu kommen noch Topspiele gegen alle vier Spitzenklubs. Die DEG hat noch drei Spiele gegen die direkten Gegner und zwei Partien gegen die Top-Teams.

Mit nur noch zwei Spielen gegen Klubs aus der Spitzengruppe hat Augsburg das vermeintlich leichteste Restprogramm, allerdings geht es auch für die Panther noch viermal in direkten Duellen um den Playoff-Einzug.

Und genau diese Duelle werden es am Ende sein, die darüber entscheiden, welche beiden Mannschaften im Fünfkampf um die Plätze acht, neun und zehn die Dummen sind. Es wird noch ganz heiß!

Alexander Mey

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