Zwischenfazit zur neuen EuroLeague

Immer Drama mit Freak City

Von Robert Arndt
Donnerstag, 19.01.2017 | 11:23 Uhr
Niccolo Melli war bislang der überragende Spieler im Bamberger Trikot
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Etwas mehr als die Hälfte der Regular Season in der EuroLeague ist vorbei. Zeit, ein Zwischenfazit zu ziehen. Wie schlagen sich Bamberg und die restlichen Deutschen? Was machen die Favoriten und wie wird der neue Modus angenommen? SPOX hat sich auf die Suche nach Antworten begeben.

Wie schlägt sich Bamberg?

"Mit unserer Bilanz stehen wir so da, wie wir unsere Erwartungen gesetzt haben", zeigt sich Bambergs Geschäftsführer Rolf Beyer auf SPOX-Nachfrage mit der bisherigen Saison zufrieden. "Wenn man es zweiteilt, haben wir einige unglückliche Niederlagen bekommen, dafür aber zuletzt auch fünf von sechs Spielen gewonnen. Wir sind wirklich zufrieden."

Und in der Tat: Außer beim Gastspiel bei Real Madrid setzte es für den deutschen Meister keine herben Niederlagen. Stattdessen wurden die meisten Spiele erst in der letzten Minute entschieden, zuletzt immer häufiger zugunsten von Brose. "Wir sind in den entscheidenden Momenten abgeklärter geworden, wir sind deutlich cleverer geworden. Zudem vertrauen wir wieder unserem Team-Basketball und gehen nicht mehr so oft ins Eins-gegen-Eins", versucht Beyer die Wandlung der Mannschaft zu erklären.

Höhepunkt der Saison war natürlich die Sternstunde in der Brose-Arena, als der stolze FC Barcelona mit 20 Punkten Vorsprung aus der Halle gefegt wurde. Der Verlust von Brad Wanamaker wurde derweil im Teamverbund aufgefangen. Musste im letzten Jahr noch der Point Guard die Offense in der Crunchtime fast im Alleingang kreieren, haben die Bamberger nun gleich mehrere Optionen und sind deutlich weniger ausrechenbar.

Gleich vier Spieler legen zehn Punkte oder mehr auf. Niccolo Melli wurde im Dezember gar zum Spieler des Monats gewählt. Der Italiener hat nach seiner starken Saison noch einmal einen Sprung gemacht und ist unverzichtbar für das Team von Andrea Trinchieri. 12,6 Punkte und 8,4 Rebounds legt der Power Forward im Schnitt auf.

Eine Garantie für die Playoffs ist dies allerdings bei weitem nicht. Mit einer Bilanz von 7-10 hat man zwei Spiele Rückstand auf Platz acht, welchen im Moment Darussafaka (9-8) belegt. Trotzdem: Bleiben die Leistungsträger fit, könnten die Bamberger den Türken oder Crvena Zvezda einen der letzten Playoff-Plätze streitig machen.

Was machen die Favoriten?

Bei einem Blick auf das Tableau wird klar: Es sind die üblichen Verdächtigen, die wie die vergangenen Jahre ganz oben stehen. ZSKA Moskau und Real Madrid grüßen von der Spitze, allerdings haben beide Mannschaften auch schon vier beziehungsweise fünf Spiele abgeben müssen. Auf der anderen Seite ist dies aufgrund des aufgeblähten Spielplans nicht verwunderlich und erinnert ein wenig an die NBA, wo auch die Top-Teams den einen oder anderen Schedule-Loss hinnehmen müssen.

"ZSKA Moskau marschiert natürlich vorne weg, aber auch die haben durch ein paar Verletzte ihren Rhythmus verloren", analysiert Beyer. "Vitoria überrascht mich schon, aber dort wurde einfach erneut sehr gut gescoutet. Auch Crvena Zvezda überrascht mich positiv. Sie spielen ähnlich wie wir sehr teamdienlich mit guter Defense und viel Enthusiasmus."

Eher enttäuschend war bislang die Spielzeit von Fenerbahce. Der Vorjahres-Finalist kam noch nicht ins Rollen und steht bei 10-7. Ein Statement-Erfolg war aber noch nicht dabei, die meisten Siege konnten erst in engen Schlussphasen verbucht werden. Zudem sind die Mannen vom Bosporus das einzige Team im momentanen Playoff-Bild, das eine negative Korbdifferenz vorzuweisen hat.

Noch schlimmer steht es dagegen um den FC Barcelona. Die Katalanen, im Sommer runderneuert mit neuem Coach, haben sich noch nicht gefunden und stehen bei 7-10. Zu wenig für die Ansprüche des Weltklubs. Tiefpunkt der bisherigen Saison war eine 40-Punkte-Klatsche im heimischen Palau Blaugrana gegen die Königlichen aus Madrid. Autsch!

Seite 1: Bamberg und die Favoriten

Seite 2: Die anderen Deutschen und das neue Format

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