Edeltechniker der Republik Fußball

Ran an den Futsal!

Von Republik Fußball
Dienstag, 01.11.2011 | 12:15 Uhr
Der Umgang mit dem kleinen und schweren Futsal-Ball ist nichts für Grobmotoriker
© Getty

Draußen ist's herbstlich - bei der Republik Meisterschaft geht der Kampf um die Plätze für das Finale am Millerntor in der Halle weiter. Dort werden viele Teams mit einer interessanten Fußballvariante konfrontiert: Futsal.

Die Teams Furious Futsal Mönchengladbach, der HSV Fan Club "Moin Moin" und der FC Matin aus Quickborn freuen sich schon darauf, bei der Republik Meisterschaft gegen neue Gegner auf ihrem speziellen Terrain anzutreten.

Bünyamin Türkhan von Furious Futsal hofft darauf, weitere Kicker für Futsal begeistern zu können: "Wer es mal ausprobieren will, kann uns gerne herausfordern." Das offene Regelwerk der Republik Fussball macht es möglich: Grundsätzlich ist jede Fußballspielart erlaubt. Hauptsache, der Ball ist rund und wird ins Eckige gebolzt.

Der Begriff "Futsal" leitet sich von "Futebol de Salão" ab, was aus dem Portugiesischen übersetzt so viel wie "Hallenfußball" heißt, mit dem, was in Deutschland darunter verstanden wird, aber nur bedingt zu tun hat. Ein Hauptunterschied ist, dass beim Futsal die übliche Bandenbegrenzung fehlt. Gespielt wird fünf gegen fünf auf Handballtore. Der Ball ist etwas kleiner und sprungreduziert: "Das Spiel wird dadurch technisch anspruchsvoller und schneller", erklärt Yalcin Yelkenci vom FC Matin - auch weil Fouls restriktiver bestraft werden und schnell zu Strafstößen führen.

Ursprünge in Südamerika

Seinen Ursprung hat das Spiel in Südamerika, wo sich der Sport seit 1930 zunächst in Schulen entwickelte. Seit 1989 werden Weltmeisterschaften ausgetragen, die bisher von Brasilien (4 Mal) und Spanien (2 Mal) gewonnen wurden. Nach den Statuten der FIFA ist Futsal die offizielle Hallenversion von Fußball. Auch Stars wie Diego, Pelé, Zinedine Zidane und Ronaldo sind schon dem Reiz des schnellen Kicks erlegen.In Europa hatte Spanien die Vorreiterrolle. Dort existiert eine Profiliga, in der 16 Mannschaften antreten.

Der DFB tut sich mit einer offiziellen Anerkennung immer noch schwer. Bei Volker Lindemann, Teamleiter von "Moin Moin", stößt das auf Verwunderung: "Es macht enorm viel Spaß. Und durch die fliegenden Wechsel kann man eigentlich jeden Spieler im Kader einsetzen. Für Freizeitfußballer ist das ideal." Immerhin wird die inoffizielle Deutsche Meisterschaft seit 2006 "DFB-Futsal-Cup" genannt. Die Begeisterung steigt auch unter den Kickern immer weiter: Waren es vor wenigen Jahren nur eine Hand voll Mannschaften, die "gefutsalt" haben, ist die Zahl mittlerweile auf über 1.000 gestiegen.

Republik Meisterschaft: Sieg für Bremen

Am Samstag gewannen "Die letzten Luden" zuhause in Bremen gegen den "Hobbyclub Leer/Ihrhove" deutlich mit 13:4. Die Ostfriesen führten zur Halbzeit etwas glücklich mit 3:2, bevor die Kräfte gegen stets fliegend wechselnde Gastgeber deutlich nachließen und die "Luden" bis zum Abpfiff auf 13:4 davonzogen. Damit blieb in der Meisterschaftspyramide alles beim Alten.

Zuletzt noch ein Hinweis: Für die ersten 100 angemeldeten Teams, die ein Spiel austragen, stiftet mybet.com, Sponsor der Republik Meisterschaft, jeweils einen Satz Trikots. Aber Achtung: Schnelle Anmeldung lohnt sich, schon 99 Teams sind dabei!

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