Tennis

ATP Finals: Dominic Thiem unterliegt zum Auftakt in London Kevin Anderson

Von Jens Huiber
Dominic Thiem musste sich gegen Kevin Anderson strecken
© getty

Dominic Thiem hat sein Auftaktmatch bei den ATP Finals in London verloren. Der Österreicher unterlag Kevin Anderson aus Südafrika in zwei Sätzen.

Von Jens Huiber aus London

Vielleicht hätte man Sebastian Baez fragen sollen. Der argentinische Junior hatte am Sonntagvormittag sowohl Dominic Thiem wie auch Kevin Anderson warmgespielt, wenige Stunden, bevor die beiden mit ihrem Match auch die Einzel-Konkurrenz in der Londoner O2 Arena eröffneten.

Zu setzen wäre auf Anderson gewesen. Der an Position vier gesetzte Südafrikaner setzte nach einer Spielzeit von 1:48 Stunden mit 6:3 und 7:6 (10) durch und trifft am Dienstag auf den Sieger der Partie zwischen Roger Federer und Kei Nishikori zu tun. Thiem spielt gegen den Verlierer dieses Matches.

Dominic Thiem verändert Return-Position

Der Lichtenwörther hatte angekündigt, seine Returnposition den Anforderungen durch Anderson im Laufe des Spiels anzupassen. In Madrid und in New York City hatte dies in diesem Jahr ausgezeichnet funktioniert, Thiem erstmals gegen den ehemaligen College-Spieler angeschrieben. Anderson hatte im Vorfeld allerdings erklärt, dass auch in der Vergangenheit einige Matches schon knapp gewesen wären, etwa in Washington.

Anderson gewann die Wahl, entschied sich für den Aufschlag. Kein Abtasten also, der London-Debütant weiß, wo seine Stärken liegen. Und Anderson suchte bei eigenem Service von Beginn an permanent die Initiative, ging den Bällen bei Bedarf auch nach. Thiem wiederum hatte bereits im vierten Spiel Probleme, musste nach Abwehr eines Breakballs seinen Aufschlag zum 1:3 abgeben.

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Thiem musste viel riskieren, wehrte drei Chancen Andersons auf das nächste Break zum 1:5 ab.

Als Rückschläger aber fand der 25-Jährige kein Mittel, obwohl er die gesamte Tiefe des Courts in der O2 Arena ausnutzte. Nach 41 Minuten landete eine Vorhand von Thiem im Netz, 3:6 aus Sicht des Niederösterreichers.

Kevin Anderson zeigt Stehvermögen

Im zweiten Durchgang orientierte sich Thiem weiter nach vorne - beim Return, aber auch in seiner gesamten Spielanlage. Im vierten und im sechsten Spiel hätten sich kleinere Möglichkieten bei Aufschlag Anderson angeboten, der aber bewies auch in längeren Rallyes Stehvermögen. Thiem war besser im Match, zu einer Breakchance reichte es allerdings auch während Durchgang zwei nicht. Allerdings auch nicht für Kevin Anderson.

Tiebreak also nach exakt 90 Minuten Spielzeit.

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Thiem setzte den ersten Nadelstich, holte sich das Mini-Break zum 2:1, Anderson kam zum 2:3 zurück. Ein Vorhandfehler von Thiem sah den Österreicher mit 4:5 in Rückstad geraten, Thiem holte sich das Mini-Break umgehend zurück. Dennoch: mit eigenem Aufschlag organisierte sich Anderson seinen ersten Matchball, semmelte einen Vorhand-Return allerdings ins Netz. Thiem zog das Tempo an, erspielte sich nach einem famosen Ballwechsel seine erste Chance auf den Satzgewinn. Anderson glich aus, Thiem versetzte einen Rückschlag, zweiter Matchball. Den wehrte der Österreicher ab.

Und auch den dritten beim Stand von 9:10, diesmal mit einem Ass. Anderson aber packte nun einen unglaublichen Vorhand-Longline-Ball aus, vierter Matchball. Und den verwandelte der Südafrikaner mit seinem 13. Ass.

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