Rapid Wien kann wieder nicht gewinnen

Von APA
Samstag, 18.02.2017 | 20:36 Uhr
SK Rapid Wien kann die Admira nicht bezwingen
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Die heimische Bundesliga im Überblick: Rapid Wien beißt sich an der Admira die Zähne aus (0:0), der SKN St. Pölten siegt in Altach überraschend mit 2:1 und Stefan Maierhofer führt Mattersburg zu einem 2:1-Heimsieg gegen den WAC.

Rapid muss 2017 weiter auf den ersten Sieg in der Fußball-Bundesliga warten. Die Hütteldorfer kamen am Samstag in der 22. Runde im Allianz Stadion gegen Admira Wacker Mödling über ein 0:0 nicht hinaus und blieben damit wie im Derby gegen die Austria zum Frühjahrsauftakt (1:1) sieglos. Der Rückstand auf die drei fixen Europacupplätze wuchs dadurch auf zwölf Punkte an.

Näher ist nun sogar schon das Tabellenende, die Distanz zu Schlusslicht Ried beträgt nur noch neun Zähler. Unter Damir Canadi gab es für die Wiener weiterhin nur zwei Siege in zehn Pflichtspielen, bei je vier Remis und Niederlagen. Die Admiraner sind weiter Siebenter und haben nur noch fünf Zähler Luft zu Platz zehn. Fünf Partien sind sie nun schon sieglos, dabei gab es zuletzt gleich dreimal ein Remis. Ob der jüngsten Durststrecke der Rapidler gab es beim Abgang aber vereinzelt Pfiffe von den Rängen.

Die Stimmen:

Damir Canadi (Rapid-Trainer): "Wir sind in der ersten Hälfte sehr gut ins Spiel gekommen, haben keine Umschaltsituationen für die Admira zugelassen und uns viele Chancen geschaffen. Da hätten wir das Spiel entscheiden müssen. In der zweiten Hälfte sind wir nicht mehr so gut ins Spiel gekommen, aus meiner Sicht war es an Sobczyk ein klarer Elfmeter. Das Passspiel ist auf dieser Wiese nicht leicht, es sind viele Hügel drin. Aber die Mannschaft hatte eine tolle Körpersprache und wollte bis zuletzt gewinnen. Die Mannschaft ist aus meiner Sicht auf keinem schlechten Weg."

Damir Buric (Admira-Wacker-Mödling-Trainer): "Die Zuschauer haben ein sehr gutes Spiel mit viel Tempo und vielen Chancen gesehen. Rapid hatte in der ersten Hälfte viele Möglichkeiten, da haben wir uns in die Halbzeit gerettet. Wir haben dann zur Pause umgestellt und dann das Spiel besser in den Griff bekommen. Das Tor am Schluss für uns wäre aber unverdient gewesen."

Mattersburg-Sieg dank dem Major

Der SV Mattersburg hat in der Fußball-Bundesliga den zweiten Sieg hintereinander eingefahren und steht zumindest bis Sonntag erstmals seit Mitte September nicht auf dem letzten Tabellenplatz. Mit 2:1 (1:1) setzten sich die Burgenländer zu Hause gegen den Wolfsberger AC durch, für die Entscheidung sorgte in der zweiten Spielhälfte Stefan Maierhofer.

Der Niederösterreicher traf in einer unterhaltsamen Partie im Pappelstadion in der 61. Minute per Kopf. Nach Toren von Thorsten Röcher (8.) und WAC-Neuerwerbung Dever Orgill (14.) war es zur Pause 1:1 gestanden. Mattersburg setzte sich in der Tabelle dank der um ein Tor besseren Tordifferenz vor die punktegleiche SV Ried auf den neunten Platz. Die Innviertler empfangen am Sonntag Tabellenführer Red Bull Salzburg. Für Mattersburg war es der zweite Sieg im zweiten Spiel unter Neo-Trainer Gerald Baumgartner.

Die Stimmen:

Gerald Baumgartner (Mattersburg-Trainer): "Man hätte die eine oder andere Chance verwerten müssen, die Konter besser fertigspielen müssen. Der Sieg war Goldes wert. Wir haben gezeigt, dass wir auch spielerisch etwas drauf haben. Es ist positiv, wie die Mannschaft auftritt. Es herrscht viel Euphorie, und Selbstvertrauen ist auch da."

Heimo Pfeifenberger (WAC-Trainer): "Es war eine sehr intensive Partie. Es gab viele Zweikämpfe, für mich war das Spiel sehr rassig. Durch ein wunderschönes Tor von Röcher ist Mattersburg in Führung gegangen, wir haben aber schnell wieder nachlegen können. Das Match war auf des Messers Schneide. Man kann von einem verdienten Sieg für Mattersburg sprechen. Ich bin dennoch mit dem Auftreten der Mannschaft sehr zufrieden, hin und wieder sind wir aber zu viel Risiko eingegangen. Die Mannschaft hat aber voll dagegengehalten."

Bittere Pleite für Altach

Der SCR Altach hat die vorübergehende Rückkehr an die Spitze der Fußball-Bundesliga verpasst. Die Vorarlberger kassierten am Samstag mit einem 1:2 (0:2) gegen Aufsteiger SKN St. Pölten die erste Heimniederlage der Saison. Für Martin Scherb ging das Heimdebüt als Altach-Trainer gegen seinen Ex-Club damit gehörig daneben.

Altach liegt weiter punktegleich mit Tabellenführer Salzburg auf Platz zwei. Die Salzburger sind erst am Sonntag beim neuen Schlusslicht SV Ried im Einsatz. St. Pölten überholte die Rieder und schob sich auf Rang acht. Die sehenswerten SKN-Tore erzielten Cheikhou Dieng (8.) und der später ausgeschlossene Lukas Thürauer (45.+1). Altach gelang vor 5.134 Zuschauern durch Nicolas Ngamaleu nur noch der Anschlusstreffer (87.).

Die Stimmen:

Martin Scherb (Altach-Trainer): "Die zweite Hälfte war richtig gut, wie wir Fußball gespielt haben. Wir sind über die Seite gekommen und haben Leidenschaft an den Tag gelegt. Wenn es etwas zu kritisieren gibt, ist es die Tatsache, dass wir zu wenig Tore geschossen haben und zu leicht Gegentore bekommen haben. Die Mannschaft hat alles das umgesetzt, was wir wollten - bis auf den erfolgreichen Torabschluss. Wir haben Ausfälle, die richtig wehtun. Aber die Mannschaft hat immer daran geglaubt."

Hannes Aigner (Altach-Stürmer): "Man hat gesehen, sie wollten uns die Schneid abkaufen. Das ist ihnen teilweise auch sehr gut gelungen. Wir haben einfach zu spät angefangen, uns zu wehren."

Jochen Fallmann (St. Pölten-Trainer): "Das Wichtigste sind natürlich die drei Punkte. Aber nicht weniger wichtig ist das Selbstvertrauen, das die Mannschaft mitnimmt aus dem Spiel. Das frühe 1:0 hat uns in die Karten gespielt. Letztendlich war es ein sehr zerfahrenes, sehr emotional geführtes Spiel, in dem wir - so uns der Ausschluss nicht passiert wäre - noch gefährlicher sein hätten können."

Sturm geht zuhause unter

Das Bundesliga-Frühjahr ist für Sturm Graz bisher höchst unerquicklich. Am Samstag schlitterte die Elf von Franco Foda mit dem 0:4-(0:0) gegen die Wiener Austria nicht nur in ein Heimdebakel, sondern musste Platz drei auch an die "Veilchen" abgeben. Die Wiener sind nun zwei Punkte vor Sturm und rückten bis auf zwei Zähler an Salzburg heran.

Es war ein verdienter Erfolg für die Wiener, die nach dem 1:1 im Derby am vergangenen Sonntag den ersten Dreipunkter im Frühjahr einfuhren und sich im Vergleich zur Vorwoche auch spielerisch klar verbessert zeigten. Alexander Grünwald (60.) brachte die Elf von Thorsten Fink auf die Siegerstraße, Lukas Rotpuller (88.), Kevin Friesenbichler (92.) und Felipe Pires (96.) verwandelten die Partie im Finish noch in ein Debakel für die Hausherren. Sturm ging bei der höchsten Heimniederlage seit 14 Jahren bereits zum vierten Mal in Folge (seit 5. November) vor eigenem Publikum als Verlierer vom Platz.

Die Stimmen:

Franco Foda (Sturm-Trainer): "In der ersten Hälfte war es ein ganz schlechtes Spiel von uns, wir hatten keine Torchancen und haben uns wenig zugetraut. Austria hatte auch wenig Torchancen, war aber im Passspiel sicherer als wir. Zu Beginn der zweiten Hälfte waren wir etwas besser und sind dann durch einen Fehler in Rückstand geraten. Insgesamt war es ein extrem schlechter Tag von uns. Man darf am Ende nicht 0:4 untergehen."

Thorsten Fink (Austria-Trainer): "Wir haben klar und verdient gewonnen und guten Fußball gespielt, auch schon in der ersten Hälfte. Ich hatte in der Pause ein gutes Gefühl, und die Mannschaft hat das Wesentliche bis zur letzten Sekunde durchgezogen. Sie spielt mit dem Vertrauen, Tore erzielen zu können."

Der heimische Fußball im Überblick

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