Arnel Jakupovic erklärt bei SPOX seinen Transfer zum FC Empoli

ÖFB-Perle: "Will nicht mehr Reserve spielen"

Mittwoch, 26.04.2017 | 15:05 Uhr
Jakupovic verpasste mit Österreichs U19 die EM-Endrunde
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Mit seinem Wechsel von Middlesbrough zum FC Empoli sorgte Arnel Jakupovic bei einigen Beobachtern für Verwunderung. Was will Österreichs größte Sturmhoffnung bei einem italienischen Nachzügler? Im Gespräch mit SPOX erklärt die Tormaschine ihren Transfer. Zudem äußert sich der Wiener zu einem möglichen Nationenwechsel.

Manche bezeichnen ihn schon jetzt als Marc Jankos designierten Nachfolger im Nationalteam. Arnel Jakupovic fühlt sich davon geehrt, sein Idol ist jedoch jemand anders. "Marc Janko ist ein super Stürmer, der einen unglaublichen Torriecher hat", sagt der 18-Jährige gegenüber SPOX. "Aber für mich wird an erster Stelle immer Zlatan Ibrahimovic stehen."

Dem ManUnited-Stürmer eifert Jakupovic am Platz nach. Wie Ibra gilt der ÖFB-Youngster als vielseitiger Stürmer, der sowohl in der Luft als auch am Boden seine Qualitäten mitbringt. Dazu verfügt der Wiener ganz seinem schwedischen Vorbild entsprechend über einen ausgezeichneten Torriecher. Für die ÖFB-U19 erzielte er in 16 Spielen 13 Treffer. Letzte Saison schnappte er sich als 17-Jähriger die Torjägerkrone der U23-Premier-League.

"Der Verein ist wie eine kleine Familie"

Damals trug Jakupovic noch das Trikot des FC Middlesbrough. Seit Ende Jänner geht er für die U19-Mannschaft des FC Empoli auf Trefferjagd. Mit vier Toren in den ersten sechs Spielen hat er bewiesen, dass sich sein Riecher auch von den italienischen Duftaromen a la Pizza und Pasta nicht irritieren lässt. "Wie schon damals in England waren die ersten Wochen ein bisschen komisch, weil alles neu ist", erzählt Jakupovic. Mittlerweile fühlt er sich aber pudelwohl: "Der Verein ist wie eine kleine Familie, alle Leute halten zusammen."

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Im Sommer 2015 zog der Austria-Jungspund aus, um bei Middlesbrough die große Fußball-Welt zu erobern. Sein nunmehriger Wechsel zu Empoli kam für einige Fans in Österreich überraschend. "Ich habe mitbekommen, dass sich viele Leute gefragt haben, ob das ein guter Schritt für meine Entwicklung ist", sagt der schussgewaltige Angreifer. Er selbst sei davon jedoch voll überzeugt.

Bereit für den Profifußball

Bei Middlesbrough hatte er nicht das Gefühl, in nächster Zeit eine Chance bei den Profis zu bekommen. Dann kam die Anfrage von Empoli. "Im Mai werde ich 19 Jahre alt. Ich will nicht mehr in einer Reserveliga spielen, sondern fühle mich bereit für den Profifußball. Genau deshalb habe ich nun diesen Schritt gemacht", so Jakupovic.

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Beim italienischen Tabellen-17. soll sich der österreichische Nachwuchsnationalspieler bis zum Sommer im Primavera-Team akklimatisieren. Für die nächste Saison ist er im Profi-Kader eingeplant. "Danach kommt es darauf an, was ich im Training zeige", meint der ehrgeizige Nachwuchs-Kicker im Hinblick auf mögliche Serie-A-Einsätze.

Empoli griff für Jakupovic tief in die Tasche

Sein neuer Verein scheint auf ihn jedenfalls große Stücke zu halten. Middlesbrough wollte dem Transfer anfangs nicht zustimmen, doch der kleine Klub aus der Toskana blieb hartnäckig. "Es ging eine Woche lang hin und her. Am Ende hat Empoli noch einmal etwas draufgelegt, um mich holen zu können."

Laut SPOX-Informationen überwiesen die Italiener eine Million Euro nach England. Damit rangiert Jakupovic in der Liste der teuersten Empoli-Transfers unter den Top Ten - und das als Nachwuchsspieler. Der Ausbildungsklub erhofft sich wohl, die Ablöse durch einen späteren Verkauf des Jung-Stürmers zu refinanzieren. Auch Jakupovic sieht Empoli als Sprungbrett zu einem größeren Klub: "Der Verein ist ein super Zwischenschritt für mich, um mich weiterentwickeln zu können."

Der Bayern-Fan will hoch hinaus

Das Nachwuchs-Talent verfolgt große Ambitionen. Im Optimalfall soll es für den Bayern-Fan ganz hoch hinausgehen. Nicht umsonst verriet sein Berater Igor Gluscevic gegenüber SPOX schon einmal, dass "einer der größten Klubs der Welt" an Arnel dran war. Jakupovic will sich mit diesen Dingen aber gar nicht erst wirklich beschäftigen. "Natürlich bist du stolz auf dich, wenn solche Vereine auf dich zukommen. Aber ich lasse mich davon nicht ablenken und konzentriere mich auf meine Leistungen am Platz."

Nach seinem Transfer zu Empoli steht nun auch auf Nationalteam-Ebene ein Wechsel an. Mit der U19 scheiterte Jakupovic in der EM-Qualifikation an Tschechien und Ungarn, darum übersiedelt er jetzt endgültig zur U21, für die er bereits zwei Mal (ein Tor) im Einsatz war. "Es ist schade, dass es so geendet hat. Wir waren eine super Truppe unter Teamchef Manfred Zsak", weiß Jakupovic.

Bosnien oder Österreich?

Ob er mittelfristig weiterhin für den österreichischen Verband auflaufen will, lässt der 19-Jährige offen. Seine Eltern stammen aus Bosnien, daher wäre er auch für das südosteuropäische Land spielberechtigt. Für welche Nation wird er sich entscheiden? "Diese Frage wurde mir schon oft gestellt. Aber ich mache mir dazu erst Gedanken, wenn es todernst wird."

Bisher hätten ihn weder der österreichische noch der bosnische Verband deswegen kontaktiert. Vielleicht macht es der Goalgetter in dieser Causa einfach wie sein Vorbild Ibrahimovic. Auch Zlatan ist stolz auf seine bosnischen Wurzeln. Trotzdem bestritt er letztlich 116 Länderspiele für sein Geburtsland Schweden. Trifft Jakupovic dieselbe Wahl, könnte er in ein paar Jahren tatsächlich zum Janko-Nachfolger avancieren.

Steckbrief von Jakupovic

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